Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘nacht’

Blumenkomposition im Glas. Rosa Rosen, blaue Statice, daneben Apfel. Form und Farbe. Was meint der Fotoblick? Früh um viere. Hirsche röhren in den Wäldern, Mondnacht. Hätte große Lust spazieren zu gehen. Himmel halb offen, gibt großen Wagen frei. Fast das einzige Sternbild, was mir namentlich bekannt ist mit Wiedererkennungswert. Ja das unendliche Universum…

Gestern beim Bäcker Sterne gekostet in Stolpe. Wunderbarer Kuchen, Mohn+ Quarkkuchen. War sehr fein, gleich noch einmal in die Bäckerei zu stiefeln, Nachschlag holen. Bäckerei Langhoff. Köstlich. Dazu grüner Tee unter bunten Sonnenschirmen im Hof. Laufe viel, werden Kalorien verbrannt. Sonst wäre es ein Genuß mit schlechtem Gewissen.

Heut hatte ich mir Wanderung zum Mellentiner Kreuz vorgenommen, Busfahrt nach Heringsdorf. Will Schnapsansatz holen im Teeladen auf der Seebrücke, Sanddornkräuter. Lecker Mischung wie Schwedenbitter für`s Wohlergehen….

Uaahh tönt die Wildnis. Einsamer Rufer im Gehölz. Aber die Blumensonate vor mir. Schmuck zwischen abgelegten Altagsgegenständen. Danke lieber Uwe!!! Wird der Schlaf jetzt kommen? Manchmal die Folge von bewegenden Momenten, Ängsten, sonstigem…Hab nichts mit für diesen Fall. Bett ich komme. Nacht schick mir noch einen Traum…Mann die Hähne krähen schon. So früh, 4.42 Uhr. Gibt`s nicht. Kameraden stehen zeitig auf…Na jetzt müde geschrieben, besser als chemische Pille.

Am 2.9.15 nachts geschrieben von Musesuse off`n Musbarch bei Stolpe/ Insel Usedom.

Advertisements

Read Full Post »

Schlager von 1938

Wenn die Bürger schlafen gehn
in der Zipfelmütze
Und zu ihrem König flehn,
Das er sie beschütze,
ziehn wir festlich angetan
Hin zu den Tavernen,
Schlendrian, Schlendrian
unter den Laternen.

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da.
Die Nacht ist da, daß was gescheh.
Ein Schiff ist nicht nur für den Hafen da,
Es muß hinaus, hinaus auf hohe See!
Berauscht euch, Freunde, trinkt und liebt und lacht
und lebt dem schönsten Augenblick.
Die Nacht, die man in einem Rausch verbracht,
Bedeutet Seligkeit und Glück!

Wenn im Glase perlt der Sekt
Unter roten Ampeln.
Und die Mädchen süß erschreckt
Auf dem Schoß uns strampeln.
Küssen wir die Prüderie
Von den roten Mündern;
Amnestie, Amnestie
Allen braven Sündern!

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da….

Wenn der Morgen endlich graut
Durch die dunst`gen Scheiben,
Und die Männer ohne Braut
Beieinander bleiben,
Schmieden sie im Flüßterton
Aus Gesprächen Bomben
Rebellion, Rebellion
in den Katakomben!

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da….
Text: Otto Ernst Hesse

Entweder als Lied gesungen, bei Senioren könnt das ganz gut ankommen oder gesprochen zu diversen Abendveranstaltungen…Hab ich wieder was mit dem man punkten kann….

Read Full Post »

Kommt ihr gspielen, wir wolln uns kühlen…Mein Gesang schwebt noch im Festsaal des Stolper Schlosses. Tag des offenen Denkmals. Sektempfang, Kaffee, Kuchen…Gedeckte Tische harren auf Gäste. Schlossführungen. Feine Blumengebinde, schmucke Kristallkronleuchter. Liebe ehrenamtliche Helfer vom Schlossverein gestalten mit ihrem Engagement den Tag. Neugierige Besucher strömen recht zahlreich. Ja Sonntag der 8. September. Der Urlaub neigt sich dem Ende.

Wißt ihr was auch so prachtvoll ist, der Nachthimmel. Milchstraße, Sternentheater. Am Horizont leuchten eines Leuchturms. Die Nächte haben etwas. So unvergesslich…Relativ hell auf freier Fläche. Hirschröhren, Nachtwind, fühlbare Weite…

Werd noch ein wenig singen. gab schon spendierten Kuchen und Kaffee. Die schöne Akustik… Alles Gute dem Schloss+ seinen fleißigen Geistern. Mögen viele Menschen hier ihre Freude finden an Konzerten, Veranstaltungen. Und was auch wichtig ist, das nötige Geld hereinkommen für die Erhaltung der Kulturstätte+ weiteren Bauvorhaben.

