Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Lothar’

So langsam seh ich wieder Land. So viel Elend auf der Welt. Unschuldige zivile Opfer durch zahlreiche Aktionen. Mit unseren Waffenlieferungen werden woanders Menschen umgebracht. Krieg, Tod, Teufel….Aber erstaunlich, das wir trotz des internationalen Pulferfaßes seit 1945 Frieden haben. Und hoffentlich noch eine Weile.

Muß mal meine Ärztin fragen, mir gehen manche Sachen zu nah. Brauch keine Fotos. Reicht schon nur von schlimmen Dingen hören und Filme werden lebendig. Musenschwester Ruths Erklärung, deine Traumatisierung in der Kindheit. Depressive Phasen die Folge. Sonntag keine Lust, halben Tag im Bett verbracht.

Heut wieder in Physiotherapie vom neusten Amoklauf gehört. Diesmal des 17 jährigen Afganen im Würzburger Regionalexpress. Mir ist die Therapie der verspannten Nackenmuskulatur nicht recht bekommen. Sau schmerzhaft, so alle gewesen danach, kaum Nachhause geschafft und später in die Gärtnerei.

Naja aber plane auch schon wieder für kommende Veranstaltungen. Im Juli war etwas Ruhe aber nach dem Bergurlaub steht einiges an. Sommerprogramm kommt dann zu Gehör. So auch am Samstag den 6. August 2016, um 17 Uhr in Lützerodaer Kirche. Umrahmt von feiner Musik am Harmonium. Kollekte für neues Kirchenfenster. Werd noch Saatgut wie Spinat, Feldsalat, Rauke stiften. Kann dann gegen Spende erworben werden. Alles für`s Fenster. Desgleichen 5 l Rotwein, können Zuhörer genießen….Keine Angst mir bleibt die Freude des Tun`s.

Vorhin Lothar einen schönen Nachgeburtstag bereitet zum 83. Er war der einzigste heut in meiner Singerunde, beim DRK Begegnungszentrum hier in Lobeda. Lecker Kuchen, Kaffee, Gespräche, gemeinsames Singen, auf seine Wünsche eingegangen. Lothar strahlte. Mir tat es gut nach diesen ganzen Verkrampfungen der letzten Zeit, loslassen, freisingen, Lieder, die lang nicht gesungen….

Nun mal sehen, was die nächsten Tage bringen? Heut Wärme und Sonne satt. Sommer….Liebe Grüße von Musesuse.

Read Full Post »

Am frühen Abend den guten Lothar besucht. Etwas erzählen, Eierlikör trinken. Allerdings verkommt seine Wohnung zusehends. Ich schaffs nicht, noch zusätzlich da aufzuräumen. So bleiben sporadische Arbeitseinsätze. Samstag hat er Geburtstag. Hab ihm schon nahe gelegt doch etwas für Ordnung zu sorgen, falls jemand kommt….Mir wird eine soziale Seite nachgesagt. Nicht immer gelingt`s. Manchmal fehlt die Kraft. Man ist Mensch mit Schwächen, Stärken und noch lange kein Egoist auch mal an sich zu denken….

So blieb nach diesem Besuch bei mir mal ein wenig zu Eimer und Lappen zu greifen. Arbeitstherapeutische Maßnahme, die das eigene Wohl erhöht. Das dann mein Gießdienst nicht in Ohnmacht fällt, während des Bergurlaubes. Ja, ja in der Gärtnerei sauber machen und Zuhause schleift`s. Mußte die Lust ausnutzen. Dabei hat es immer etwas besonderes, symbolisches..Das alte herauswischen, Platz für neues.

Gestern im Kollwitzheim war`s schön unsere Singestunde. Neue Gitarre klingt gut. Diesmal auch Polonäse gemacht zu einigen Liedern. Singend durch den Raum marschiert, Bewohner haben dazu geklatscht. Da kam Freude auf. Liebe Bekannte gesellte sich in unsere Runde aus einem anderen Heim, wo ich früher öfters gesungen hatte auf einer Demenzstation. Zum Schluß der vergnüglichen Stunde sprech ich immer noch den Aronitischen Segen. Die guten Wünsche der Bewohner und Schwestern begleiteten mich hinaus….

