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Posts Tagged ‘Lieder’

Endlich, ein lang gehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen. In dem Jenaer Gasthaus Weintanne Schellenbier trinken und dem angepriesenem Angebot ,Speisen zum halben Preis ab 18 Uhr fröhnen. Seit einem Jahr spukt dieser Gedanke schon in meinem Kopf herum…. Mm die Thüringer Pfanne mundet ausgezeichnet. Ich genieße die warme Atmosphäre im Gastraum, leise Musik, Gespräche an den Tischen, viel Grün in den Fenstern. Der Tag läuft vorbei….

Erst Gärtnerei Boock, dann Studentische Mittagsandacht in der Stadtkirche. Theologiestudent Julian fand eingehende Worte. Hat mir gefallen auch die Kirchenlied Auswahl. Aus dem guten wird bestimmt mal ein brauchbarer Seelsorger, wie sein Bruder Tobias es werden möchte. Also ran ihr lieben Jungs….Hauptsache sie bestehen das Auswahlverfahren der Bayrischen Kirche. Überall wird gespart. Nicht jeder, der Theologie studiert, bekommt eine Pfarrstelle in diesem Bundesland ab nächsten Jahr. Viel Glück ihr beiden und verzagt nicht, falls eure Berufung scheitern sollte….

Ganz erfüllend war mein Ehrenamt im AWO Seniorenheim in Jena Nord. Eine Stunde singen mit den Bewohnern der 2. Etage. Wunschkonzert, Begeisterung. Eine liebe 99 Jährige sprühte förmlich bei dem rezitieren von Gedichten. Ihren 100. werde ich mit ausgestalten so Gott will…..Nach dieser Singerei noch den Kirchplatz ein wenig besungen vor der Stadtkirche, bis zur Öffnung der Weintanne. Das war schön, alte Lieder klingen zu lassen und immer mal ein Gedicht für liebe Menschen verschenkt. Auch Swantje blieb stehen, welche Freude für uns beide. Der Vollmond leuchtete am Himmel, Berührungen im Herzen. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen, am Himmel hell und klar…Schade das hier kein Baum steht, es könnte eine alte Linde sein oder eine Eiche…Stattdessen Blumenbepflanzungen, Pflaster, Bauzäune. Aber wann hat man schon einmal diese Stimmung, Abendlieder, Vollmond, liebe Menschen und das mitten im Stadtzentrum…

Mm das Schellenbier ist ein tolles Gebräu. Eines hat mir der Chef vom Gasthaus spendiert. Zum Wohl auf dich und diese nette Lokalität mit all ihren Annehmlichkeiten… Einige Meter von diesem gastlichen Ort entfernt verkaufe ich oft die Straßenzeitung. Auf ein Wohl mit dir du lieber Tag, ihr Gesänge, netten Studenten, lieber Mond….Auch erhebe ich das Glas Rotwein jetzt auf meine lieben Leser….

Alles Liebe wünscht von Herzen Musesuse

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Gestern war ja ein Wetter, den ganzen Tag Regen in Variationen. Ein rauschen unaufhörlich, die Wege aufgeweicht, nasses Laub, glatte Wurzeln…Normalerweise traut sich bei solchem Wetter kaum einer in den Wald. Aber gestern war der 34. Kernberglauf. Strecken von 15 und 27 km mussten bewältigt werden Bergauf und Bergab. Dieser Lauf gehört mit zu den schönsten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland. Über 1000 Teilnehmer.

