Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Weg’

Befreiung

Zur Zeit schreibe ich fast nur für mich ins Buch. Erkenntnisse, Analysen, Ereignisse…Merke über dem Gedanken notieren, Klärung zu finden für vieles, was mich gerad bewegt. Von außen angestoßen, inne zuhalten, meinen Weg neu zu überdenken. Umstrukturierung. Jetzt verstehe ich endlich Luthers Zitat." Anfechtungen sind Umarmungen Gottes." Früher bezweifelt. Letzten Donnerstag nach erfolgreicher guter Veranstaltung, anschließend im Gespräch totaler Absturz. Einige Male schon gewesen. Machst was tolles und hinterher kracht das Gebäude zusammen….Anfechtungen, alter Scheiß…

Die wichtigste Erkenntnis, endlich raus aus der Opferrolle. Alte Muster ade. Klingt einfach aber Stück Arbeit…Seit Jahrzehnten traumatisiert. Ist doch gut Freunde zu haben, die einem die Augen öffnen….Samstag auf Leipziger Hauptbahnhof, Buchhandlung ansprechende Postkarte gekauft. Sonnen überflutete Landschaft mit See und darauf steht." Leben ist das langsame Ausatmen der Vergangenheit und das tiefe Einatmen der Gegenwart, um genügend Luft für die Zukunft zu haben."

Gestern in Gärtnerei alle Herbstzeitlosen aufgekauft. Die find ich lustig. Blühen in der Packung bzw. wenn ein Loch gefunden, freier Blütengruß. Alle aus ihrer Gefangenschaft befreit. Kur auf meinem Balkontisch im Schatten der Brüstung. Ins Wasser getaucht und auf große Untersetzer gestellt. Besonders schöne Exemplare kommen als Dekoration mit zu Veranstaltungen. Herbstzeitlose blühen im Herbst aus der Knolle und grünen im Frühling. Aber kannst dir Beispiel dran nehmen. Hoffnungstragender Blühwille trotz gefangen sein, wie sie so verpackt bei Boock- Gartenkultur lagen….Später findet sich bestimmt eine passende Ecke in der Natur….

Heute wieder kleiner Marathon. Nicht gelaufen. Gesprochen. Herbstliches Programm für Senioren zum Herbstfest früher Nachmittag. Na freu mich schon. Ideen umsetzen…Nun mag es hell werden. Frühstücken und los in die Spur. Arbeit ruft…

Uns allen Achtsamkeit, Kraft, Zuversicht bei neuen Aufbrüchen…Liebe Grüße von Musesuse.

Advertisements

Read Full Post »

Tälerwechsel

Gestern Abschiedsrunde im Schmirner Tal. Hatte Glück auf dem Weg nach Toldern zum Hofladen hielt Auto, gute Gerdi. Sie nahm mich ein Stück mit. Lieferte Butter aus, von Gertraud selbstgebuttert. Auf großen Platten lagen die Meisterwerke, goldgelb, köstlich anzuschauen. Eine Arbeit, Kühe oben auf der Alm…Man sah die Freude an, mit der diese Butterstücken geformt waren. Und Gerdi unternehmungslustig, 86 Lenze, weite Strecke allein im Auto vom Ruhrgebiet bis hierher. Schmirn, ihr Ferienort seit Jahrzehnten.

Abends hatte sie die Idee mich zum Friedhof mitzunehmen. Anschließend kleiner Abschied mit Liedern in der reichbemalten, Fahnengeschmückten Ortskirche. Ja konnte doch auch etwas zurückgeben. Schöne Lieder gesungen, Segen gesprochen. Wer weiß, was noch alles kommt? Genießen die Tage, ihr Motto. Wenn`s mal anders ist, Gesundheit nicht so mitspielt, bleiben die Erinnerungen an bessere Zeiten.

Bin schön den oberen Weg hinter dem Bergkirchlein, kalte Herberge gelaufen. Wunderbare Ausblicke an freien Stellen. Straßen im Tal wirkten wie graue Bänder, die sich auf dem Grün dahinschlängelten. Fernsicht, Berggipfel…Bänke die einluden zum verweilen. Nein, Weg ist noch lang, weiterziehen. Von schnelleren Wanderern überholt..Gemütlich. Linkes Knie brennt beim abwärtsgehen. Wie hatten doch die Chirurgen gemeint, nach Kniescheibenbruch Dezember 2014? “ Besser wär`s nicht geworden.“ Also Schongang.

