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Posts Tagged ‘musizieren’

Graue Tage, März von der dunklen Seite. Aber hast du nicht gesehen, es spitzt grün an Büschen und Bäumen. Blütenknospen scheinen zu warten, Sonnenlicht, Wärme, Bienenflug… Mittwoch wenigstens im Sonnenschein ein Teil meiner getopften Erdbeerpflanzen schick für den Verkauf hergerichtet. Alte braune Blätter entfernt. So langsam lassen sich Kunden in der Gärtnerei sehen.

Traurig bin ich, das eine liebe Kollegin sich verändern will. Etwas neues aufbauen vor der Rente. Wir hatten ein herzliches Miteinander. Schade solche Mutmacher braucht die Nation. Karla lebe weiterhin deine Träume…Werd sie mal besuchen mit der Gitarre.

Bin froh, heute nicht den ganzen Vormittag auf meinen Gedichtvortrag gewartet zu haben. Sondern um 5 Uhr aus dem Bette und auf`s Dorf. Ablenkung, gemeinsames musizieren mit dem Theologengeiger in Krippendorf und Rödigen. Nachts Lied im Kopf gehabt. Bleibet hier und wachet mit mir, Endlosschleife. Gleich geübt…Paßte zur Predigt. Das ist ein großes Glück für uns beide, dieses Zusammenspiel. Farbe. Da kann`s auch noch so trübe sein draußen.

Innen geht`s gerade. Kraft kommt wieder. Gute Idee Texte zu lernen. Bereichert. Selbstbestätigung. Auch aus Schulversagern kann noch etwas werden. Manchmal braucht`s halt Zeit und Geduld. Liebe Eltern laßt euch sagen, selbst wenn eure Kinder nicht so recht in der Schule mitkommen. Das Leben geht oft eigenartige Wege. Der Knoten platzt irgendwann…

Nun ihr Lieben alle im Boot durch`s Frühjahr, gute Fahrt und hoffentlich bald wieder Sonnenstrahl gelenkt. Herzliche Grüße von Musesuse.

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" Gib der Seele einen Sonntag und dem Sonntag eine Seele!" Peter Rossegger.
Ja genau das haben wir heute getan, meine Musenschwester Rosa und ich. Premiere für die Gedichte, die 13 Monate von Erich Kästner in der Öffentlichkeit. Als erster Aufführungsort hatte ich das Zentrum für Seelische Gesundheit von der Diakonie gewählt. Lustig zum 13.2.2011, im Kaffee 13, Neugasse 13 um 3 bzw. 15 Uhr, die 13 Monate…Hier ist ein sehr dankbares Publikum. Einmal im Monat findet das Sonntagskaffee statt. Erst zusammen sitzen bei Getränken und Kuchen im vertrauten Miteinander. Dann eine Lesung oder ein Diavortrag oder gemeinsames singen und sonstiges kulturelles.

Es ist gut, das die Besucher Ansprechmöglichkeiten haben, sich treffen, basteln, Karten spielen und anderes von Montag bis Freitag. Viele leben am Rand der Gesellschaft oft auch von Vorurteilen, Spott, Unwissenheit gedemütigt. Dabei sollten wir nicht vergessen, das jeder eine psychische Erkrankung bekommen kann. Gut das es solch rührige kirchlichen Einrichtungen gibt….Ein Netz das auffängt, trägt, schützt…

Rosa spielte phantastisch Altblockflöte. Sie ist im Blindenverband. Wie sie ihr Leben meistert fast blind…? Für uns Sehende kaum vorstellbar…Wir beide harmonieren gut zusammen. Das freie Sprechen ohne Buch der 13 Monate, ist ein Geschenk zu meinem 50. Geburtstag dieses Jahr. Halte deine Träume fest…Probieren geht über Studieren. Meine halbe Familie war heute unter den Zuhörern. Die fünf besorgten Kästner Bücher wurden gern mitgenommen. So hatte ich richtig gedacht, wem diese Gedichte gefallen, der kann ein Buch mitnehmen. Wird doch gleich mein Buchhändler von der Jenaer Bücherstube mit unterstützt.

