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Posts Tagged ‘schreiben’

Über einzelne Figuren aus dem neuen Stück von der Cospedaer Scheunenbühne, hab ich am Montag noch geschmunzelt. Die Ideen….Und muss mir eingestehen, wieder was nettes zu Papier gebracht zu haben. Kleine Werbung für Ensemble… Interessant, wie so was entsteht. Einen die Schreibmuse küsst. Gang durch die Nacht, Cospedaer Grund hinunter und horch im Wald rufen die Eulen. Plötzlich Anfang gefunden, Text floss. Bogen gespannt unter Laternen….

Ewig unterwegs gewesen. Durcheinander, Absperrungen rund um Busbahnhof, keine Bahn. Erst spät Information. Zum Glück nicht sehr kalt gewesen. Wartegemeinschaften. Aber eine Freude, mit meiner Schreiberei in der Hand bis nach hause. Kleine Bestätigung für mich. Ihr werdet`s kaum glauben, so was wie Minderwertigkeitsgedanken überkommen einen manchmal heute noch.

Mir ging`s nicht ganz gut nervlich am Sonntag. Gedichte gesprochen, Ablenkung…. Als sehr schön, empfand ich am steinernen Tisch unter Ulme und Linde, am Cospedaer Museum Abendbrot zu essen. Blick zur Spielstätte KulturGut, alter Pfarrhof. Weg war Kerzen gesäumt. Herzlich Willkommen, schwungvoll mit Kreide geschrieben, lachte von einer Tafel jedem Besucher entgegen. Ja man sieht die Liebe zum Detail. Glühwein erfreute frierende Gemüter. Mond schaute dem Treiben zu. Glöckchen klingen, ein Knarren und Tor öffnete sich…

Auch schreiben macht glücklich. Uns allen gute Anfänge, Ideen…und Sonne im Herzen, jetzt in dieser momentanen täglichen Dunkelheit…Liebe Grüße von Musesuse.

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Ablenken, um das Gefühl los zuwerden, ich kann nicht mehr. Nach sechs großartigen Muggen, wo alles stimmte nun völliges Kontrastprogramm im Caffee 13. Woche der seelischen Gesundheit unter dem Motto Seelenklang. Hatte schönes Programm, bunt sind schon die Wälder. Passende eigene Prosa, einige Gedichte, Volksliedersingen…. Dauernd ging die Tür auf, Bewegung im Raum. Nervig, nicht nur für mich….Schade, dabei war alles so lieb vorbereitet. Oder ich bin verwöhnt durch meine Erfolge….Gott schenke mir bitte ein dickes Fell….

Waren einige Zuhörer gekommen. Gab lecker Kuchen+ Getränke. Frau Weirauch hatte Spendenbüchse rumgehen lassen für mich, gerade wegen dieser besonderen Woche. Somit ist mein Überleben in der nächsten Zeit gesichert. Hatten doch Nasentropfen und Sinupret zusätzliche Kosten verursacht.

Sehr rührte Musenschwester Rosas Klangmantra die Besucher an. Wortfolgen in Mehrstimmigkeit gebettet. In mir ist Freude, in mir ist Wärme, in mir ist Liebe, in mir ist Licht. Meditation, Musik, fühlen, Seelenklang spüren…Ein Gesang, der noch hätte länger gehen können. Gefühltes Erlebnis in Gemeinschaft. Dazu die von ihr gezupften Saiten des Bambophons. Mit guten Musikern befreundet zu sein, bereichert das Leben sehr und nicht nur das eigene…

Leute, da stand Schüssel mit Popkorn. Seit Jahren nicht mehr genascht…Da reingeleuchtet, dann die leckeren Salzstangen. Kauf ich mir nicht wegen der Suchtgefahr, alle zu futtern. Naja, den Zuhörern hat`s trotzdem gefallen. Muß meine Erwartung runterschrauben. Gerade hier im Caffee 13, wo viele Betroffene verweilen, belastet von schweren Nervenleiden. Außerdem ist es ja ein offenes Begegnungszentrum…Vielleicht hatte sich auch nicht rumgesprochen, das eine anspruchsvolle Veranstaltung läuft…

Wer weiß, bin halt verwöhnt durch andere Muggenerlebnisse. Jetzt geht`s mir gleich besser. Schreiben mag Blockaden lösen….Finde jeder seine Möglichkeiten die Seele schwingen zu lassen….

Herzlichen Dank an das Team vom Caffee 13, Neugasse 13 auch Zentrum für seelische Gesundheit in Jena, für die Einladung, freundliche Bewirtung, Initiativen…Danke, das sie eine Anlaufstelle sind für Menschen in seelischer Not aber auch Kulturangebot für viele…Möge auf dieser Diakonie Einrichtung viel Segen ruhen. Liebe Grüße von Musesuse.