Das müßtet ihr sehen, ein Wetter zieht heran. Inzwischen haben mich meine Verwandten nach Navis geholt. Sitze auf Balkon, in der Ferne regnet`s, Berge grau eingehüllt, dicke Wolken. Mal sehen, wie hier die Tage werden. Kleine Ziele, wie hoch zur Vögeleralm. Bloß Nachbartal von Schmirn und ganz anderes Aussehen. Hänge mehr besiedelt. Na mal schauen im Aufenthaltsraum. Bestimmt gibt`s wieder ein Schnäpschen vom Franzl. Brennt so feinen…Mm wohl bekomm`s. Gesundheit!

Auf Balkon geschrieben vor Zwetschkenzimmer, bei Maria und Franz Hörtnagl in Navis am Abend, 28.7.2016 von Musesuse.

www.haushoertnagl.at

Read Full Post »

Für mich schon etwas besonderes, Fenster weit öffnen nach dem Aufstehen. Kühle und Vogelgesang hineinlassen. Morgen umgibt wohltuend, Frühstück mundet. Die zwei, nach Gefühl weichgekochten Eier, köstliches Eigelb löffeln. Ein Gedicht. Kaninchen begrüßen im Park, Leben zwischen Betonmauern…

Busfahrt nach Cospeda. Dörfliche Beschaulichkeit. Hühner gackern, Bienengesumm in den Linden vor dem Museum. Feiner Ton duftumwebt. Bleibe stehen, atme tief durch die Nase ein. Der liebe vertraute Weg. Lasse meine Blicke schweifen über Felder und Höhen….

Gestern zwei Rehe gesehen. Ihr rotbraunes Fell leuchtete im Grün. Gräser, Blumen…Sonntag ganz schönen Weg entdeckt vom Napoleonstein nach Closewitz. In bestimmten Blickrichtungen verwandt mit Umgebung um Stolpe/ Insel Usedom. Heideähnlich, nur das keine Sandwege. Bilder, die ich in mir trage. Erinnerungen aufgefrischt, überflogen von wunderbaren Wolken.

Was nicht nur mir gut getan hat, am Napoleonstein aufzuräumen. Glas, Papier, Zigarettenkippen, Müll…Wird Zeit für ein neues denken an Umwelt und Natur. Vergangenen Freitag schon so ein Glücksgefühl gespürt. Früh Glas auflesen rings um den Gedenkstein, gewappnet mit Handschuhen und Messer, Scherben aus der Erde hebeln…

Nachmittag lieben Kollegin geholfen. Die frisch pikierten Jungpflanzen Kisten in der Baumschule zugetragen. Sie hat die Töpfe dann ausgestellt…. Gerade etwas Not in der Gärtnerei. Innendienst kann warten. Hauptsache Klo ist sauber. Und Abends das Größte…Die wohlverdiente Melone. Früherer Gipfeltraum bei unseren Karpatentouren in Rumänien oben angekommen, wenn jetzt eine Melone oder ein Bier…Verschwitzt, abgekämpft, glücklich, Phantasien blühten…

Und heute 1 Tag Urlaub. Mädeltreff. Meine liebe, alte Freundin Ingrid mit Schwester Irene. Zeit miteinander verbringen, Gitarre dabei. Unser Lied singen am Tierbrunnen im Jenaer Paradies. Vertontes Borchertgedicht….Stell Dich mitten in den Regen…

Ja bleibt nur allen zu wünschen, viele schöne Erlebnisse…Liebe Grüße von Musesuse.

Read Full Post »

Regenschwer steht der Raps. Wind fährt in die triefenden Bäume. Rinnsale links und rechts des Weges vereinen sich zu Bächen. Grauer Himmel der uns mehr oder weniger beglückt. „Ja ist der Mai kühl und naß, füllts dem Bauern Scheun und Faß.“ Satte 8 Grad, na wenigstens kein Glatteis. Bin unterwegs auf Schusters Rappen nach Hainichen zum Taufgottesdienst.

Volle Kirche. Ist doch immerwieder toll, was sich Pfarrer Tilman Krause einfallen läßt. Und die schönen Lieder. Mitreißend, ansprechend. Ein Stück Heimat für mich. Täufling Edgar Meißel ein Sonnenstrahl an diesem verregneten Sonntag. Der Pfarrer zeigt dem kleinen Christ die Gemeinde. Da gehörst du dazu. Das sind deine Schwestern und Brüder. Organist Ehrhardt Döpel entlockt der Orgel auch moderne Klänge. Es gospelt….

