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Posts Tagged ‘selbsthilfe’

Chirurg war recht zufrieden. “ Naja, was anderes als abwarten, könne man nicht tun.“ Noch 14 Tage krank geschrieben. Zum Glück bin ich den Vorderfußentlastenden Spezialschuh los. Im ersten Moment ein komisches Gefühl. Mußt wieder laufen lernen. Es geht langsam, Schneckentempo.

Jeden Tag kleine Unternehmung und wenn es nur in die Kaufhalle ist. Ende November gibt es eine Krippenausstellung in Cospedaer Kirche. Gerade jetzt auf Grund der günstig warmen Witterung meine ägyptische Krippe nach Cospeda zum Pfarrer geschafft. Mitbringsel vom roten Meer, Töpferarbeit. Diese Darstellung wäre ein Glückssymbol im Islam, sagte mir damals jemand beim Kauf.

Nun sitze ich seit langem wiedereinmal in der Dichter und Denkerecke und schreibe, alter Pfarrhof. Alle Vögel ausgeflogen. Orleander sieht etwas gebeugt aus. Möglicherweise durch den kurzen Schneegruß von neulich.

Aber wißt ihr, am 28.10.15 das 300. Gedicht eingeprägt, seit Oktober 98. Jipi, Kreuzchen im Kalender. Kästners Rezitation bei Regenwetter. Und in deutsch eine vier gehabt in der 10. Klasse. Manchmal platzt der Knoten erst spät. Hab große Lust in den nächsten Tagen alle zu wiederholen. Vom Vierzeiler bis 7,8 Strophen. Jetzt habe ich Zeit. Mal sehen, ob noch alle flüssig parat sind. Sonst Blick in Bücher…Letztens frug mich jemand, was ich lerne? Was mich besonders anspricht.

Aktive Selbsthilfe im Lebenskampf, wenn Gedankenkarusselle gefangen halten. Themenwechsel Gedichte üben, ausbrechen aus krankmachendem. Und natürlich Selbstbewußtsein fördern in kleinen Veranstaltungen für`n guten Zweck. Eigenes wachsen zwischen den engen Grenzen, in denen man Zuhause ist. Auch ich kann etwas schreiben über mein Kampf….

Nun ihr lieben genießt Spaziergänge durch raschelnde Blätter. Da ist man wieder Kind. Tut euch was gutes. Herzliche Grüße von Musesuse.

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Klärchen meint es gut mit uns. Das war auch in den Closewitzer Winterlingen zu merken am Wochenende. Zumal die Dorfbewohner sich mächtig ins Zeug gelegt haben mit Kuchen backen, Kaffee kochen, Suppe….Menschentrauben pilgerten erst in die blühende Oase und labten sich anschließend auf einem Hof am Wege. Der Erlös kommt auch der Kirche zugute. Der Ortsbürgermeister erzählte etwas von einer Heizung im Gotteshaus.

Am Sonnabend fand eine Austellungseröffnung im Kirchlein statt.Ja vor zwei Jahren zierten meine Fotos verbunden mit Gedichten zum Thema Erwachen und Auferstehung die Wände…. Hatte jetzt die Gitarre mit, freisingen in blühender Aue. Das hat gut getan. War schrecklich schwach vorher. Solch Nervensachen schlauchen ganz schön. Aber stellt euch vor, es war die reinste Selbsthilfe mit dem Erfolg, die Kräfte kehrten zurück.

Viele Menschen erfreut. Gemeinsames singen, nette Gespräche erst bei den Winterlingen und später auf dem offenen Hof. Gestern sang sogar ein dreijähriges Mädchen begeistert mit. Niedlich. Dank der singelustigen Mutti. Kaffee und Kuchen gab`s kostenlos für mich zumindestens am Sonnabend. Am Sonntag bei diesem Ansturm, der bestimmt auch dem guten Wetter zu verdanken ist, war der Kuchen beizeiten alle. Kaffee allein hatte genauso erfreut. Zum Feierabend ein kleines Dankeschön in Form einer Flasche Rotwein. Bio… ah. Kommentar " Weil de heute wiedergekommen bist!" Ja nächstes Jahr bin ich wieder mit von der Partie, wenns die Gesundheit erlaubt.

