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Posts Tagged ‘Pilgerweg’

Beschauliche Runde, mit Gitarre alt vertraute Wege entlang. Wer weiß, wie es sich in kommenden Jahren gestaltet mit meinem Quartier? Helga die frühere Besitzerin hatte einen Schlaganfall. Nun sitzt sie im Rollstuhl und muss betreut werden. Vorher noch total fit und dann? Werde weiter Kontakt halten…Vielleicht gibt`s da noch Möglichkeiten in dieser schönen Ecke, die ich schon seit Kindesbeinen an belaufe, unter zu kommen…

Nun Schreibstunde an guten Aussichtspunkt am Karberg nahe Gummlin. Zwar den Sekt vergessen, Mittagsrast. Pappellaub duftet, Wind umspielt mich, ab + an fährt Auto vorbei, Haff glitzert am Horizont…Jürgen wollte baden gehen nach Prätenow. Haben dort eine schöne Badestelle, Naturbelassen.

Geld haben wir bis jetzt kaum gebraucht. Gehen nicht essen. Fallobst, Pilze. Edda unsere Nachbarin hat mir Pfifferlinge geschenkt. Wollte sie wegwerfen. Na und eine Zwiebel dazu, eigene Ernte. Meine Mutter meinte vor der Abreise:" Du machst kein Termin da oben, bist doch so arm…"Naja aber eine Woche, das geht noch. Kirchenmäuse haben halt auch ihr Eigenleben…Von meinen Aktionen weiß Muttern nichts. Muss jeder auf seine Weise glücklich werden…

Momente genießen wie jetzt, klingende Natur. Dank den Spendern dieser schönen Sitzgelegenheit vor Gummlin. Eben kam ein Französischer Pilgerer vorbei gewandert. Für ihn Laudate Omnes Gentes gesungen. Pilgerwege…Hab da meine eigene Ansicht dazu. Zurück zur Natur, sich Zeit nehmen, Bodenkontakt, wandern, innehalten, Gott finden…Nicht nur im Urlaub…Leben als Pilgerweg…

So drückt mir mal die Daumen, das ich hier auch in kommenden Jahren sein kann. Wenigstens eine Woche, Hauptsache, die Gesundheit…Träume helfen über schwierige Zeiten hinweg, Verpflichtungen, Aufgaben, Hoffnungen, Lebensinhalte. Wie Münchhausen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen…Liebe Helga, vielleicht geschieht noch ein Wunder…Dir und Deiner Familie das Beste und allen Bekannten, die hier leben im Umkreis

Geschrieben am 18. September 2014 Mittags, Karberg vor Gummlin, während des Usedomurlaubes von Musesuse.

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Gestern war ein sehr nachschwingender Tag. Erst die kalte Herberge besucht in Schmirn. Kleines Kirchlein am Wald. Neu renoviert alles. Schmuckkästl. Viele Besucher kommen hier vorbei zum beten, innehalten oder einfach nur schauen. Leute aus Naumburg getroffen ca. 50 km vor Jena. Für sie und mit ihnen gesungen, rezitiert.

Dieser Urlaub ist für mich auch Pilgerweg, mein eigener Camino. Muss nicht bis nach Spanien laufen. Kurze Strecken machens genauso von der Innigkeit. Zu mir kommen, Natur genießen. Was denkt ihr die vielen Heidelbeeren im Wald, am Wegesrand. Brauchst dich nur zu bücken. Schwarz- blaues leuchten im Grün. Hatte vom vielen naschen lila Finger+ Zunge. Meine Mittagsrast war bei Michaels Teich mitten im Wald. Eine Bank läd ein zum schauen. Quellen rauschen. Da sitz ich gerne.