Nette Leute haben mir Geld zugesteckt. Einmal im Urlaub im Restaurant Remise zu Mittag essen. Sitze draußen Blick auf`s Schloss. Köstritzer Schwarzbier. Mm auf den schönen Urlaub. Prösterchen!!! Hab gut gehaushaltet mit dem Gelde. Na für die neuen Durchslebenwanderschuh reichts auch noch.

Ah das Schnitzel kommt. Was fürs Auge. Kunstvoll trapiert…Fast zu schade es aufzuessen. Aber du bist ja nicht nur zum ansehen da. Mm das hat gemundet. Tolle Englische Keramik vom feinsten. Eine rote Gerberablüte lächelt mir zu. In den Bäumen zwitschern die Stare. Noch ein bissel ausruhen. Gehe dann nochmal ins Schloss Kaffeetafel besingen. Reisebus wird erwartet…

Impressionen vom Usedomurlaub von Musesuse, 8. September 2013.

Read Full Post »

Dämmerung. Unten in der Stadt blinzeln Glühwürmchen herauf. Vielfältige Lichtpunkte von Straßenlaternen, Zimmern, Reklamen, Autos hier von meinem Lieblingsplatz am Cospedaer Feldrand besehen. Werd ich den zunehmenden Mond erleben? Hätte mir ein Bier einstecken sollen oder einen Wein…

Ja heut war wieder wandern angesagt. Ausgangspunkt Porstendorf, dann über Neuengönna nach Hainichen zum Gottesdienst. Der Weg war schlecht und kaum beschildert….Da ist jeder froh, wenn der Wald sich lichtet und endlich ein Dorf zum Vorschein kommt, was sich am Ende auch als das gewünschte Zwischenziel entpuppt.

Zwei Dörfer weiter in Nerkewitzer Kirche, präsentierte die Jenaer Musik und Kunstschule einige ihrer Schüler im Konzert. Beeindruckend, was es da zu hören und sehen gab. Zum Beispiel ein Mädchen mit ca. 10-11 Jahre, das auf dem Cello wacker Bachsonaten spielte….Das rührt mich irgendwie immer etwas. War`n doch meine eigenen Versuche auf diesem Instrument damals an der Ungeduld, Ehrgeiz, Jähzornsanfälle des Vaters zerbrochen. Schlimm wenn Kinder seelisch und moralisch vergewaltigt werden….Es sagt sich so einfach “ Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist!“

Sehr schön war das Fürbittgebet von Pfarrer Tilman Krause für Schüler, Eltern und Lehrer mit anschließenden Segen….Er ist selbst ein guter Musiker…..Heimwärts ging`s dann Äpfel auflesen bei Vierzehnheiligen. Summasumarum ca 15 km Strecke absolviert…Training für zwei Läufe. Den Closewitzer Napoleonlauf und den Jenaer Kernberglauf. Bei letzterem werd ich wieder an der Verpflegungsstelle Steinkreuz die Läufer mit Gesang motivieren….Gibt eine interessante 15 km. Wanderstrecke außerhalb der Wertung. Na passt doch….

Die Nacht winkt, Konturen um mich herum lösen sich auf. Nur der Wind rauscht im nahegelegenen Wald. Jena ein Lichtermeer. Werd absteigen mit all den reichen Eindrücken des Tages im Gepäck. Ist frisch geworden. Ah Bewegung tut gut….

Beim letzten mal wiegen 127.800 kg. Ja weniger Gewicht das merkt man. Geht mir auch Gemütsmäßig besser…..
Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Einst ein alter Baum
auf dem Feld neben unserem.
Die Krone breit, der Stamm gedrungen.
Ein Freund,
geduldig und gut mit jedem.
Du, ich und Ihr.
Jungvögel wuchsen heran
in seinem Kronenblattwerk.
Dem Wild gab er Nahrung.
So manche harte Winter
eingefroren bis zu den Astenden
gingen an ihm fast spurlos vorüber.
In der Stille rauschten leise seine Blätter…
Es klang wie tröstende Worte
für den der einsam war.
Stürme rissen an seinen Ästen….
Er stand, festverwurzelt und geduldig.
Ein alter Baum.
Freund jedes Lebewesens.