Uns allen eine angenehme, erquickliche Zeit. Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Schön, Schreibtisch im Grünen in der Gärtnerei Boock bzw. Boock Gartenkultur. Frühling ick sehe dir. Primelleuchten, dickknospige Kamelien, Wohlfühlverranda von November bis Monat Mai. Am 15. März wieder erster Arbeitstag stundenweise. Vor mir auf dem Tisch ein weißes Tausendschönchen. Die Gänseblümchenartigen sind meine Lieblinge. Eins darf mit Nachhause…

Heut hier ein wenig verweilen tut gut…. Gestern beim Chirurgen abklären lassen, was mit dem Knie los ist. Grundtenor, nicht besser geworden durch den Sturz. Das Knirschen hätte auch seine Bewandnis. Naja im großen und ganzen grünes Licht zum wandern. Ein Glück, dachte schon sonst was. Soll mit der Gitarre singen gehen, das wäre gut für die Seele. Ja die lieben Chirurgen. Das war also eine nette Sache.

Allerdings Nachmittag wieder einen Schock bekommen. Lothar wieder von der Kur zurück. Aber in welch Zustand? Und allein in seiner Wohnung. Früh+ Abend kommt der Pflegedienst. Rollstuhl, Rollator..Kann sich kaum auf den Beinen halten. Außerdem noch Katheter…Seine Angehörigen hoffen, das er bald wieder so springen kann wie früher. Wer weiß? Eigentlich verwunderlich, das solch kranke Kameraden nicht gleich in eine sichere Einrichtung kommen. Naja der eigene Wille zählt. Wollte bestimmt probieren in den eigenen vier Wänden zur Gesundung zu gelangen…

Mit älteren Leuten singen gern aber Pflege…Werd immermal aus der Kaufhalle etwas mitbringen für ihn.Seit dem Sturz im Dezember spinnt mein Herz in Abständen. Unangenehme Aussetzer, Rythmusstörungen. Möglicherweise Stressbedingt. Von der Seele kommt ja ganz viel. Gestern den ganzen Tag. War tüchtig erschüttert. Erst das bange Fragen wegen meines Knies und dann Lothar…

Morgen gehts wieder auf die Piste von Porstendorf nach Neuengönna. Freue mich schon. Kleine Freuden…Wege, Aussicht, Ländliche Beschaulichkeit,Training. Ende Juli rufen die Alpen, im Mai Limone am Gardasee und jetzt singt der Frühling…

Uns allen ein sonniges Wochenende, Spaziergänge, Biergarten, Natur…

Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Mann das war eine Woche jetzt. Hab die Abwesenheit von Lothar genutzt und die Wohnung von ihm aufgeräumt. Der erste Eindruck vor zwei Wochen, ach du Scheiße. Aber nun jeden Tag ein paar Stunden dort verbracht…Er scheint bis auf die Eierschalen seiner Frühstückseier nichts mehr entsorgt zu haben. Und das schon längere Zeit nicht mehr. Unglaublich!!! Ca 30 Säcke + Einkaufstüten voll Papier, Folie, Müll sind voll geworden, alles nur aus der kleinen Einraumwohnung.

Hab die Medikamente durch gesehen, die Lebensmittel, die Haushaltschemie. So viel altes Zeug. Zum Teil noch aus DDR Zeiten bzw. neunziger Jahre. Prominente werden beim Radio Figaro immer gefragt: Was war ihre letzte gute Tat? Komme Nachts vor lauter Glück kaum in den Schlaf, wieder ein Stück in Lothars Wohnung voran gekommen zu sein.

Solch Negativbeispiel von Wohnumfeld spornt natürlich auch in der eigenen Wohnung an, nicht zu verwahrlosen. Hier immermal eine Aktion gestartet…Hoffentlich gehts einem nicht im Alter so, wie vielen älteren Leuten. Das ist doch kein Einzelfall. Von solch vermüllten Wohnungen hört man öfters.

Die zahlreichen PM Magazine bekommt der Verein Bildungslücke in Winzerla geschenkt. Lehrerstudenten die sich eine Bücherei aufgebaut haben und in Nebenräumen Bedürftigen Nachhilfeunterricht geben. Noch was gutes hätte das. Lothars Stühle werden frei…

Werde ihm mal anbieten, wenn er wieder da ist von der Kur, alle vierzehn Tage seine Wohnung zu säubern für 5 € die Stunde Freundschaftspreis. Sehr unterstützt hat mich auch der gute Amway Reiniger L.O.C. dazu Stahlwolle… Richtig brauchbares Zeug….