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Ja habe viel geschafft in der letzten Zeit. Allerdings auch mich ein wenig übernommen. Gerad mal wieder fertig mit den Nerven. So ein blödes Gefühl im Kopf. Muss einen ruhigen machen. Also schreiben…Beim aufräumen in meinen Gemächern ist so manches aufgetaucht…Einiges verschenkt. In den Jahren sammelt sich viel an. Dabei kaufe ich kaum noch was außer Lebensmittel….

Die Aktionen für Lothar waren zwar gut aber hoffentlich ist das auch meinem Knie bekommen….Irgendwie Zwickmühle für einen selbst. Hat uns viel geholfen und nun brauchte er Hilfe….Hab ihm schon gesagt, betreuen kann ich ihn nicht, da muss jemand fachkundiges her. Ihm ist immer noch schwindlig. Außerdem sind deren Möglichkeiten einige, wie es weiter geht nach der Kur….

Am Sonntag den 9.2.14 mache ich ein schönes Programm in Jena, Neugasse 13 um 15 Uhr. Zentrum für Seelische Gesundheit. Eintritt frei. Eigene Texte zum Thema wandern, Wald, Natur verknüpft mit Gedichten, gemeinsamen singen + Fotos ansehen. Letztere bekommen in der Mitte der Veranstaltung ihren Platz als kleine Abrundung des Gehörten. Freue mich schon darauf….

Genießen wir die milde Witterung. Liebe Grüße von Musesuse. Uns allen eine hoffentlich gute Zeit.

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Heute hab ich einen kleinen Traum wahr gemacht. Singen an der Krippendorfer Windmühle. Sie ist durch Spenden und dem Engagement von Liebhabern wieder auferstanden. Die alte Mühle war von einem starken Sturm gefällt worden. In der Nähe dieses Wahrzeichens befindet sich der Europaweg. Ja eine gute Initiative vieler Bürger, Politiker, Vereine mit gespendeten Kirschbäumen zum 200. Jahrestag der Schlacht bei Jena und Auerstädt von 1806, ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung entgegen zu setzen. Kleine Tafeln mit Zitaten und Namen der Baumspender zwischen den unterschiedlich großen Bäumen. In der Ferne grüßte der Weimarer Ettersberg. Ich lief den verschneiten Weg entlang alle Schilder lesend, die Sonne war mir hold, gen Vierzehnheiligen.

Schade die Kirchen waren alle verschlossen….Gerade heute bestand der Wunsch nach einer kleinen Andacht. So blieb mir die Landstraße mit den vorbei pfeifenden Autos meinem Gott Lob zu singen. Kein Problem, laufen und singen. Heute vor fünf Jahren hatte sich etwas ereignet….Ja, ja die guten Schutzengel….Und in schwerster Not Ruhe zu wahren und Besonnenheit. Bin meinem Herrn so dankbar auch im Namen meines Sohnes….

Letzten Sonnabend hab ich wieder angefangen Briefchen zu basteln + zu beschreiben. Schreiben hilft mir gut bei der Verarbeitung von Erlebnissen. 260 Briefchen geschrieben und viele davon schon verschenkt. Passend zum Valentinstag und überhaupt….Einfach etwas liebes weiter geben….

Die Liebe ist der Endzweck des Sein, das Amen des Universum. Novalis

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Im Januar 1989 war ich das erste Mal wegen einer Psychose in der Jenaer Psychiatrie. Vollgepumt mit starken Beruhigungsmittel, das Gehirn fast eingegipst, die Bewegung mechanisch, stierender Blick….Und trotz allen Widrigkeiten gelang es mir zu schreiben…Eine interessante Radiosendung auf dem Rias Berlin über Musik, als Ausgangspunkt, die mich nicht mehr losließ und zu diesen Gedanken beflügelte….

Musik, alles ist Klang
Der Hauch meiner Stimme,
Gesang des Vorfrühlings.
Amsel, Meisen, vielstimmiges Vogelkonzert.
Unvergessene Melodien klingen im Körperinneren aus früheren Zeiten.
Erinnerung an Musik,
erleben von Tönen, Waldesrauschen. Der Blumenvielfalt.
Sie nicken mit dem Köpfchen im Wechsel der Zeiten.
Der Wind streicht mit Sanftmut,
manchmal auch in forte durch alle Lebensräume.
Alles ist Musik, alles ist Ton.
Egal Gras, Baum, Mensch, Instrument.
Töne laut, leise, abschwellend, anschwellend,
geflüstert, geschrien.
Musik. Das höchste alles sein.
Melodie, Töne, Klang, immer wieder unser größtes Erleben.
Musik, alles ist Klang
Weltall, Erde, Sonne, Mond. Überall Lebensraum.

Hoffnungen in der Welt der verschlossenen Türen, Fesseln, nebenwirkungsreichen Medikamenten, Schlafsälen, Leidenswege, Menschen….