Grelle Blitzschläge in der Nacht
haben den Baum umgebracht.
Übrig geblieben eine Holzruine.
Einige Stück Erinnerung an den Freund
zieren mein Haus.
Geformtes Holz.
Einst ein alter Baum….

In Laasdorf, November 1984 von mir geschrieben.

Noch ein Nachruf diesmal für einen lieben Freund und Kollege, der in der Roda ertrunken ist. Eigentlich ein flaches Flüsschen bei Zöllnitz. Ich sehe ihn noch mit seiner Zigarre im Mund, immer hilfsbereit. Haben mal zusammen Nachtschicht gemacht in der Heizung von der Gärtnerei, eine Woche lang. Ja Bilder, Erinnerungen, Begebenheiten, Geschichten…Öfters auch ein Schnäpschen zusammen getrunken. Und dann diese Nachricht….
Gleich trinke ich noch ein Schnaps im Gedenken an dich lieber Arno…..

Read Full Post »

Es ist Abend. Die Sonne lässt noch einige helle Strahlen durch den diesigen Horizont gleiten, bevor sie rot hinter den Bergen versinkt. Langsam hüllt sich die Natur in dunkles Schweigen. Die Nacht bricht herein. Zeit für mich hinaus zugehen und nach dem Wild zu sehen. Ruhig und gelassen ziehe ich meine grünen Sachen an und setze meinen Hut auf den Kopf. Dann gehe ich hinaus in die dunkle geheimnisvolle Nacht. Das Dorf mit den alltäglichen Eindrücken bleibt hinter mir. Meine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit. Sie sehen durch das schwarze Tuch hindurch, was zuerst so undurchdringlich schien.

Das Fernglas hilft noch etwas nach, die Konturen und Bestandteile dieser Umwelt genauer ansprechen zu können. Es ist still. Da und dort ein leises knacken oder ein Vogel der wohl an Schlafstörungen leidet. Der Nachtwind spielt mit den Blättern in den Bäumen. Sie knistern. Der nahe Wald rauscht mal leise, mal laut, wie der Wind seine Possen mit ihm treibt. Es klingt wie eine Melodie. Waldluft umgibt mich. Irgendwie bin ich glücklich. Auf meinem Weg steigen Gedanken zur Schönheit dieser Umwelt und Erhaltung derselben in mir hoch…..

Auf den Wiesen neben mir bewegen sich dunkle Schatten. Mein Fernglas offenbart ziehende Rehe, fünf an der Zahl. Langsam bewegen sie sich, die Ohren immer offen von Futterplatz zu Futterplatz. Der Wind steht gut. Sie bemerken mich nicht. Bei den Korbweiden spielen die Hasen. Mir scheint, das ich in der Nacht besser hören kann. Kein Geräusch entgeht mir. Nebelschwaden ziehen über den Erdboden hin. Sie benetzen die Gräser und alles was da steht und wächst mit einem feinen Wassertropfenschleier. Meine Stiefel sind nass.

Über der Natur der Sternenhimmel als Ergänzung und Abrundung der ganzen Schönheit. Große und kleine Sterne funkeln mir silbrig entgegen. Da die Milchstraße. Wie ein weißes Band zieht sie sich am schwarzen Himmel entlang. Mir einem Blick durch das Nachtglas entpuppt sich dieses über mir als ein mit vielen Punkten übersätes dunkles Tuch. Einmal die Augen oben, dann wieder in der Natur setze ich meinen Weg fort. Vor mir taucht der Schein Jenas auf. Das Lichtergemisch weißer und gelber Straßenlaternen gibt dem Himmel eine undefinierbare Farbe. Arme Stadtmenschen, sehen die Schönheit des nächtlichen Sternenhimmels kaum. Viele wollen gar nicht sehen. Sie betrachten ihre vier Wände als Festung und lassen nichts von außen heran. Der Fernseher ist ihr ein und alles.

Jetzt habe ich die hohen Bäume am Waldrand erreicht. Zwischen ihnen windet sich der Bach. Hier bleib ich stehen und höre was er mir erzählt. Murmelnd und gurgelnd fließt er über die Steine dahin. Hier und da ein Blatt oder ein Holz mitnehment, was von den Bäumen fällt. Er zieht mich in seinen Bann. Ich denke an meine verstorbene Kollegin. Der Tod ist etwas unfaßbares. Gestern lebendig und frisch mit mir gearbeitet und heute: Der Platz gegenüber am Mittagsstisch leer. Für immer leer. Ich denke an versprochenes ihr gegenüber, was ich nicht gehalten habe. Ärgere mich etwas und mache mir Vorwürfe. Hab sie doch recht gerne gehabt. Viel Not und Elend hat sie erlebt aber trotzdem doch recht fröhlich gewesen. 20 Jahre alt und schon Abschied von diesem Leben. Man kommt dazu über den Sinn des Lebens nachzudenken….

