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Posts Tagged ‘Zeit’

Die Zeit steht still

Die Zeit steht still. Wir sind es, die vergehen.
Und doch, wenn wir im Zug vorüberwehen,
Scheint Haus und Feld und Herden, die da grasen,
Wie ein Phantom an uns vorbeizurasen.
Da winkt uns wer und schwindet wie im Traum,
Mit Haus und Feld, Laternenpfahl und Baum.

So weht wohl auch die Landschaft unsres Lebens
An uns vorbei zu einem anderen Stern
Und ist im Nahekommen uns schon fern.
Sie anzuhalten suchen wir vergebens
Und wissen wohl, dies alles ist nur Trug.

Die Landschaft bleibt, indessen unser Zug
Zurückgelegt die ihm zugemeßnen Meilen.

Die Zeit steht still. Wir sind es, die enteilen.
Mascha Kaléko

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Ausklingen lassen den Tag. Fenster offen, Geräusche von der Straße, riecht nach Zigarette…Heut Seniorennachmittag in Altengönna mit den 13 Monaten von Erich Kästner gestaltet. Nunmehr das 13. mal unterwegs damit seit 2011. Drei Flaschen Secco im Gepäck. Anstoßen auf uns nach dem Kaffee trinken. Kam alles gut an bei den Damen. Etwas Geistliches vor- und hinterher, Segen. Natürlich gemeinsames singen…

Danach noch dem Theologengeiger in Krippendorf Flasche Secco vorbei getragen. Etwas zusammen musiziert. Schön gewesen auch ein ausklingen lassen, für mich zumindestens. Bunter, erfüllter Nachmittag auf den Dörfern….Hab wieder neue Impulse zum lernen. Nach den Zugaben für Erhardt Programm ist nun Ringelnatz an der Reihe…. Das Kirchenlied, nun danket alle Gott, das nächste zu lernende alte bekannte Lied. Ziele setzen….

Uns allen ein erfülltes Wochenende Flieder beduftet. Gar nicht mehr lang hin und der Mai 2016 ist auch schon wieder Geschichte. Bei Mascha Kaléko heißt es in einem Gedicht über die Zeit. “ Die Zeit steht still. Wir sind es, die enteilen…“

Liebe Grüße von Musesuse.

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Erfreuen wir uns am Blau des Himmels und Grün der Nadelbäume…Frisch gefallener Schnee, Kinderlachen…
Winterblühende Sträucher wecken schon Vorfreude auf das kommende Frühjahr…
In den Vogelliedern schwingt Sehnsucht nach wärmeren Zeiten…
Merklich werden die Tage wieder länger, erst um Minuten..
Zeit ein dehnbarer Begriff…
Teestunden erwärmen innerlich, Gemeinschaft mit lieben Menschen…
Wohl dem, der ein warmes Zuhause hat…
Glück zu erfahren auf gestreuten Wegen…
Halbwegs gesund sein an Leib und Seele…
Mensch, uns geht`s doch so gut. Sieh mal woanders hin…
Einsichten die helfen, zufriedener zu werden…
Mögen wir gut über den Winter kommen ohne Frakturen und Grippe…
Liebe Grüße von Musesuse.
Geschrieben am 17. Januar 2016, nach einem sehr stimmigen Gottesdienst in Cospeda, der eigentlich vom MDR Figaro übertragen werden sollte…Wurstbrot und Poesie…

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Schade, aus dem Anbaden im Schleichersee wird heute nichts. Hatte schon alles gepackt. Handtuch, Gitarre, Lust, Laune. Am Himmel hat sich eine Gewitterfront aufgetürmt. Die ferne Leuchtenburg verschwindet fast im Dunkelgrau. So gibt es wenigstens FKK auf dem Balkon. Natürlich kaum ein Ersatz für das entgangene Vergnügen am See. Auto an Auto wälzt sich Stadtaus- Stadteinwärts…..Kaum auszuhalten der Krach. Mein Sehnen gilt den Buchenwäldern, Wiesen, Vogelgezwitscher…..

Ja der erste Mai….Mit meiner klingenden Freundin ging es hoch auf die Wöllmisse Richtung Schöngleina. Stellt euch vor, ein Pärchen hat sich`s nicht nehmen lassen meiner Aufforderung zum Tanze zu folgen. Nach alten Madrigalen und dem Volkslied Frühlingszeit wurde herzerfrischend getanzt.“ Lobet den Herren…“Spontanität im schönsten Maiengrün. Die große, alte Sommerlinde nickte uns freundlich zu. Was mag sie schon alles gesehen haben….? Episoden, Geschichten…..