Im April werden wir mit dem Kirchenchor und meiner Rezitation, zum Thema Jahreslauf in der Drackendorfer Kirche brillieren. Schön mal etwas anderes als Leidensgeschichte Christi musikalisch aufführen. Wie sonst üblich in der Passionszeit. Dieser Leidensweg zieht mich oft nach unten, macht traurig….Dieses Jahr nun Lyrik und Chormusik im sakralen Raum…..vermutlich zu Palmarum, eine Woche vor Ostern. Wird bestimmt ein Erlebnis für alle.

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Fröstelnd sitze ich in meinem Wohnzimmer bei heißen Kaffee. Nach dem Straßenzeitungsverkauf, wird es mir nur schwer innerlich warm am Abend. Wie mag es erst den Markthändlern gehen, die den ganzen Tag draußen stehen? Heute reichte der Erlös wieder für Schätze. Gänsefett, Eier, Wurst, Obst. Auf dem grünen Markt unterstützt mich ein lieber Gemüsehändler. Ananas, Birnen, Kohlrabi hat er in den Beutel gepackt gegen einen geringen Beitrag von mir. Wir helfen uns gegenseitig. Manches hält nicht lange bei der Witterung. Bananen die weg mussten, sind in Gläser eingekocht und bilden eine gute Bereicherung für Quarkspeisen. Aus überreifen Aprikosen wurden 18 Gläser Marmelade vor einiger Zeit. In diesen, nicht ganz einfachen Zeiten, kann man sich glücklich schätzen Leute zu kennen, die im Christlichen Sinne helfen so das es jedem gut tut.

Kennt ihr das auch mit den Erwartungen? Obwohl meine schon recht gering sind, war ich doch am Mittwoch Abend etwas frustriert, nach einer Feier in einer Selbsthilfegruppe. Hatte man mich ausgenutzt oder nur vergessen mir eine kleine Spende zu geben? Über ein paar Euro freue ich mich schon nach gewünschten Auftritten. Stattdessen eine Tüte Weihnachtsgebäck. Davon aber mal abgesehen, die Örtlichkeit der Veranstaltung war im Schillerhaus gegenüber des Jenaer Theaters. Diese Kerzen erhellte Tafel in der Veranda, der Blick in den verschneiten Garten…Zu Schillers Zeiten waren Felder hinter diesem Grundstück. Heute kaum noch vorstellbar. Trotzdem bietet dieses Anwesen etwas Inselhaftes. In den anderen Jahreszeiten laden Bänke zum verweilen ein. Blühende Beete erfreuen das Auge. Es Schillert, ein Hauch aus vergangener Zeit.

Gestern habe ich mit Musenschwester Rosi musiziert, in der Altenburger Straße 3 bei Senioren. Sie hat sehr gut Altflöte geblasen mit wundervollen Eingebungen zu meinen angestimmten Liedern. Ein Profi ihres Faches Kirchenmusik. Stellt euch vor, wir saßen in der Ecke neben dem Weihnachtsbaum und haben unser bestes gegeben. Die Leute saßen beim Festmahle, Besteckklappern, Gespräche…Irgendwann wurde es aber ruhiger und Otto Reuter, den ich vorlas, hatte das Wort. Das war genau das richtige zur Unterhaltung. Schön, wenn das Publikum mitgeht. Gemeinsames singen der alten Lieder erfreute die Herzen aller. Am Ende meinte ein Herr zu mir," Das war so eine schöne Weihnachtsfeier. Wer weiß ob die Feier, wo ich nächste Woche eingeladen bin auch so schön wird?"

Lustig ist, das die Leiterin dieses Begegnungszentrums und wir beiden Musenschwestern zur gleichen Zeit Geburtstag haben. Rosi ist ein richtiger Gewinn für mich. Könnte ich mir doch Lyrikveranstaltungen vorstellen mit passender Musikalischer Begleitung. Wie heißt es doch: Halte deine Träume fest!! Das Jahr 2011 ist nicht mehr fern.

Uns allen einen schönen ruhigen 4. Advent.
Liebe Grüße von Musesuse

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