Es ist kalt geworden. Meine Hände sind steif. Gut, das die Handschuhe in der Jacke sind. Langsam gehe ich über die Felder. In der Ferne vor mir liegt die Autobahn. Lichter huschen vorbei. Lastzüge donnern mit hoher Geschwindigkeit in der Ferne vorbei. Die Luft ist plötzlich angereichert mit ihren Abgasen. Ich sehne mich etwas nach der Stille am Bach zurück. Der Geruch der nahen Autobahn lässt mich schneller gehen. 30 m vor mir ist die Landstraße. Zwei Autos kommen mir entgegen. Ihr grelles Scheinwerferlicht macht mich fast blind. Der Boden unter meinen Füßen gibt plötzlich nach. Ich stehe in einer Schlammpfütze." Glück gehabt" denke ich, fast wäre ich hinein gefallen. Weiter geht es. Die Scheinwerfer sind weg. Fluche noch etwas über sie….

Neben der Landstraße auf dem kleinen Teich erzählen die Wildenten sich noch etwas vor dem Einschlafen. Es ist halb zwölf. Unten im Tal ist das Dorf mit seinen Gewächshausanlagen. Aus dem Schornstein kommt eine Rauchwolke die noch schwärzer ist, als die Nacht. In den Häusern brennt nur noch vereinzelt ein Licht. Ich überlege was die Menschen in den beleuchteten Stuben noch so anstellen. Aus irgendeinem Stall trägt der Wind mir leises Muhen und Kettenklirren an mein Ohr. Im Walde schreckt ein Rehbock. Es klingt etwas gespenstisch. Das Echo hilft noch ein bisschen nach…..

Die Eindrücke ringsherum haben mich müde gemacht. Unser Haus ist fast dunkel. Nur die Neonbeleuchtung in der Pflanzenvitrine vom Nachbarn, leuchtet mir kalt entgegen. Ich gehe in mein Zimmer und zünde die Kerzen an, dem kalten Licht der Straßenlaternen zum Trotz. Aus dem Radio tönt Kammermusik. Einfach herrlich dieses ausruhen und überdenken. Aber ich muss mich in acht nehmen. Die Müdigkeit versucht mit allen Tricks mich zu überrumpeln." Schade" denke ich" das die Nächte immer so kurz sind" und blase die Kerzen aus. Dann kommt ein langer Traum….

Im Herbst 1983 geschrieben in Laasdorf, während meiner Jagdhelferzeit.

Read Full Post »

Im Tanz der Nacht

Meine Gedanken nehmen mich mit fort. Sie werden zu Bildern. Ein Ritt durch die Gefilde der Nacht. In der Stube meldet sich stündlich der wohltönende Zweiklang der guten alten Uhr. Erinnerungen an die Straßenmusiker flammen auf. Es ist nicht einfach sich mit musizieren Geld zu verdienen und noch dazu, wer auf dieses zubrot angewiesen ist… Der Gitarrenbeat nähe Bahnhof und das einsame Saxophon zwischen Häusermauern – Klänge, vom Winde verweht, wie ein Schwarm Vögel. Die Uhr auf dem kleinen Tisch vor meiner Liegestatt läuft unablässig. Auch muß ich immer wieder lachen darüber, dass mir die Hose heruntergerutscht war und im Flur ich später ein Bibelzitat fand: „Lasst eure Lenden umgürtet sein.“ Und was sagt Wolfgang Borchert in seinem Gedicht „Draußen“?:

Das macht das Fenster, daß wir „draußen“ sagen –
und weil wir selber drinnen sind.
Nach draußen muß man schauernd fragen,
denn draußen ist der Wind.

Laternen stehn
schon Hundert schwarze Nächte –
und abends, bald nach zehn,
wenn mancher schlafen möchte,
graut wohl die Straße blaß
und schweigend aus der Flut
von Seufzern, Stein und Glas.

Nun ist es unser Blut,
das so gewaltig rauscht –
da hält der Wind im Tanz der Schritt,
bleibt manchmal stehn,
als ob er lauscht.
Und die Laternen gehen
noch lange durch die Träume mit.

Mögen sich die Seelen der Liebenden nebenan traumtief berühren und ich meine Reise fortführen. Ein neuer Morgen kommt bestimmt.

MuseSuse

Read Full Post »

Older Posts »