Mal sehen, was noch der Rest der Woche bringt? Soll wieder wärmer werden. Wege sind dann wieder besser begehbar. Zur Feier des Tages gibts einen Sekt. Auch schönes singen im Seniorenheim gehabt. Zum Wohl ihr lieben nah + fern. Prost, Gesundheit…
Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Die Chirurgen haben ganz schön die Augen verdreht bei meinen Schilderungen, was ich alles unternehme. Hatte das letzte mal irgendwie überhört, das, das Bein nur gestreckt belastet werden darf. Mich freuend über die 60 Grad Beugungswinkel alles mögliche ausprobiert. Treppe, Wanderschritt, zweimal Streuobstwiese…Alles falsch gemacht. Na wenigstens ist der abendliche heiße Apfelsaft gesichert. Knie nach wie vor geschwollen. Also hochlegen, kühlen…Die vielen verordneten Spritzen. Ärztin meinte nichts mit Gewalt und sollt mich nicht überschätzen.

Anschließender Besuch beim Lothar auf der Neuro. Seine Kur rückt in greifbare Nähe. Ein Pfleger bat mich für Kleidung zu sorgen…Da hats mir schon wieder gereicht. Nichts mit Schonung. Verwandte gibts in diesem Falle auch. Mein Nervenkostüm ist nicht das beste. Kurze Pause, weiter im Text den Kältegraden zuvor kommen. Aber nur, was in den Rucksack passt. Lothar wird mit einem Minimum von Kleidungstücken zur Kur fahren müssen. In der Kurklinik sind Waschmaschienen für die Patientennutzung gegen geringen Aufpreis. Hab mich erkundigt.

Mal sehen, wie heut die Wegelage ausschaut. Noch etwas gewaschen von seinen Lieblingssachen. Vorbei schaffen. Hoffentlich ist kein Glatteis. Zahnarzt, Krankmeldung in die Gärtnerei bringen, AOK, Reha Aktiv…Planung…
Wie sagte mein früherer Kollege Arno immer:
“ Gelle Susi, leichte hat`s man nicht aber leichte hat`s einen.“
Uns allen einen guten Mittwoch. Kraft den Stress der Tage besser bewältigen zu können.
Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Nun von mir auch mal wieder etwas. Die letzte Zeit war mit einiger Aufregung verbunden. Unser lieber Freund Lothar….Hatte so oft versucht ihn von der Wichtigkeit eines Telefons zu überzeugen. Bis vergangenen Sonntag…Muss erst was passieren. Fand Lothar kriechend, blutend in seiner Wohnung vor. Hatte Schwindelatacken seit Sonnabend früh, Zweimal mit dem Gesicht auf den Schrank gestürzt…Und kein Telefon. Na nun Krankentransport besorgt. Ein Glück das ich nicht auf Reisen war. Er wäre verhungert.

Jetzt liegt Lothar auf der Neurologie nebenan im Krankenhaus. Sein Kommentar am Sonntag “ Hätte nicht gedacht, das, das mal so schnell geht.“ Kann ja jeden erwischen. Deswegen ist`s doch ganz gut Vorsorge zu treffen bzw, die Papiere in Ordnung zu haben. Knall auf Fall ist alles anders. Vorübergehend, auf Zeit, für immer…Und solch sture, wiederspenstige aber auch liebe Kameraden, die kaum mit sich reden lassen. Nun muss ich dazu sagen Lothar mit seinen 80 Lenzen hatte bis vor kurze Zeit noch fast jeden Tag mindestens 5 km Fußmarsch absolviert. Beachtlich. Einkäufe, Vorträge, Besuche, Behördengänge+ was noch wichtig war.

Nun müssen wir sehen wies weiter geht. Reha Kur in Bad Klosterlausnitz nächstens. Hoffentlich tritt Besserung ein ohne fremde Hilfe gehen. Schicksale gibt es. Sein Bettnachbar ein jüngerer Mann, so in den vierzigern möglicherweise durch Sturz Querschnittsgelähmt. Schaurig. Hat das Leben noch vor sich…..Lothar befindet sich schon am Lebendsabend…..Meine Aufgabe seine Blumen gießen, Briefkasten leeren. Hoffentlich nimmt er jetzt Hilfe an. Vielleicht passiert noch ein kleines Wunder. Warten wir`s ab.

Ihr lieben, herzliche Grüße aus Lobeda von Musesuse und ein schönes Wochenende.

Read Full Post »