Werd am Wochenende nochmal mit der Klampfe in die Closewitzer Winterlinge gehen. Singen, Gedichte sprechen. Hilfe zur Selbsthilfe…Außerdem muss das linke Knie gestärkt werden. Gehe inzwischen ohne Gehhilfen. Aber kleine Strecken. Wie heute von Krippendorf nach Altengönna nach meiner Bank schauen und Barthels besuchen. So nach Wandervogelart laufen und ein Lied dabei trällern. Die diesjährige Freiluftsingesaison ist damit eröffnet.

Eine liebe Bekannte hat mir ganz tollen Spruch gesagt. Für euch nun:" Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken…" Die Kreativideen blühen schon wieder in Verbindung mit diesen schönen Worten….

Uns allen eine gute, erfüllte Woche. Liebe Grüße von Musesuse.

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Leute ich habe eine eigene neue Bank im Garten. Die alte war total kaputt. Ja so gehts manchmal, woanders Bänke stiften und selbst….Hoffentlich sind mal ein paar trockene Tage zum Holzschutz auftragen. Der Sommer scheint uns täglich seine warme und zum anderen seine nasse Seite zu zeigen. Die Kulturveranstalter sowie Biergärten habens schwer bei diesen Wetterkapriolen. Hier in Jena hat gestern die Kulturarena begonnen mit einem Theaterspektakel. Gegen 21.30 Uhr goß es gewaltig. Hab noch gar nicht gehört, ob nun die Premiere statt fand oder was. Bei den Konzerten reichts eigentlich schon sich in der Umgebung ein Plätzchen zu suchen. Eiskaffee, Bürgersteig vor der Post….Die kostenlose Hörvariante….

Sehr viel Freude und Seelenglück überkam mich wieder bei dem gestalten von Gebrauchskunst. Meine eigene kleine Arbeitstherapie. Ein Schuhkarton voll Fotokarten für die Kliniksseelsorge und gestern einen für den Hospitzverein gespendet.. Ja dieses gestalten auf den farbigen Papieren…In diesen Lebenstiefen…., manches berührt kräftezehrend, zurück schauen wühlt auf, Selbstmitleid zieht hinunter…Kennt ihr bestimmt auch so etwas. Aufgaben sind da immer ganz hilfreich. Meine Nervenärztin sagt zwar, ich würde so viel machen aber was gut tut, kann ja nicht verkehrt sein. Die Medikamente sind nicht nur allein das, was der Gesundung hilft. Mal sehen, wer sich noch über solch ein bunten Segen freuen würde? Für einen guten Zweck. Und für mich die Therapiepille ohne Nebenwirkung. Erfüllende Beschäftigungen. Aktive Selbsthilfe. Ja ja, jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Wie sagte doch Augustinus:
Die Seele nährt sich von dem
woran sie sich freut.

Dieses Zitat ziert meine neue Bank im Botanischen Garten, in der Rhododentronecke. Mag es mancher verrückt finden …..Egal. Für die Urlaube ist noch genug Geld beiseite gelegt.

Euch allen ein schönes Wochenende und jedem Erfüllung, sei es im Garten, Freibad oder sonst wo….
Herzliche Grüße von Musesuse

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Endlich schmelzen die letzten Eisreste weg auf den Gehwegen, in der Stadt. Unser Hausmeisterteam hatte viel zu tun, den Silvestermüll vor dem Haus und in den Anlagen zu entfernen…..Heute verschmelzen fast Himmel und Erde im einheitlichen Grau. Und trotzdem lassen mich kleine Wunder am Wegesrand staunen. Die Regentropfen im kahlen Gesträuch oder an den Bäumen. Wie geschmückt mit ganz vielen Kristallen. Am Fliederbusch grüßten schon dicke grüne Knospen. Sie tragen ein Stück Hoffnung in sich, sichtbare Zeichen des Lebens in dieser harten Winterzeit. Habt ihr gesehen, wie vielgestaltig unsere Baumbrüder aussehen? Manch klingendes Vogellied erfreut, von Meise oder Amsel gezwitschert.