Diesmal bin ich munter von Lobeda zum Steinkreuz ca. 5 km gewandert, die Gitarre dabei um für alle zu singen. Da oben war ein Verpflegungsstand. Alles gut durchorganisiert vom Veranstalter. Jedenfalls sang ich zwei Stunden im Regen. Erst rannte einer vorbei und dann wie eine Perlenkette bunt gemischt. Bekannte sind dabei. Viele freuten sich über die willkommene Abwechslung einige km. vor dem Ziel. Mit Musik begrüßt zu werden am Imbiss. Ja da steht man da und singt, greift in die Saiten, es regnet, Freude wärmt, vorbeirennende winken….Meine gute Quelle Wetterjacke erweist sich als nützlich. Am Freitag gab es fünf Zehen Knoblauch zum Abendbrot. Das musste sein, wieder etwas für die Gesundheit getan. Manche Läufer fotografierten mich. Den wilden Gesellen aus dem gleichnamigen Wandervogellied, sah ich bestimmt ähnlich. Klatschnasse Haare, das Wasser lief ins Gesicht aber die Lieder klangen weiter. Marathonsingen…Aber kalt war es mir nicht. Meine Gitarre ist schon einiges gewöhnt aber als der Regen stärker wurde, verlor sie an Klang. Da kam auch schon der Schlussläufer angerannt. Für ihn noch bunt sind schon die Wälder…

Dann ein Dankeschön an mich vom Verpflegungsstand+Tüten voll mit übrig gebliebenen Apfelstücken, Brot, Müsliriegeln und Bananen. Mit diesem Schatz im Rucksack lief ich einen Umweg über das Luftschiff, in Richtung Schöngleina. Der Weg war wenigstens ordentlich. Außerdem besitze ich kein Handy. Wenn was wäre….Auf so einem Hauptweg kommt eher mal einer vorbei. Und es regnete, Geräuschkulisse pur. Obwohl meine Jacke total nass war und die Feuchtigkeit durch die Sachen zog, fror ich nicht. Frisch gewandert mit der Aussicht dieses Jahr nochmal das Luftschiff bzw. Burgrabis zu sehen. Hier ein mitgebrachtes Schnäpschen getrunken und von den Schätzen gekostet. Ah das Bierchen mundete vorzüglich hinterher. Stellt euch vor, da war noch ein einsames Paar mit Hund unterwegs.

An dieser Raststelle hat früher eine Gastwirtschaft gestanden mit dem Namen Luftschiff. Unsere Vorfahren kannten diesen Ort noch als Tanz und Ausflugslokal. Jetzt stehen zwei einsame Gehöfte am Weg. Zum Männertag räumt dann ein Bewohner von hier oben Stühle und Tische vor das Haus. Bratwürste, Bier, Eigeninitiative die gerne angenommen wird. Im Winter ist viel Betrieb auf der Wöllmisse. Bei guten Schneeverhältnissen vor allem Skilanglauf….

Gestern war ich ungefähr acht Stunden im Regen unterwegs. Zuhause gab es heißen Kakao und noch einige Zehen Knoblauch. Das war ein Wetterchen, mein lieber Scholli….Aber Freude hatten wir alle zusammen. Meine Gitarre erholte sich schnell. sie klingt wieder. Solche Mutproben müssen auch mal sein .Wie sagte doch Friedrich Nietzsche " Was uns nicht umbringt macht uns stärker."

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Beflügelt vom schönen Wetter und dem Geistlichen Lied, o kommt und staunt, ging es heute Mittag mit der Gitarre auf den Jenaer Marktplatz.Erster Oktober, traumhafter Sonnenschein, Leben….Die ist ein Herbsttag wie ich keinen sah….Herbstbild von Friedrich Hebbel. Einige Male gesprochen mit und für liebe Menschen. R.M. Rilke, L. Uhland, H. Hesse, R. Doberenz…Herbstgedichte, Lieder, Marktleben, Bekannte gesehen, neugierige Blicke, da und dort eine spendierende Hand. Sei es das schöne Fischbrötchen von Musenschwester Roswitha oder die Münzen auf meiner Gitarrenhülle… und wiedereinmal altes Deutsches Liedgut zum klingen gebracht….Ja, dieses hat sich in jeglicher Hinsicht gelohnt.