Mich freut es sehr über die Einladung zu Kaffee und leckeren Altengönnaer Kuchen ins Vereinshaus Hainichen. Gewappnet, gestärkt für den Rückweg. Gegenwind, Kampfwandern. Meine Jacke ist doch gut. Hab ich mal bei Quelle bestellt. Regen von vorn. Im Leben scheint auch nicht nur die Sonne. Durch, wackeren Schrittes. Verlassen wirkende Dörfer. Betrachtungen, sattes Grün.

Begegnung mit einem Engel auf der Landstraße. “ Kannst du noch?“ Ja, bin voll in Form, meine Antwort. Die Himmelsboten.., so unvermutet sind sie zur Stelle. Hinter Altengönna auf dem Lutherweg proste ich dem alten Reformator zu. Heut ist Badetag. Hoffentlich gibt es nicht so viel Überschwemmungen, mein Gedanke beim fernen heulen der Sirene. In Hainichen wird man vergnügt feiern. Sonnenschein Edgar Mittelpunkt sein. Vertraut den neuen Wegen….lieber Täufling, Eltern, Paten, Angehörigen. Der Weg ist gut. Seid und bleibt behütet von den Engeln des Herrn.

Uns allen eine gesegnete Zeit. Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Leute der Frühling…..Ja in der Gärtnerei Boock hält er sich versteckt. Blumig umgeben im Gewächshaus. Leuchtende Primeln Farbsonaten gleich, blaues Vergissmeinnicht, rote Anemonen, gelbe Zitronen, Camelien….Aber so lange es frostig kalt bleibt, kaum eine Chance diese Pracht zu verkaufen. Für mich eine kleine Feier hier sitzen und schreiben. Habe vorher noch einige Räume gewischt, die ich gestern nicht geschafft habe. Die Scheiben waren zugefroren in der Halle, wo die ganzen wurzelnackten Obstgehölze stehen. Das fast Ende März. Aber trotzdem ganz schön Kundenbetrieb. Man kann sich ja schon Dahlien, Saatkartoffeln + anderes heimholen. O dieses Primelfeuer….

Morgen ist mein 52. Geburtstag. Der sehnlichste Wunsch, wieder richtig singen zu können wie früher. Erkältungswehen wirken immer noch. Wenn das mit der Stimme wieder in Ordnung ist, dann gibt es noch ein kleines Dankopfer für die Truhenorgel in Rödigen. Wenn irgendwas nicht geht, merkt man doch wie wichtig das ist…. Immer das gleiche. Unser größter Reichtum ist die Gesundheit. Alles andere findet sich.

Der eingeschlagene Weg geht weiter nach Vermögen. Abnehmen, sportliches Wandern, Auftritte, Freude bringen, lernen, kreativ sein…. Fotoserien im Plan….Ach wenn doch die milden Winde wehen…Frühlingshauch….Aber hoffentlich nicht gleich Sommerhitze. Das war schon im April, 30° Grad. Feiern werden wir morgen nicht. Später wird die Geburtstagswanderung nachgeholt….Ein leckeres Mittagessen wartet bei meinen Musenschwestern.

Sonst geht`s nach Nerkewitz zum Gottesdienst. Auch ein Stück Weg. Das wird bestimmt schön, durch die Dörfer zu laufen im Gönnatal. Palmarum. Hab dem Pfarrer lange Gräser besorgt als Palmzweigersatz. Die wollte er grün sprühen. Es soll eine kleine Prozession geben in der Kirche. Ja Pfarrer Tilman Krauses Ideenschmiede….Möge dieses Feuer nie ausgehen….Wißt ihr was ich als nächstes lerne, das Gedicht Spuren im Sand. Ein toller Text, vor allem für den geistlichen Bereich. Gemeindenachmittage, Kirchen, unterwegs zu gegebenen Anlaß. Über dem Lernen vergeht auch der Winter…..Und nachts öffnet sich die Tür zum neuen Lebensjahr. 52 Jahre jung.

Uns allen ein sonniges Wochenende.

Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Zur Zeit winkt eine Erkältung aus nächster Nähe. Vitamin C im Anschlag, heißes Bier, Holunderblütentee, Olbastropfen, Wärme, etwas Ruhe. Hoffentlich kommt es nicht so arg. Nachher hab ich ein singen in der Altenburgerstraße und Sonntag erst mein großer Tag….Na mal schauen.