Die zahlreichen Radler, Spaziergänger, sogar zwei Reiterinnen getroffen auf dem Luftschiff ( Burgrabis) Unterwegs sein. Leben auch als Pilgerweg gesehen. Nach meiner Ansicht muss nicht der mühevolle Jakobsweg nach Spanien bestritten werden. Durststrecken die endlosen Industrievorstädten ähneln, gibt`s öfters auf unserem Lebensweg. Manchmal ist einfach kein Land in Sicht. Hilfe ich kann nicht mehr….. Kraftlos, am Ende….Mein Cousin Andre könnte heute noch leben….so ein begabter junger Mensch. Was fehlte….? Mut, Glauben, Hoffnung, Träume, erfüllende Aufgaben, gute Seelsorgerische Begleitung….?

Ah es donnert. Hoffentlich öffnet der Himmel mal richtig seine Schleusen…..Bald geht`s auf große Fahrt. Den Rest der Woche bekommen wir auch noch herum und dann ab nach Ungarn.

Genießt den Mai sofern Zeit dafür ist. Nicht nur den Stromfressern auf den Fersen sein, den Zeitfressern ebenfalls. Sicher lässt sich da das eine oder andere Stündchen gewinnen….

Alles Liebe und Gute wünscht von Herzen Musesuse

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Nun werd ich wieder mal etwas schreiben. Bin aus dem Tritt gekommen. Ein Blick in die Vergangenheit und schon bricht mir der Boden weg. Und heute ist Tag der Seelischen Gesundheit+ des Hundes. Jawohl draußen meldet sich gerade einer lautstark. Irgendwie fehlt mir was. Meine geliebte Straßenarbeit möglicherweise. Die vielen Begegnungen, da ein Vers mitgegeben, dort ein Gedicht….Na vielleicht kommt doch wieder ein Lichtstrahl in dieses Gefangensein Ein großes Erfolgserlebnis war vorhin schon mal aufzuwaschen. Der Tisch ist frei. Beim braten von Leber begann der Rauchmelder zu tuten. Hab ein Schreck bekommen. Zum Glück nach meiner anschließenden Lüftungsaktion, stellte sich wieder die gewohnte Ruhe ein.

Im noch fernen Frühling könnte eine Fotoausstellung hängen. Bild und Wort…..Da gehört noch einiges dazu in der Vorbereitung. Welche Rahmen sind vorhanden? Größe der Fotos? Texte? Und, und. Kostenfaktor….Es wurde der Wunsch nach einer Wanderausstellung geäußert. Ideen brauchen Zeit, die Abende werden länger. Fernsehen gibt es bei mir nicht. Aber sich Gedanken machen um künftige Projekte lichtet das Seelentief. Irgendwo ein Eisen im Feuer haben, das hat mir schon oft geholfen. Manches entwickelt sich langsam wie Kirchenauftritte. Hauptsache Kraft …..

Denkt mal an mich…vielen geht es ähnlich wie mir. Leben, ein Auf und Ab…Hermann Hesse hat mal geprägt: Jedem Anfang liegt ein Zauber inne. Er kannte dieses Rauf und Runter. Ist doch immerwieder gut aus seiner Letargie zu erwachen. Wieviele Schwestern und Brüder sind schon nicht mehr unter uns? Selbst Geistliche gehen in Strudeln von Depressionen unter. Ein lieber Freund möchte mich morgen telefonisch wecken. ist doch nett.

Bis bald in diesem Theater.
Liebe Grüße von
Musesuse

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Ja diese Bilder sind in der Nähe unseres Quartiers aufgenommen bei Stolpe (Insel Usedom). Kleine und große Wunder am Wegesrand. Nehmen wir uns Zeit auch außerhalb des Urlaubs auf Entdeckungsreise zu gehen? Zeit ein dehnbarer Begriff. Zeitzeugen, Zeitgeist,…Schöpfungszeit. Eine gute Initiative unserer Kirchen auf unsere Mutter Erde den Blick zu lenken. Bruder Baum, Schwester Nachtigall, saubere Flüsse…

Ein Spruch den ein Wanderführer in den Alpen auf der Jacke hatte lautet: Wo du nicht zu Fuß gewesen bist, warst du nicht…..Sich Zeit nehmen…offene Augen und Herzen. Was nützen die schönsten Naturfilme im Fernsehen wenn wir die Wälder und Wiesen um uns kaum noch wahrnehmen.