Frühling
Hoffnung, langes warten hier drinnen,
endlich küssen des Gartens, sanftes herumtreten im Beet.
Wann wird es wieder sein…
Knospen springen schon sichtbar am Wegesrand.
Grün sprießt und blüht schon wieder
Hartriegel, Rosensprosse,
Schneeglöckchen bimmeln zusammen mit Krokus und Winterling.
Zwei Wochen vielleicht noch.
Dann riechen des Frühlings außerhalb daheim vielleicht.
O das wäre wunderschön. Erleben, aufatmen.
Mm, wie Sebastian der Kleine, mm, wie es gut riecht und klingelt.
Meise, Amsel musizieren schon ständig.
Hoffnung auf bessere Zeiten außerhalb dieses jetzt sein.
Frühling Mendelsohnscher Lieder,
sanft, laut, leise,
Frühling

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Geschafft, zwei Stunden Reinigungsarbeiten in der Gärtnerei. Meine Gedanken drehen sich um ein Gespräch gestern auf der Straße, mit einem Bekannten. Er hatte mir ganz viel negatives erzählt. Gleich schwindet die Lebenslust. Ja ist die Welt wirklich so schlecht? Können wir sie nicht besser denken? Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Das ewige warum und wieso? Zum Glück gibt es in der Dunkelheit auch helle Punkte. Ob es ein Glühwürmchen ist oder Sterne am Himmel. Picken wir uns doch bei allen Belastungen die Freudvollen Momente heraus. Es sind mehr als vermutet. Den Dünnhäutigen Zeitgenossen empfehle ich Fernseh und weitgehende Zeitungsabstinenz. Sich nicht noch zusätzlich die Sorgen der Welt aufladen, aus all den Hiobs- Nachrichten, die uns jeden Tag überfluten.

Baust du und ich ein Stück an unserem Haus, das die Welt bedeutet? Es soll ein buntes Zuhause werden mit viel Grün. Ein großer Baustein ist die Hoffnung. Der nächste große der Glaube….und die Zuversicht, Frieden. Liebe, Klänge, Farben, Mut…..Manchem von euch geht es bestimmt auch so wie mir. Sich etwas von der Seele schreiben bringt Erleichterung. Besonders wie in meinem Fall heute bei einem Kaffee im Gewächshaus, angelächelt von einer prächtigen rot blühenden Begonie. Meine Singestunde im AWO Seniorenheim am Montag erfüllt noch nachträglich. Umarmungen und ein netter Brief mit 5 €, darin stand: Vielen Dank für ihre Bemühungen und den schönen Stunden, die Sie unseren Bewohnern zukommen lassen.

Das Glück ist ein Mosaikbild,
das aus lauter unscheinbaren kleinen
Freuden zusammengesetzt ist.
Daniel Spitzer

Behaltet auch ihr euren Optimismus in allen Lebenslagen, wünscht von Herzen Musesuse.

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Spagetti essen im Garten meiner Schwester. Ja so ein Garten ist doch was feines. Ein Rückzugsort. Gerade jetzt wo der Sommer es gut mit uns meint. Lange ersehnt und doch schon wieder zu viel des guten. Der Wunsch nach Regen, brennt den Gartenbesitzern auf der Seele. Habe mir ein schattiges Plätzchen gesucht, dazu noch ein Apoldaer Hefeweizen. Im Blickwinkel der Schornstein von unseren Heizkraftwerk in Burgau. Jena liegt im grünen. Es riecht nach Heu, Grilldüften,blühenden Lindenbäumen. Am Wasserfass stehen zwei Gießkannen, Madame in orange und grün. Da muss ich an Erich Kästners Gedicht denken, der Juli. Ihr werdet es später noch lesen auf meiner Seite. Meine Leute holen einige Natursteine von draußen. Sie sind Meister im Mauern bauen. Eine Art Verrücktheit, sich brauchbare Steine unterwegs aufzuladen und per Hand oder im Beutel glücklich im Garten abladen. So etwas kennt der Autobesitzer nicht. Schon die Kunde aah da gibt es Kirschen, Pflaumen, Äpfel+ manch anderes, lässt uns mit dem Eimer losrennen. Da kommt die alte Jäger- Sammlermentalität durch.

Irgendwie muss ich an den Stollenteig denken, den unsere Mutter früher zum abbacken in die Bäckerei gebracht hat, in der Kinderwanne…. Der Steinhaufen wächst. Mir liegt das schreiben jetzt näher als in der Mittagshitze Steine zu schleppen. Der Musik der Vögel lauschend und dem zufriedenen summen der Bienen. Fussballfans tuten in der Gegend herum. Der Tag birgt bestimmt noch Überraschungen. Goldgrünes leuchten im Eschengeäst. Die Königskerzen sind sich ihres Namens bewusst. Mittendrin die wartenden Gießkannen. Ich werde noch ein Bierchen trinken. Sandalen reiten über das Geländer Weinlaub berankt. Unsere guten alten Schuhe….Mit meinen DDR Wanderschuhen bin ich über 1000 km gewandert. Und die gab es für nur 30 Mark. So richtige Rennsemmeln. Der Steinhaufen wächst weiter. Aber nun reicht es. Ausruhen auf der Wiese und Fussball hören.
Euch allen schöne Stunden bei Mutter Natur wünscht von Herzen Musesuse

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