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Posts Tagged ‘Nebenwirkungen’

Herrlich! Sonnenaufgang. Jena erwacht im Dunst. Böllerschüsse….Geräusche die uns die nächsten Tage begleiten werden. Tatütata, Krähenrufe, Hundegebell, Vogelgezwitscher….Und diese gute Aussicht hier oben vom Cospedaer Feldrain. Hab den Pfarrersleuten noch ein wenig Gebrauchskunst vorbei gebracht. Selbst gebastelte Fotokarten. Von der Wiege bis zur Bahre. Ja der Morgen hat gelockt um 6 Uhr aufzustehen. 2011 neigt sich…Stunden, Minuten, Sekunden….

War doch gerade die letzte Zeit sehr spannend für mich. Ganzheitliche Reinigung mit Ginkgoblättertee, kein Alkohol. Der Stoffwechsel läuft, mir gehts gut. Um Erfahrungen und Erkenntnisse reicher. Hab doch wiedermal erleben dürfen, wie sich eine Akutsituation auch mit wenig Medikamenten meistern lässt. Hauptsache der Schlaf ist gesichert. Ja der Geist muss strukturiert werden…..die Gedanken. Sie sind es die depressiv oder psychotisch werden lassen. Etwas gegen denken, Ablenkung, Kampf….aber es lohnt sich. Auch in dieser Richtung sind meine vielen gelernten Lieder und Gedichte von großen Nutzen. Texte üben wenn Gedanken quälen.

Die Psychiatrie muss reformiert werden. Statt ruhig stellen mit starken Medikamenten, lieber die Patienten trainieren an sich zu arbeiten. Aus meiner Sicht verstößt das vollpumpen mit Psychopharmaka gegen die Menschenwürde. Welch schlimme Nebenwirkungen….Hab es selber erlebt wie furchtbar das sein kann. Mundtrockenheit ist da noch das kleinere Übel. Aber Unruhe, Krämpfe, Speichelfluss,+ vieles andere….Meine Musenschwester Ruth erzählte das da wohl neue Bestrebungen im Gange wären seitens der Wissenschaft. Bleibt zu hoffen….Ganz im Sinne der vielen Betroffenen…

Bei mir dauerte es eine Woche lang die Auseinandersetzung mit den Gedanken. Wunderbar zu erleben welch Schutz ich dabei erfuhr. Wie so eine Art Trance. Toll. Das war jetzt schon das dritte mal in den letzten sechs Jahren mit solchen Erfahrungen. Gott ist wunderbar!

Schön wie die Sonne alles in ein goldenes Licht hüllt. Obwohl die Temperaturen nahe null liegen, der Strahlenteppich wärmt. Wie erfüllend, im alten Jahr noch so etwas zu erleben. Das knallen gewinnt an Stärke drunten im Tale. " Danke für diesen guten Morgen, danke für diesen neuen Tag. Danke das ich all meine Sorgen auf dich werfen mag…" Heißt es im gleichnamigen Lied Nr. 334 im Evangelischen Gesangbuch. Nun werd ich ins Tal gehen und noch ein wenig Straßenzeitung verkaufen. Freue mich auf nette Begegnungen….Die letzten Stunden von 2011 sinnvoll nutzen.,,,,

Uns allen einen angenehmen Jahreswechsel+ alles Liebe und Gute für 2012!!!!!!

Herzliche Grüße von Musesuse

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Es ist doch immer wieder erstaunlich hier in Lobeda, also zwischen hohen Betonmauern Feldhasen und anderem Getier zu begegnen. Das belebt. Welch Freude. Vorhin sah ich einen grasen im Park vor unserer Tür, in Begleitung von einer Schar Elstern. Letztere hüpften neugierig herum. So gibt es doch oft Erlebnisse, Begegnungen, Bilder die fröhlich stimmen und das Herz erwärmen. Gestern offenbarte sich folgendes Bild. Ein schwarzes Luxusauto kunstvoll verziert mit goldenen Kastanienblättern. Bruder Baum hat wieder gute Arbeit geleistet. Oder war es Bruder Wind? Hatte keine Zeit zu fragen.