Danke den Kirchen, Ökologen, Grünen und vielen Naturliebhabern für ihr Engagement. Mögen viele Augen geöffnet werden Länderüberschreitend. Wir haben nur diese eine Erde.

Liebe Grüße von Musesuse

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Naturräume

Nachdem der gestrige Versuch doch von Erfolg gekrönt war, heute ein neuer. Auf dem oberen Bild seht ihr das Bergtheater bei schönem Wetter. Im Hintergrund ein Dreitausender Schneebedeckt, letztes Jahr im Juli aufgenommen. Mein Weg von Navis zur Seapenalm und Vögeleralm. Ja die Wege….In so einer wunderbaren Umgebung zu wandeln…..Buttermilch holen, singen, schauen, innehalten….

Hier seht ihr den Schmirner Gebirgsbach. Viele Quellen sind in ihm vereinigt. Über eine hab ich geschrieben in flüßterndes Wasser. Und die Blumen…Wunder am Wegesrand. Eine Welt die sich nur im Schritttempo erschließt. ZEIT!!!

Wie stand mal auf einer Bank, von mir gestiftet im Botanischen Garten Jena?

Die Besinnlichkeit des Augenblicks
stärkt uns für die Hektik des Alltags!

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AUS MEINEM WANDERTAGEBUCH RETEZAT, AUGUST 1986 IN RUMÄNIEN.

Steile Berge, graues mit Flechten überzogenes Gestein. Raben ziehen krächzend ihre Kreise. Wasserfälle, Seen und Teiche klar wie Bergkristall. Menschen wie Armeisen bewegen sich auf schmalen Pfaden. Schmetterlinge umsäuseln Blütenteppiche, die aus dem Geröll sich an das Freie drängeln. Wolken jagen sich unter dem blauen Firnament. Kleine Kiefern umschlingen den Fels….und dazwischen wir. Bejubeln jedes Tal, bewundern die Gebirgsschönheit in all ihrer Pracht. Singen Felsen an, lauschen dem Echo. Sonst Stille…Vogelstimmen, Wasserrauschen. Eine Welt, wo die Zeit keine Rolle spielt. Nur die Sonne und der Mond wissen wann ihre Zeit gekommen ist.

Es ist wie ein Abschied von guten Freunden, wenn wir diesem verträumten Stück Erde Lebewohl sagen müssen. Hohe Berge, dunkelblaue Seen, Hirten mit riesigen Schafherden unter den Felsen entlang, wie Würmer am Käse. Wolkenfetzen die an den Gipfeln hängen bleiben. Täler aus denen weiße Nebelschwaden rauchen, einer Vulkanlandschaft gleich und dazwischen wir. Armeisen mit Last schleppend am Berg entlang. Vorsichtig, denn das Gestein ist vom Wetter benagt. Für jede Erschwernis ein Geschenk.

Neuendeckte verlassene Winkel, Vögel schreien, Wasserfälle rauschen. Wo sonnig, warme Wiesen zur Nächtlichen Rast rufen. Abends der Gebirgswind pfeift, im Busch ein Lagerfeuer knistert und rötlich erhellte Gestalten ihren wohlverdienten Zitronentee schlürfen. Mond und Sterne stehen noch klarer am Himmel. Der alberne Nachtwind knallt dem müden Schläfer die Zeltwände um die Ohren…. Die aufgehende Sonne taucht alles in ein goldenes Licht. Erwärmt alle Herzen, egal ob Mensch oder Tier…..

Der Abschied naht. Die Erinnerung ist wie ein Bilderbuch. Hohe Berge, moosbesetzte Steine….Ein Paradies auf eigene Art.

Allen eine innige Zeit mit vielen schönen Erlebnissen…Die Berge rufen mich…
Liebe Grüße von Musesuse

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Endlich schmelzen die letzten Eisreste weg auf den Gehwegen, in der Stadt. Unser Hausmeisterteam hatte viel zu tun, den Silvestermüll vor dem Haus und in den Anlagen zu entfernen…..Heute verschmelzen fast Himmel und Erde im einheitlichen Grau. Und trotzdem lassen mich kleine Wunder am Wegesrand staunen. Die Regentropfen im kahlen Gesträuch oder an den Bäumen. Wie geschmückt mit ganz vielen Kristallen. Am Fliederbusch grüßten schon dicke grüne Knospen. Sie tragen ein Stück Hoffnung in sich, sichtbare Zeichen des Lebens in dieser harten Winterzeit. Habt ihr gesehen, wie vielgestaltig unsere Baumbrüder aussehen? Manch klingendes Vogellied erfreut, von Meise oder Amsel gezwitschert.

