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Posts Tagged ‘Wald’

Schon heut Mittag gedacht, müßtest was notieren. Nach etwas Kraxelei quer Beet, rot- weißen Markierung folgend, Steig Berg hoch durch den Wald. Rast unter schützendem Fichtendach, Kruzifix über der Bank. Sonne und Regen im Wechsel. Einige Orte der geistlichen Einkehr am Weg.

Es hatte Erfolg loszustiefeln. Blau- und Walderdbeeren naschen, Texte sprechen, schauen. Früh noch Protazin genommen, wenigstens daran gedacht. Magnesium+ Vitamine vergessen. Eine Station meiner Tour war die kalte Herberge, kleine Wallfahrtskirche oberhalb von Schmirn. Zur Gitarre singen, innehalten, Andacht. Fenster sind fast alle fertig restauriert außer eines. Dieses farbige Leuchten. Vor Begeisterung gleich einige Karten gegen Spende mitgenommen. Ja man muß sich was einfallen lassen, um Gelder zu bekommen. Überall das Gleiche…

Gitarre lieber unterwegs im Sackerl gelassen. Öfters naß von oben. Und großes Glück gehabt, unten im Ort hielt liebe Autofahrerin und nahm mich paar km mit. So doch recht frohgemut durch den Tag gekommen. Leute kennen einen schon als Frau mit Gitarre.

Regen hat momentan aufgehört. Abendstille überall, nur der Bach rauscht sein Lied. Werd zeitig schlafen gehen. Morgen ein kirchliches Fest, der Annatag, heilige Messe an der kalten Herberge. Na bin schon gespannt. Den 26. Juli muß ich mir merken…Gertraud erzählte heut früh davon. Glückstreffer für mich, gerade hier zu verweilen…

25. Juli 2016 abends auf Veranda notiert, vor Gästehaus Fischer Schmirn, von Musesuse.

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Gestern Abend im Internet interessante Seite eines Hamburger Vogelfreundes gefunden, der über den Rotmilan einiges berichten konnte, nebst Fotos. Er schreibt auch über illegale Verfolgung von Greifvögeln und Eulen. Ausgelegte Giftköder, präparierte tote Fische….Da wird auch nicht vor dem nun wirklich seltenen Uhu halt gemacht. Aberglaube, Unwissenheit, Profitgier…Bäume mit Greifvogelhorsten werden abgesägt, wird geschossen, vergiftet…Um Windparks zu errichten oft unlautere Methoden.

War tief erschüttert solches zu lesen, wo ich die Greife so verehre. Ihnen zuschaue, wenn sie durch die Lüfte segeln. Ein Glück das Musenschwester Ruth Abends anrief. Gespräch hat abgelenkt, konnte dann wenigstens schlafen.

In meinem Wohngebiet ist jemand, der mit Rasierklingen+ Nägel gespickte Wurstköder auslegt, Hundehasser. Gefürchtet verständlicherweise von Herrchen und Frauchen, die mit ihren Lieblingen Gassi gehen. So was geschieht ohne oder nur selten ein Täter gefaßt wird. Mit unseren Wildvögeln auch bedenklich. Heute früh erst wieder glücklich gewesen, unterwegs in Wald und Flur. Fernglas dabei. Bereicherung, außer Tauben noch was fliegen zu sehen….

Im Wald hatten Wildschweine ganze Arbeit geleistet. Erdreich um Baumstümpfe tief aufgebrochen. Kleine gesetzte Bäumchen im Drahtverhau, Wildverbißsicher. Verblühte Maiglöckchen. Wundere mich oft über Jagdliche Einrichtungen in Wäldern. Im heutigen Fall befahrene Straße nebenan. Dichter Bewuchs kann Geschosse fehlleiten….Am Feldrand ist es was anderes, freie Sicht. Früher gab`s Richtlinien, wo geschossen werden darf….

Schön gewandert vor Arbeitsbeginn in Gärtnerei. Kräftemäßig wieder besser drauf. Vorhin rief ein Seniorenheim an. Natürlich gern. Und wenn`s für kleinen Einkauf reicht, Erlös der Singestunde. Gerade jetzt wo die Ferien winken. Konto schonen, vom Muggengeld leben…Da mal ein Zehner, dort ein Fünfer. Genügsam sein. Lebensmittel am Verfallsdatum kaufen, halber Preis. Findet sich öfters was gutes…Lebenskünstler…Hauptsache Eier und Brot vorrätig.