Ja gestern war`s sonnig, warm. Das beste Wetter auch für ein Treffen mit Christiane und Bernard aus Frankreich. Weilen gerad im Stubaital. Schön, wir haben erzählt zusammen in der Nähe von der hohen Warte, einer Kapelle vor Schmirn an der Straße. Ja, werd ich sie wiedersehen nächstes Jahr. Beide schon sehr von Krankheit gezeichnet…Aber mutig noch solch weite Fahrt von Frankreich hierher. Die Berge. Tirol hat eine große Anziehungskraft für viele. Traditionen, die gepflegt werden…

Zwar sind die Kühe jetzt in den Schlagzeilen. Mutterkühe halt gefährlich, wenn sie Kälber haben. Mutterinstinkt…Da hats erst wieder eine Frau mit Hund erwischt. Die Tiere fühlen sich bedroht, dann greifen sie an. Stiere genauso unberechenbar. Abstand doch der beste Weg. Aber manchmal kreuzen die Kühe die schmalsten Wege. Was dann? Ist einem immer mulmig. Weißt nie, wie sie reagieren. In der Bildzeitung hätte was von Killerkühen gestanden. Einzelne Zwischenfälle in Österreich aber nicht die Regel. Wenn da Warnhinweise geschrieben stehen, muss das ernst genommen werden….

Sitze bei Monika vorm Haus, genieße den Ausblick. Alles so friedlich. Jeder tut etwas. Gras gemäht, Holz gestapelt, Vorräte für den langen Winter sicher gestellt, Zimmer vorbereitet, geschrieben…Regnet wieder. Nur gut, das wir uns für Freitag verabredet haben mit den Französischen Freunden. Wars Wetter am stabilsten. Meine Leute sind zur Bergeralm gefahren. Wollt den schönen Wiesengrund genießen hier. Feiner Ort. Wald, Wiesenhänge, Bach, einzelne Häuser. Betrachtungen…Morgen ist Blasmusik in Nähe Vereinshaus. Da gehen wir hin. Trachten sehen, Musik hören, Gemeinschaft erleben, Tiroler Kost probieren..Sonntag.

Geschrieben am 2. August 2014 vor dem Haus Fischer auf der Verranda. Aufzeichnungen von intensiv erlebter Auszeit. Zur Nachahmung empfohlen. Liebe Grüße. Musesuse

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Braunsbedra, ein kleiner Ort in ehemaliger Tagebaulandschaft hinter Merseburg. Ja die Förderung von Braunkohle ist Geschichte. Aus früherer Mondlandschaft entwickeln sich blühende Oasen. Viel Grün, Seen, Erholungsgebiete.

Gestern schrieben meine lieben Musengeschwister Christian und Blümchen ihre eigenen Spuren in den Sand. Standesamt, Erlöserkirche….Eine große Festgemeinde im Gefolge und alles so liebevoll vorbereitet….Die schönen ausgewählten Kirchenlieder.“ Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer……Ubi caritas..“ Im Gemeindehaus zu Mücheln wurde gefeiert…….

Der Jakobsweg verläuft auch hier. Pilgerinnen getroffen. Na meine Meinung kennt ihr ja. Leben als Pilgerweg begriffen…..Eine Sichtweise. Aber es ist auch nichts dagegen einzuwenden, sich Strapazen und Durststrecken hinzugeben. Irgendwie brauchen wir das alle mal….aus sich herrauswachsen, sehen was in mir steckt, neue Wege gehen.

Dank euch frisch Vermählten und fleißigen Helfern, die ihr den 18. Mai 2012 zu einem besonderen Tag habt werden lassen. Gern hab auch ich etwas beigetragen mit Gesang und Rezitation. Schön auf eurer Hochzeit tanzen….Mögen jetzt wieder ruhige Zeiten kommen. Sind doch alle Feste mit einem erheblichen Aufwand verbunden im Vorfeld….

Für mich gab`s eine Premiere, schlafen in einer Pilgerherberge. Zum Glück fand sich ein kleines Sofa, sonst wär mir der Fußboden eine harte Schlafstätte gewesen. “ Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer, wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.“

Einen schönen Sonntag uns allen.
Liebe Grüße von Musesuse

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Schade, aus dem Anbaden im Schleichersee wird heute nichts. Hatte schon alles gepackt. Handtuch, Gitarre, Lust, Laune. Am Himmel hat sich eine Gewitterfront aufgetürmt. Die ferne Leuchtenburg verschwindet fast im Dunkelgrau. So gibt es wenigstens FKK auf dem Balkon. Natürlich kaum ein Ersatz für das entgangene Vergnügen am See. Auto an Auto wälzt sich Stadtaus- Stadteinwärts…..Kaum auszuhalten der Krach. Mein Sehnen gilt den Buchenwäldern, Wiesen, Vogelgezwitscher…..