Meine Ärztin hatte mir am Freitag Medikamente mitgegeben, Antidepressiva für den Bedarfsfall. Folgende Nebenwirkungen Unruhe und Anregung der Milchproduktion. Der Hilfsgedanke ist gut gemeint aber….Muss denn auch immer gleich zur Pille gegriffen werden? Ein sonniges Wochenende stand bevor. Kleine Erfolgserlebnisse versüssten….So ein i Tüpfelchen war die Aktion offene Kirche am Samstag. "Nachtfieber" in der Katholischen Kirche von 20.15 Uhr- 23 Uhr. Kommen und gehen nach Wunsch. Kerzenschein, Gesang, Segen….Diese Stimmung atmen, ruhig werden, abgeben was belastet. Den Pfarrer wollte ich nicht in Verlegenheit bringen als Evangelisch getaufte Schwester. Leider gibt es da immer noch Barrieren…

Der Segen schwebte wie ein Engel durch die Bankreihen und schaute alle liebevoll an. Freue mich schon auf den 3.12.2011 da gibt es eine Wiederholung von Nachtfieber. Apropo Advent. Am 7.11.dieses Jahres zum Seniorentreffen wird schon zum Herbstlichen Teil adventliches gewünscht. Dieser Art Gedichte halte ich ja übers Jahr mit frisch. Aber die Lieder? Eigentlich erst kurz vor Ewigkeitssonntag…Ist doch immer eine kleine Umstellung von quer durchs Jahr in die Adventszeit und wieder zurück. Bin doch kein Automat.

Uns allen eine gute Woche. Liebe Grüße von Musesuse aus Jena.

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Im Januar 1989 war ich das erste Mal wegen einer Psychose in der Jenaer Psychiatrie. Vollgepumt mit starken Beruhigungsmittel, das Gehirn fast eingegipst, die Bewegung mechanisch, stierender Blick….Und trotz allen Widrigkeiten gelang es mir zu schreiben…Eine interessante Radiosendung auf dem Rias Berlin über Musik, als Ausgangspunkt, die mich nicht mehr losließ und zu diesen Gedanken beflügelte….

Musik, alles ist Klang
Der Hauch meiner Stimme,
Gesang des Vorfrühlings.
Amsel, Meisen, vielstimmiges Vogelkonzert.
Unvergessene Melodien klingen im Körperinneren aus früheren Zeiten.
Erinnerung an Musik,
erleben von Tönen, Waldesrauschen. Der Blumenvielfalt.
Sie nicken mit dem Köpfchen im Wechsel der Zeiten.
Der Wind streicht mit Sanftmut,
manchmal auch in forte durch alle Lebensräume.
Alles ist Musik, alles ist Ton.
Egal Gras, Baum, Mensch, Instrument.
Töne laut, leise, abschwellend, anschwellend,
geflüstert, geschrien.
Musik. Das höchste alles sein.
Melodie, Töne, Klang, immer wieder unser größtes Erleben.
Musik, alles ist Klang
Weltall, Erde, Sonne, Mond. Überall Lebensraum.

Hoffnungen in der Welt der verschlossenen Türen, Fesseln, nebenwirkungsreichen Medikamenten, Schlafsälen, Leidenswege, Menschen….

Frühling
Hoffnung, langes warten hier drinnen,
endlich küssen des Gartens, sanftes herumtreten im Beet.
Wann wird es wieder sein…
Knospen springen schon sichtbar am Wegesrand.
Grün sprießt und blüht schon wieder
Hartriegel, Rosensprosse,
Schneeglöckchen bimmeln zusammen mit Krokus und Winterling.
Zwei Wochen vielleicht noch.
Dann riechen des Frühlings außerhalb daheim vielleicht.
O das wäre wunderschön. Erleben, aufatmen.
Mm, wie Sebastian der Kleine, mm, wie es gut riecht und klingelt.
Meise, Amsel musizieren schon ständig.
Hoffnung auf bessere Zeiten außerhalb dieses jetzt sein.
Frühling Mendelsohnscher Lieder,
sanft, laut, leise,
Frühling

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