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Posts Tagged ‘Lebenswege’

Mensch, das war ein toller Abend gestern in Rödigener Kirche. 33 Zuhörer und stellt euch vor 240 € sind gespendet worden für die Truhenorgel. Mich sprach in der Pause eine Frau an. Konnte es gar nicht fassen, das ich in der Schule so stark gehemmt war vor allen in den höheren Klassen, leicht gestottert, Angst, das der Lehrer mich dran nimmt zum Kurzvortrag. Kinder können ja gemein sein….Lebenswege.

Mit 37 Jahren erst freiwillig angefangen Gedichte und Lieder zu lernen. Na besser spät als nie. Da könnt ihr mal sehen, das auch eine Verschuldung etwas gutes haben kann. Raus aus der Ohnmacht, ganz wenig Geld, Fänge der Bank…Idiellen Reichtum scheffeln, Gold im Kopf was nicht nur mir von Nutzen ist…

Hatte den Eindruck unser Programm ist gut rüber gekommen. Ingo Reimann hat trefflich Orgel gespielt, musikalische Umrahmung und einen kleinen Vortrag gehalten über Erich Kästner.  Schön mit der modernen Technik. Der Schriftsteller war selbst zugegen auf der Bildwand. Dank Dir Ingo für Dein Geburtstagsständchen zum 116…Haben sich doch unsere Vorbereitungen gelohnt. Aber diese Anspannung immer Stunden vorher vor solch großen Sachen….

Als nächstes steht ein Frühlingsprogramm an beim VdK und Caffee 13. Letzteres am 8. März 2015 um 15 Uhr Jena, Neugasse 13. Closewitzer Winterlinge nicht zu vergessen. Eröffnung der Freiluftsingesaison….Oh Morgensonne, blauer Himmel verspricht ein schöner Tag zu werden….

Uns allen sonnige, erfüllte Stunden, Tage…Liebe Grüße von Musesuse

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Eva Strittmatter ist heimgegangen 80 jährig. Einige ihrer Gedichtbände stehen in meinem Bücherschrank. Sie waren vor ca. 25 Jahren für mich erste freiwillige Berührungen überhaupt mit Lyrik. Mondschnee liegt auf den Wiesen, Zwiegespräch, die eine Rose überwälltigt alles. Geprägt auch durch Künstleronkel Orje, der sehr gute Literatur in seinem Hause hatte, da und dort zu blättern….Natur und Poesie eine Nische im altäglichen DDR Theater. Wenn Orje seine geselligen Abende abhielt mit Freunden, in Beulbar am Kamin. Wie oft lauschte ich seiner schönen Stimme zum kunstvollen Gitarrenspiel, Jiddische Lieder, Chansons, dies und das….in stiller Bewunderung.

Dieses prägte alles. Mich. Meine Zeit trotz Umwege über die Jägerei damals. Lebenswege…Im Wald und auf der Heide…Erste Kontakte mit Eva Strittmatter. Sprache, Farben, Tiefe, Stille…Der Stift wird mir selbst Freund Stimmungen nachzuzeichnen. Aufbewahrt in einem blauen Schnellhefter. Abgeschriebene Gedichte, mit Blaupapier kopierte Geschichten. Oft nachts geschrieben im Scheine der Kerzen, Schallplatten betönt oder vom Sender Rias.

Meine Mutter hatte gestern Geburtstag. Mein Geschenk war für die Eltern, die 13 Monate von Erich Kästner frei zu sprechen. Das rief ein großes erstaunen bei ihnen hervor. So lyrische Bilder und das von Kästner, ganz ungewohnt. Ich glaube, sie haben zum ersten Mal gemerkt, das ich auch was kann. Es war ein schöner ruhiger, wohltuender Abend. Wieder brennen Kerzen auf meinem Tisch, der Cistus Tee mundet. Kulturradio MDR Figaro läuft in meinem alten DDR Radio Rema Andante. Der Lebensblues rauscht durch meine Adern…

Die 13 Monate sind bei DTV erschienen und kosten 8.90 € mit schönen Illustrierungen. Eine kleine Leseempfehlung von mir auch Dr. Erich Kästners lyrische Hausapoteke sich nach Hause zu holen. Für 6.90 € preiswerter Gedichtegenuss von diesem großen Schriftsteller. Oder darf es etwas von Eva Strittmatter sein? Winterzeit- Lesezeit!

Liebe Grüße von Musesuse

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