Letzten Sonnabend war eine schöne Geburtstagsrunde in der Pizzeria Roma in Erfurt. Zu Ehren von Bernd Heydenreich, des Redakteurs der Blindenzeitung Musezeit. Das war ein gelungenes Fest. Blinde, Sehschwache und Sehende beieinander. Es wurde viel gesungen und musiziert. Den Italienern gefiel dieses auch. Der Kellner lauschte auf`s Mandolinenspiel. Erstaunlich mit welcher Sicherheit sich die Blinden bewegen. Danke liebe Rosi, das ich dabei sein durfte. Von mir sind auch ab und zu unterwegs von Rosa aufgenommene Hörbeiträge in Musezeit. Sie hat immer ein kleines Aufnahmegerät dabei. Ja insgesamt ein gutes Beispiel von Hilfe zur Selbsthilfe.

Sonntag früh ist mir in Erinnerung. Es hatte geschneit. Der Winterdienst noch nicht überall gewesen. Laufe da von Krippendorf nach Altengönna und übers Feld erklingt Glockengeläut. Wahrscheinlich von Hermstedt. Das war schön. Winterluft, freies Feld, Glockenruf…Sonntag. In den Dörfern emsige, Schnee schiebende Bewohner, guten Tag junge Frau. Grüße zurück. Gottesdienst im warmen Gemeinderaum. Ein paar Besucher nutzen dieses Angebot. Für mich war auch wieder der Weg das Ziel. Beizeiten aufstehen, Natur erleben, lebendige Kirche. Aber dieser Glockenklang zwischen den Dörfern….“Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein!“ ( Aus Osterspaziergang)

Uns allen Durchhaltevermögen auch wenn die Viren blöken.
Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Werden wir doch toll verwöhnt mit diesen farbenfrohen milden Tagen. Sich jeden Tag eine kleine Freude gönnen. Manchmal fällt`s schwer oben zu bleiben. Vieles berührt, manches nervt aber irgendwie geht das meiste seinen gewohnten Gang. Die Vorbereitungen zur Ausstellung schreiten vorran….Heute die Negative ins Fotolabor gebracht. Aber glaubt mir sich pro Gedicht nur für ein Bild zu entscheiden braucht Zeit. Inzwischen hab ich mir statt Lebenslauf etwas überlegt + vollendet. Ist ein kleines Spiegelbild meiner selbst geworden. Andere weisen in ihren Künstlerbiographien sonst was auf an Wertegängen….Und bei mir steht etwas von Leidenschaften, Facharbeiter für Gemüsebau, Kunsttherapie…..Darauf bin ich stolz. Trotz erschwerten Lebensumständen doch meinen Weg gefunden zu haben.

Gestern Nachmittag kleinen Ausflug nach Stadtroda unternommen. Das Fachkrankenhaus ist ja gewachsen. Einige neue Gebäude im grünen Kliniksgelände. Dazu ein neu gebauter Maßregelvollzug gleich einer Festung. Keine hohen Zäune aber dafür Mauern mit Lüftungsschlitzen und eigenartige Fenster durch die wenigstens ein bisschen Licht durchscheint. Hofft man. Ja hier werden auch Menschen betreut…Oft Schicksale, die durch die Folgen von Alkoholmissbrauch, Drogen, Demütigungen und anderen straffällig geworden sind. Der Klinikseelsorgerin hatte ich ein paar Karten geschenkt. Sie wollte zwar nur 20 haben. Hatte 120 gedacht. Gerade auch im Hinblick auf den Vollzug. Aber vieleicht hat sie eine schöne Verwendung für mein Geschenk.

Stadtroda hat sich kaum verändert auf den ersten Blick. Kleinstadt an der Roda. Vieles sieht noch so aus wie in den achziger Jahren. Erst beim zweiten Blick offenbaren sich Veränderungen. Den Chinesen gab es früher nicht an der Kreuzung. Und so manches andere Geschäft auch nicht. Weiß gar nicht ob früher Fische in der Roda schwammen wie jetzt. Dafür umso mehr Enten. Meine Zeit reichte doch aus um mal einen Bogen zu gehen im Zentrum. Am 17.11.2011 hab ich mit einem guten Bekannten hier im Schützenhaus kleinen Auftritt mit Gedichten und Musik vor Senioren. Freue mich schon darauf. Und sonst hoffentlich gesund+ Stuhlgang. Kleine Freuden suchen…

Uns allen ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Older Posts »