Auf unserem Marktplatz ist schon in früheren Jahren viel gesungen worden. Studentenverbindungen, Chöre…." In Jene lebts sichs beene…."Die guten alten Lieder….. Ein wenig Schubert heute, Volkslieder, Minne, Madrigale….von mir. Vor einiger Zeit sagte eine ältere Dame: " So jemand wie sie, müsste 200 Jahre alt werden". Ja, ja aber das können wir uns nicht aussuchen. Nach einer Musenstunde verließ ich den trauten Ort und begab mich in die Stadtkirche Sankt Michael. Welch ein Glück, niemand orgelte. Dieser Raum gehörte mir. Sonne fiel durch zwei Fenster und mein Gesang füllte die Heiligen Hallen. Das war schön. An einer Wand hingen Bilder von ehrwürdigen Theologen der Friedrich Schiller Universität und Pfarrern der Stadtkirche. Zuletzt hatte ich in der Usedomer Kirche Geistliche Lieder gesungen und nun hier in meiner Heimatstadt. Medizin für Geist + Herz…..

Glücklich und beseelt von allen Berührungen dieser Mittagsstunden und gut gefüllten Beuteln, ging es wieder nach Lobeda. Dies ist ein Herbsttag wie ihn keiner sah. Die Luft ist still als atmete man kaum und dennoch fallen raschelnd fern und nah, die schönsten Früchte ab von jedem Baum……… Ja Weintrauben, Brot, Schmalz, Gurken, Eierlikör….Zum Wohl ihr guten auf den Oktober, Ernte Dank, 20 Jahre Deutsche Einheit, Musik und weiteres….

Alles Liebe und Gute uns allen, wünscht von Herzen Musesuse .

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Langsam gehe ich hinauf in meinen wilden Garten. Obstbäume, einige Stauden, sonst die übliche Bergvegetation, Laubwald. Die Robinien grünen noch etwas zaghaft als denken sie: Raus mit die Blätter oder rin mit die Blätter oder wie ? Grillen zirpen, der Wind spielt mit den Gräsern. Sogar Magaritten begrüßten mich unterwegs. Eine Blindschleiche lag auf dem Weg. Nach meinem berühren, schlängelte sie sich in das schützende Grün. Sie soll nicht überfahren werden. In meinem Kopf klingt das Lied : O Happy Day nach. Wir improvisierten es beim Auszug der Konfirmanden aus der Lobedaer Peterskirche. Das war ein schöner Gottesdienst mit Kirchenchor, Orgelspiel, volle Kirche und festlich gekleidete Konfirmanden. In der Predigt packte Pastorin Antje Leschik symbolisch den Lebensrucksack für diese 10 Jugendlichen. Gut war auch, das der Pfingstgottesdienst in unserer beschaulich, Dörflich anmutenden Peterskirche statt fand. Hier ist eine ganz andere Atmosphäre als in der großen Stadtkirche. Klein aber fein. O Happy Day mit Klavier und Gitarrensound im Gospelfeeling, das hatten sich die acht Mädchen und zwei Jungen gewünscht. Werden wir sie wieder sehen in der Gemeinde? Hoffentlich. So ging es mir auch. Nach Jahren der Abwesenheit zurück gefunden zu den lebensbegleitenden Wurzeln. Durch Kirchenchor und andere Aktivitäten, hat Glaube und Kirche seinen Platz gefunden im Dasein. Meinem Sohn geht es ähnlich. Er hat selbst schon gemerkt, was Christliche Gemeinschaft doch für ein kostbares Gut ist. Sie richtet auf, die am Boden liegen, trägt die Verzweifelten, stützt die Schwachen……..Nun werde ich noch in den Abendlichen Vogelgesang einstimmen mit einigen Liedern zur Gitarre. Um mich herum duftet es. Ja, der Mai, der Mozart des Kalenders…Dir möchte ich noch etwas singen.
Herzliche Grüße aus meinem wilden Garten von Musesuse

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