1. Juni 2016. Tag der Milch, internationaler Kindertag….Laßt uns aufmerksam sein. Umwelt + Natur wird es danken. Liebe Grüße von Musesuse.

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Ja die lieben französischen Freunde nicht getroffen. Wer weiß was war. Sie sind schon älter. Aber die zwei Stunden des Harrens genutzt in Erinnerungen zu schwelgen. Neugelernte Gedichte zu festigen, Gitarre üben…

Aber der Tisch im Wald ist reich gedeckt mit Blau+ Walderdbeern. Mich treiben lassen, da und dort eine Beere zupfen, gute Luft inhalieren… Heut ist`s frischer als gestern. Sitze mit langärmeligen Hemd und Regenjacke vor`m Haus Fischer beim Weine. Auf meine Postkarten kam heute" Hört ihr den Bach rauschen, die Ziegen bimmelnd den Hang hinaufziehen? Phantasie anregen, Kopfkino… Ideen…

Und die liebe Moni hat mir schönes warmes Abendbrot serviert. Ganz lieb. Morgen holen mich Sabine und Marjo ins Nachbartal nach Navis. Hatte ich doch eine nette Zeit in Schmirn. Auch im Gästebuch vermerkt, bei all dem Auf und Ab des Lebens hat Schmirn, dieses Tal einen guten Platz in meinen Erinnerungen. Das Haus am Bach, Menschen die schon im Himmel sind, herzliche, die Tag aus, Tag ein ihre Arbeit verrichten. Seid alle gesegnet. Bis hoffentlich nächstes Jahr.

Liebe Grüße von Musesuse. 28. Juli 2015 auf Monis Verranda geschrieben. (Schmirn, Tirol)

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Waldspruch

Dieses nette Gedicht stand an einer Waldhütte in Schmirn. Habe es abgeschrieben und gelernt. Auch für euch nun selbiges:

BITTE !

Bitte, lärm nicht kreuz und quer

auf und ab im Wald umher,

wozu gibt es sichre Wege?

Denk an`s Wild und seine Hege!

Zugleich bitte ich um`s eine:

Häng Dein Hündchen an die Leine!

Furchtbar ist des Feuers Macht

darum gib aufs Zündholz acht!

Speisereste, Glas, Papier –

bitte, laß das doch nicht hier,

zu Natur – und Umweltschutz

paßt kein Abfall und kein Schmutz!

DANKE !

Die Jägerschaft

In diesem Sinne….Grüße von Musesuse

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Báume, welch Faszination fűr mich. Schlank bis knorrig verzweigt, vom Wind geformt. Sitzen an der Mariakirche in Budakeszi, wunderschőn gelegen am Rande eines kleinen Parkes. Hier perlen die Lieder zum Vogelkonzert und Gesang der Zikaden aus meiner Kehle. Vogelkinder piepsen in den Nestern…..Ein Ort der Einkehr unter den alten Eichenleuchtern. Ja wie Jűdische Menorahs strecken sie ihre Astarme gen Himmel. Mir wird’s ganz fromm um’s Herz. Abendlicht beglűckt…..

Leider ist der Innenraum der Kirche nur durch eine Glastűr sichtbar. Na wenigstens etwas…..Gott wohnt űberall wo man ihn einlásst. Auch im Baumdom. Ah der erste Kuckucksruf aus der Ferne….Der nahe Ort durchbricht immermal mit weltlichen Getőn diese heilige Harmonie. Alarmanlage, Rasenmáher…Wir ziehen weiter.

Der Wald hat uns wieder. Kleine grűne Raupen hángen an selbstgesponnen Fáden űber dem Boden. Mőglicherweise um neue Nahrung zu finden. Vielleicht ergrűnden sie ihre neue Welt nach dem Eistadium….Ich singe noch einige Lieder auf dem Heimweg. Und diese phantastischen Lichtspiele im Grűn der Báume. Zauberin Sonne….

Wundert euch nicht, probiere etwas herum mit WordPress. Farbe in’s Spiel bringen gefállt mir. Meine Freundin Julia hat eine Digitalkamera, deswegen Momentfotos. Aber mein Blog wird auch weiterhin aus Texten bestehen. Sprache kann bildreich genug sein, ein Kosmos und regt die Phantasie an. Fotos nur in Abstánden….