Ja der erste Mai….Mit meiner klingenden Freundin ging es hoch auf die Wöllmisse Richtung Schöngleina. Stellt euch vor, ein Pärchen hat sich`s nicht nehmen lassen meiner Aufforderung zum Tanze zu folgen. Nach alten Madrigalen und dem Volkslied Frühlingszeit wurde herzerfrischend getanzt.“ Lobet den Herren…“Spontanität im schönsten Maiengrün. Die große, alte Sommerlinde nickte uns freundlich zu. Was mag sie schon alles gesehen haben….? Episoden, Geschichten…..

Die zahlreichen Radler, Spaziergänger, sogar zwei Reiterinnen getroffen auf dem Luftschiff ( Burgrabis) Unterwegs sein. Leben auch als Pilgerweg gesehen. Nach meiner Ansicht muss nicht der mühevolle Jakobsweg nach Spanien bestritten werden. Durststrecken die endlosen Industrievorstädten ähneln, gibt`s öfters auf unserem Lebensweg. Manchmal ist einfach kein Land in Sicht. Hilfe ich kann nicht mehr….. Kraftlos, am Ende….Mein Cousin Andre könnte heute noch leben….so ein begabter junger Mensch. Was fehlte….? Mut, Glauben, Hoffnung, Träume, erfüllende Aufgaben, gute Seelsorgerische Begleitung….?

Ah es donnert. Hoffentlich öffnet der Himmel mal richtig seine Schleusen…..Bald geht`s auf große Fahrt. Den Rest der Woche bekommen wir auch noch herum und dann ab nach Ungarn.

Genießt den Mai sofern Zeit dafür ist. Nicht nur den Stromfressern auf den Fersen sein, den Zeitfressern ebenfalls. Sicher lässt sich da das eine oder andere Stündchen gewinnen….

Alles Liebe und Gute wünscht von Herzen Musesuse

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Diese Woche war in unserer Gemeinde Bibelwoche. Gemeinsames lesen, nachdenken, reden in kleinen Gemeinschaften. Sieben Abschnitte aus dem Epheserbrief geschrieben vor 2000 Jahren und heute noch aktuell. Eigentlich ein Zeichen, das die Spezies Mensch sich kaum verändert hat. Nur etwas moderner geworden. Mich hatte vor allem der vorletzte Abend sehr aufgewühlt…..Meine fast 50 Jahre waren sehr Kontrastreich. Ein Farbspektrum….

Ich denke, sich richtig Christ nennen zu dürfen, da gehört sehr viel dazu. Nicht nur die Taufe und der Sonntägliche Kirchgang." An ihren Taten werdet ihr sie erkennen…".Die Theorien der Heiligen Schrift in die Praxis umsetzen. Wie in den Briefen steht ein Gottgefälliges Leben führen. Gar nicht so einfach immer in Liebe, Zuversicht, Vertrauen, Glauben das Miteinander zu stärken. Oft verstrick ich mich in Widersprüche. Vielleicht ist es besser formuliert, ein christliches Leben für sich selbst zu versuchen. Eine Lernphase, die jeden Tag auf das Neue wieder probiert werden will….

Irgendwie führt mein Dasein an einer Allee vorbei mit alten Bäumen. Der Baum der Lieder, der Poesie, des Glaubens, der Kreativität, der Träume, der Inspiration, der Baum des Miteinanders….Linden, Buchen, Birken, Pappeln, Apfelbäume…Beschirmt, getröstet, erfreut, behütet, gewärmt…Pilgerin zwischen den Welten, der Irdischen und der Geistigen Welt. Ja die Erkenntnisse sprießen wie grüne Pflänzchen aus mir herraus. Oft auch gewachsen als Resultat harter Zeiten. Jahre sind vergangen, um Vergebung zu üben und doch melden sich Fragen an Christen…Leben als Pilgerweg in meiner heutigen Sicht. Die Bäume an meinem Wege lächeln mir zu…..bestärken, trösten, helfen gesund zu bleiben…..

Ja uns allen viel Glück und viel Segen auf all unseren Wegen+ Bäume, Blumen, Wegmarkierungen, Orte zum verweilen….
Alles Liebe wünscht Musesuse

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