Ja dieses Jahr beginnt für mich mit kleinen Träumen. Ich brenne förmlich….Meine Ärztin hält mich für manisch. Damit verbundene Standartfragen:"Schlafen sie, geben sie viel Geld aus…?" Ist Glück etwas krankhaftes? Na egal wie das heißt, habe so viel schöne Sachen erlebt in der letzten Zeit. Macht sich ganz gut für den Stoffwechsel. Bei meiner Leibesfülle von über 130 kg, ist Bewegung Medizin. Nach den üppigen Tagen und auch Winterbedingte Ruhe doch schön ,sinnvollen Aufgaben zu fröhnen, Ziele sich setzen, Aufgaben, Ideen …eben aktive Selbsthilfe. War manchmal schon anders. Für was überhaupt noch aufstehen? Höhen und Tiefen….

"Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege…." Aus dem Gedicht der Januar von Erich Kästner. Diese 13 Monate mal im ganzen frei zu sprechen bei Veranstaltungen, wäre mein Traum. Erst im kleinen und da gibt es schon ein Termin: In Jena, Neugasse 13, am 13. 02. 2011 um 15 Uhr im Zentrum für Seelische Gesundheit der Diakonie. Musikalisch wird mich meine Musenschwester Rosi begleiten. Bringe auch ein paar Bücher mit, falls es Interessenten gibt für diese wirklich farbenreichen Gedichte.

Mancher Zeitgenosse wird sich vielleicht denken, wenn ich so erzähle, na gibt ein bisschen an das gute Kind. Aber wisst ihr so viel schon geschafft aus eigenem Antrieb. Vom gehemmten und verklemmten Mädchen zur Musesuse. Ein Wachsen und Werden über Jahrzehnte. Frei schwimmen….Alles braucht seine Zeit…..

Für uns alle sei noch gesagt von J.W. Goethe:" Glücklich ist, wer sein Schicksal nie als Schlag empfindet, sondern als Chance sein Leben zu gestalten."

Liebe Grüße von Musesuse aus Jena.

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Unser Familienchristkind Luise erfreute wieder die Gemüter. Von ihr möchte ich mal schreiben. Meistens schrie und jammerte sie bei unseren Begegnungen. Das lag aber daran, das ihre Bettgehzeit gekommen war. Nicht an meiner walkürenhaften Erscheinung. Niedlich ist wie Mutti Christiane und Kind eine gemeinsame Sprache gefunden haben. Sie quietschen sich an. Irgendwie erinnert mich das an eine Primatensprache. Kommunikation auf einer unteren Ebene. Die Freude daran ist dem Kindchen anzusehen. Sprudeln, quietschen, hohe Laute, strampeln, lachen. Mutti ebenso.

So wird das Sprachzentrum aktiviert. Meine Schwester ist vom Fach Psychologie. Man spricht, das die vollständige Entwicklung des Gehirns sich erst nach der Geburt vollzieht. Gerade im 1. Lebensjahr sind erstaunliche Fortschritte zu merken am Baby. Schon die ersten Wochen….Wer selbst Kinder begleitet hat von Geburt bis zum Jugendlichen, wird das bestätigen.

Bisher habe ich mir Luise nur angesehen. Sie ist noch so klein….Irgendwie nicht das richtige für mich. Dabei habe ich selbst einen Jungen groß gezogen. Wie? Die Babyzeit erscheint weit weg. Die vollen Windeln waren mir oft ein Graus. Mit dem Johannes im Tragegestell in den Wald gegangen. Das ist lange her…. Schön wie auch Vati Carsten das Töchterlein schaukelt. Ihr müßt euch vorstellen ein ganz langer Kerl, dazu das Luischen…Es quietschte vor Begeisterung.

Na wenns Kindchen größer ist, nehme ich es an die Hand und zeige ihm die Natur. Mit Johannes war das auch immer schön. Guck mal hier, guck mal dort….Bis dahin vergeht noch einige Zeit. Euch glücklichen gute Intuitionen, staunen, schreibt auf, schreibt alles auf. Man vergisst so viel….

Allen glücklichen Eltern, Großeltern viel Freude mit Kindern und Enkeln. Und allen anderen die Freude an ihren Lebensinhalten. Freude mach das Leben schöner. Wer sich heute freuen kann, soll nicht bis morgen warten. ( J. H. Pestalozzi )

Herzliche Grüße aus dem winterlichen Jena-Lobeda von Musesuse.

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