Liebe Grűße aus Budakeszi von Musesuse

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Umgezogen in das Naviser Tal zum Lattererhof. Ja die vergangenen Tage in Schmirn waren Kraftgebend. Da bin ich schon bekannt als Frau mit der Gitarre. Aber auch schön unterwegs sein, das Instrument spielbereit. Ob nun in der Kirche oder auf der Alm. Für mich zur Übung oder Spontanauftritten. Ja die alten Lieder….Gestern in der Schmirner Kirche gesungen. Eine ältere Frau saß einige Bankreihen vor mir. Ihr glaubt gar nicht wie glücklich sie war über mein kleines Konzert. Als ich den Berg hinaufstieg, stand sie winkend auf dem Wiesenweg und schaute mir nach." So kann man auch mit kleinen Dingen in der heutigen Zeit Freude bringen:"

Wenig später den Wald besungen an Michaels Forellenteich. Nach etwas anstrengender Kraxelei die Freude sich auf der schönen Bank am Teich auszuruhen. Da saß schon jemand." Ah die Musik ist mit dabei." Es entsponn sich ein nettes Gespräch mit der Schmirnerin. Und natürlich wacker in die Saiten gegriffen…O Täler weit o Höhen, o schöner grüner Wald…..Lieder, Gedichte….Bis wir uns trennten, da wir trockenen Fußes nach Hause kommen wollten…. So ergibt sich oft ganz spontan eine Gelegenheit Freude zu bringen.

Nächstes Jahr ist schon geplant, in Schmirn in einem passenden Raum, eine literarisch, musikalische Veranstaltung zu füllen, mit leichterer Kost….Naja ,hab schon meine Vorstellung….Die gute Gertraud meldet das beim Fremdenverkehrsverband an. Für Einheimische und Gäste. Das wird bestimmt schön. Mal sehen, wie ich nächstes Jahr beieinander bin. Hoffentlich auch so gut wie jetzt.

Auf Veranda vom Lattererhof in Navis geschrieben am 22.7.2011.
Musesuse unterwegs…..

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Es ist Abend. Die Sonne lässt noch einige helle Strahlen durch den diesigen Horizont gleiten, bevor sie rot hinter den Bergen versinkt. Langsam hüllt sich die Natur in dunkles Schweigen. Die Nacht bricht herein. Zeit für mich hinaus zugehen und nach dem Wild zu sehen. Ruhig und gelassen ziehe ich meine grünen Sachen an und setze meinen Hut auf den Kopf. Dann gehe ich hinaus in die dunkle geheimnisvolle Nacht. Das Dorf mit den alltäglichen Eindrücken bleibt hinter mir. Meine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit. Sie sehen durch das schwarze Tuch hindurch, was zuerst so undurchdringlich schien.

Das Fernglas hilft noch etwas nach, die Konturen und Bestandteile dieser Umwelt genauer ansprechen zu können. Es ist still. Da und dort ein leises knacken oder ein Vogel der wohl an Schlafstörungen leidet. Der Nachtwind spielt mit den Blättern in den Bäumen. Sie knistern. Der nahe Wald rauscht mal leise, mal laut, wie der Wind seine Possen mit ihm treibt. Es klingt wie eine Melodie. Waldluft umgibt mich. Irgendwie bin ich glücklich. Auf meinem Weg steigen Gedanken zur Schönheit dieser Umwelt und Erhaltung derselben in mir hoch…..

Auf den Wiesen neben mir bewegen sich dunkle Schatten. Mein Fernglas offenbart ziehende Rehe, fünf an der Zahl. Langsam bewegen sie sich, die Ohren immer offen von Futterplatz zu Futterplatz. Der Wind steht gut. Sie bemerken mich nicht. Bei den Korbweiden spielen die Hasen. Mir scheint, das ich in der Nacht besser hören kann. Kein Geräusch entgeht mir. Nebelschwaden ziehen über den Erdboden hin. Sie benetzen die Gräser und alles was da steht und wächst mit einem feinen Wassertropfenschleier. Meine Stiefel sind nass.