Ja dieses Jahr beginnt für mich mit kleinen Träumen. Ich brenne förmlich….Meine Ärztin hält mich für manisch. Damit verbundene Standartfragen:"Schlafen sie, geben sie viel Geld aus…?" Ist Glück etwas krankhaftes? Na egal wie das heißt, habe so viel schöne Sachen erlebt in der letzten Zeit. Macht sich ganz gut für den Stoffwechsel. Bei meiner Leibesfülle von über 130 kg, ist Bewegung Medizin. Nach den üppigen Tagen und auch Winterbedingte Ruhe doch schön ,sinnvollen Aufgaben zu fröhnen, Ziele sich setzen, Aufgaben, Ideen …eben aktive Selbsthilfe. War manchmal schon anders. Für was überhaupt noch aufstehen? Höhen und Tiefen….

"Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege…." Aus dem Gedicht der Januar von Erich Kästner. Diese 13 Monate mal im ganzen frei zu sprechen bei Veranstaltungen, wäre mein Traum. Erst im kleinen und da gibt es schon ein Termin: In Jena, Neugasse 13, am 13. 02. 2011 um 15 Uhr im Zentrum für Seelische Gesundheit der Diakonie. Musikalisch wird mich meine Musenschwester Rosi begleiten. Bringe auch ein paar Bücher mit, falls es Interessenten gibt für diese wirklich farbenreichen Gedichte.

Mancher Zeitgenosse wird sich vielleicht denken, wenn ich so erzähle, na gibt ein bisschen an das gute Kind. Aber wisst ihr so viel schon geschafft aus eigenem Antrieb. Vom gehemmten und verklemmten Mädchen zur Musesuse. Ein Wachsen und Werden über Jahrzehnte. Frei schwimmen….Alles braucht seine Zeit…..

Für uns alle sei noch gesagt von J.W. Goethe:" Glücklich ist, wer sein Schicksal nie als Schlag empfindet, sondern als Chance sein Leben zu gestalten."

Liebe Grüße von Musesuse aus Jena.

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Da sitze ich an meinem alten Tisch und schreibe. Aus dem Radio ertönt konzertante Musik. Ein schöner heißer Kräutertee leistet mir Gesellschaft nebst unseren Tieren, ein Kaninchen und zwei Meerschweinchen. Gestern Abend hatte ich hier an diesem  Platz einige Passepartoutkarten gestaltet mit abstrakter Wachsmalerei. Dieses Probieren mit Wachsstiften, einem Maleisen auf das die Farben auf getragen  werden und dann heiß auf das Papier gebügelt, wirkt sich auch gut auf die Seele aus.Die Farbspiele sind einzigartig die dabei entstehen. Diesmal kam leuchtendes gelb, rot, grün zum Einsatz und was denkt ihr mit den roten, grünen und blauen Karten die blanke Sahne.Durch unterschiedliches auftragen auf das Papier  entstehen wunderbare Bilder. Ja der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und jedes Bild ist ein Unikat. Da habe ich wieder etwas um anderen eine Freude zu bereiten. Diese Technik heißt Enkaustik. Es braucht keine Vorkenntnisse einfach nur Zeit und Lust am Gestalten. Weil es mit dem Baden im Schwimmbad noch nichts wird wegen der Bronchitis, nun das Baden in bunten Farbkompositionen. Auch eine gute Selbsthilfe für mich lange Abende oder graue Tage zu überbrücken. Sehr groß ist meine Freude über die blauen Karten gestaltet mit gelb-rötlichen Farben. Mit Silber oder Goldstift werden die dann beschrieben. Durch das Polieren mit einer Feinstrumpfhose bekommen die Wachsbilder eine erstaunliche Tiefenwirkung. Den Grundmalkasten habe ich mir in einer Zeit gekauft die von Not und Sorgen geprägt war. Und wieviel Freude hat mir diese Farbenspielerei schon gebracht über die Jahre. Gebrauchskunst in Form von Oster-, Weihnachts- und sonstigen Karten. Da kann ich nur jedem wünschen auch sich inspirieren zu lassen kreativ zu werden, jeder auf seine Weise.

Alles Liebe wünscht von Herzen Musesuse.

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