Über der Natur der Sternenhimmel als Ergänzung und Abrundung der ganzen Schönheit. Große und kleine Sterne funkeln mir silbrig entgegen. Da die Milchstraße. Wie ein weißes Band zieht sie sich am schwarzen Himmel entlang. Mir einem Blick durch das Nachtglas entpuppt sich dieses über mir als ein mit vielen Punkten übersätes dunkles Tuch. Einmal die Augen oben, dann wieder in der Natur setze ich meinen Weg fort. Vor mir taucht der Schein Jenas auf. Das Lichtergemisch weißer und gelber Straßenlaternen gibt dem Himmel eine undefinierbare Farbe. Arme Stadtmenschen, sehen die Schönheit des nächtlichen Sternenhimmels kaum. Viele wollen gar nicht sehen. Sie betrachten ihre vier Wände als Festung und lassen nichts von außen heran. Der Fernseher ist ihr ein und alles.

Jetzt habe ich die hohen Bäume am Waldrand erreicht. Zwischen ihnen windet sich der Bach. Hier bleib ich stehen und höre was er mir erzählt. Murmelnd und gurgelnd fließt er über die Steine dahin. Hier und da ein Blatt oder ein Holz mitnehment, was von den Bäumen fällt. Er zieht mich in seinen Bann. Ich denke an meine verstorbene Kollegin. Der Tod ist etwas unfaßbares. Gestern lebendig und frisch mit mir gearbeitet und heute: Der Platz gegenüber am Mittagsstisch leer. Für immer leer. Ich denke an versprochenes ihr gegenüber, was ich nicht gehalten habe. Ärgere mich etwas und mache mir Vorwürfe. Hab sie doch recht gerne gehabt. Viel Not und Elend hat sie erlebt aber trotzdem doch recht fröhlich gewesen. 20 Jahre alt und schon Abschied von diesem Leben. Man kommt dazu über den Sinn des Lebens nachzudenken….

Es ist kalt geworden. Meine Hände sind steif. Gut, das die Handschuhe in der Jacke sind. Langsam gehe ich über die Felder. In der Ferne vor mir liegt die Autobahn. Lichter huschen vorbei. Lastzüge donnern mit hoher Geschwindigkeit in der Ferne vorbei. Die Luft ist plötzlich angereichert mit ihren Abgasen. Ich sehne mich etwas nach der Stille am Bach zurück. Der Geruch der nahen Autobahn lässt mich schneller gehen. 30 m vor mir ist die Landstraße. Zwei Autos kommen mir entgegen. Ihr grelles Scheinwerferlicht macht mich fast blind. Der Boden unter meinen Füßen gibt plötzlich nach. Ich stehe in einer Schlammpfütze." Glück gehabt" denke ich, fast wäre ich hinein gefallen. Weiter geht es. Die Scheinwerfer sind weg. Fluche noch etwas über sie….

Neben der Landstraße auf dem kleinen Teich erzählen die Wildenten sich noch etwas vor dem Einschlafen. Es ist halb zwölf. Unten im Tal ist das Dorf mit seinen Gewächshausanlagen. Aus dem Schornstein kommt eine Rauchwolke die noch schwärzer ist, als die Nacht. In den Häusern brennt nur noch vereinzelt ein Licht. Ich überlege was die Menschen in den beleuchteten Stuben noch so anstellen. Aus irgendeinem Stall trägt der Wind mir leises Muhen und Kettenklirren an mein Ohr. Im Walde schreckt ein Rehbock. Es klingt etwas gespenstisch. Das Echo hilft noch ein bisschen nach…..

Die Eindrücke ringsherum haben mich müde gemacht. Unser Haus ist fast dunkel. Nur die Neonbeleuchtung in der Pflanzenvitrine vom Nachbarn, leuchtet mir kalt entgegen. Ich gehe in mein Zimmer und zünde die Kerzen an, dem kalten Licht der Straßenlaternen zum Trotz. Aus dem Radio tönt Kammermusik. Einfach herrlich dieses ausruhen und überdenken. Aber ich muss mich in acht nehmen. Die Müdigkeit versucht mit allen Tricks mich zu überrumpeln." Schade" denke ich" das die Nächte immer so kurz sind" und blase die Kerzen aus. Dann kommt ein langer Traum….

Im Herbst 1983 geschrieben in Laasdorf, während meiner Jagdhelferzeit.

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