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Posts Tagged ‘Leben’

2017 hat begonnen. Mal sehen, was es alles unter seinem weiten Mantel versteckt hält. Letztes Jahr 2016 ein gutes für mich gewesen. Von dem täglichen Rauf und Runter mal abgesehen, ganz ordentlich. Ideen, Projekte, Erfahrungen, vielfältiges buntes Dasein….Muss eben schauen mit gesundheitlichen Einschränkungen klar zu kommen….Und weiß, das es noch viel schlimmeres gibt als nur was an der Waffel zu haben. Bilder in Heimen, Krankenhäusern, im Haus, bei Ärzten bestätigen das….

Das neue Jahr begann für mich damit, endlich ein Weihnachtslied zu lernen, was seit längeren schon auf Warteliste. Stern über Bethehem Nr. 545 evang. Gesangbuch. Anstandsbesuch bei Muttern`s Geburtstag am 3.1. Leichter Stimmungsknick danach. Irgendwie alles in den Sternen, was dort mal wird. 5. Stock ohne Fahrstuhl…Hochaltrig…total überfrachteter Haushalt. Vater gestern schon an`s Herz gelegt, sich von Dingen zu trennen, verschenken, stiften…Als wenn es dann ernst wird, durch einschneidende Veränderungen gesundheitlicher Art….Leben ist endlich.

Bin froh im 6. Stockwerk mit Fahrstuhl zu wohnen. Schon paar mal was gebrochen. Wohnung gesundheits- und altersgerecht. So als sportliche Einlage jeden Tag einmal Treppe rauf, um beweglich zu bleiben. Wer rastet, der rostet…. Seit einigen Jahren gebe ich Dinge weg aus meinem Hausrat. Eigentlich hat das gereicht, was wir in der DDR hatten. Weniger ist oft mehr…Johannes alte Schule was geerbt, Kollwitzheim, Singerheim, Freunde, Frauenzentrum, Kleiderkammer, Kirchgemeinde, Kollegen…Und bei mir ist Luft. Weißt ja nicht, was noch kommt. Keine Angst, hat immer noch den Anschein, als wenn nichts fehlt.

Morgen nun zum Ehrenamtsabend in Jena Ost, Auszüge aus unserem Lutherprogramm. Pfarrer von dort wünschte sich ein kleines, heiteres Sahnehäubchen nach dem Essen. Nichts lehrreiches, kein großer Vortrag. Also Silvester etwas unterhaltsames raus geschrieben nebst Kopie für Musikus Ingo. Punkt 0 Uhr fertig geworden.

Auch schon bei uns angeboten zum Ehrenamtsabend in Altengönna, Kirchgemeindeverband Vierzehnheiligen. Noch kein Termin bekannt. Letztes Jahr gute Idee aus uns heraus schönen Abend gestalten. Genug fähige Leute. Müssen keine Sonderausgaben getätigt werden für Gastkünstler. Mit uns, für uns…So auch zum Theologengeiger gekommen. "Musik ist die beste Gottesgabe…" Martin Luther.

Na ja, bleibt doch zu hoffen, am 18. Februar 2017 zu Luthers Todestag dann das ganze Programm ungekürzt in Rödigen, zu gunsten Orgel und Gemeindearbeit. Möchten doch sehen, wie ankommt, was über kleinen Zeitraum gewachsen, Bauchgefühl, gute Literatur….

Nun ihr Lieben alle, die Hoffnung ganzbeinig, gesund durch den Winter zu kommen. Alten Socken über die Schuhe und los. Kannst dich ja nicht zu hause einmauern, weil Angst vor Schnee und Eis. Bleibt alle lieb behütet. Herzliche Grüße von Musesuse.

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Befreiung

Zur Zeit schreibe ich fast nur für mich ins Buch. Erkenntnisse, Analysen, Ereignisse…Merke über dem Gedanken notieren, Klärung zu finden für vieles, was mich gerad bewegt. Von außen angestoßen, inne zuhalten, meinen Weg neu zu überdenken. Umstrukturierung. Jetzt verstehe ich endlich Luthers Zitat." Anfechtungen sind Umarmungen Gottes." Früher bezweifelt. Letzten Donnerstag nach erfolgreicher guter Veranstaltung, anschließend im Gespräch totaler Absturz. Einige Male schon gewesen. Machst was tolles und hinterher kracht das Gebäude zusammen….Anfechtungen, alter Scheiß…

Die wichtigste Erkenntnis, endlich raus aus der Opferrolle. Alte Muster ade. Klingt einfach aber Stück Arbeit…Seit Jahrzehnten traumatisiert. Ist doch gut Freunde zu haben, die einem die Augen öffnen….Samstag auf Leipziger Hauptbahnhof, Buchhandlung ansprechende Postkarte gekauft. Sonnen überflutete Landschaft mit See und darauf steht." Leben ist das langsame Ausatmen der Vergangenheit und das tiefe Einatmen der Gegenwart, um genügend Luft für die Zukunft zu haben."

Gestern in Gärtnerei alle Herbstzeitlosen aufgekauft. Die find ich lustig. Blühen in der Packung bzw. wenn ein Loch gefunden, freier Blütengruß. Alle aus ihrer Gefangenschaft befreit. Kur auf meinem Balkontisch im Schatten der Brüstung. Ins Wasser getaucht und auf große Untersetzer gestellt. Besonders schöne Exemplare kommen als Dekoration mit zu Veranstaltungen. Herbstzeitlose blühen im Herbst aus der Knolle und grünen im Frühling. Aber kannst dir Beispiel dran nehmen. Hoffnungstragender Blühwille trotz gefangen sein, wie sie so verpackt bei Boock- Gartenkultur lagen….Später findet sich bestimmt eine passende Ecke in der Natur….

Heute wieder kleiner Marathon. Nicht gelaufen. Gesprochen. Herbstliches Programm für Senioren zum Herbstfest früher Nachmittag. Na freu mich schon. Ideen umsetzen…Nun mag es hell werden. Frühstücken und los in die Spur. Arbeit ruft…

Uns allen Achtsamkeit, Kraft, Zuversicht bei neuen Aufbrüchen…Liebe Grüße von Musesuse.

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Liedchen

Die Zeit vergeht.
Das Gras verwelkt.
Die Milch ensteht.
Die Kuhmagd melkt.

Die Milch verdirbt.
Die Wahrheit schweigt.
Die Kuhmagd stirbt.
Ein Geiger geigt.

Joachim Ringelnatz

Finde, passt zum November. Werden und vergehen…Jetzt wo der Ewigkeitssonntag ansteht, Gräber geschmückt…
Aus dem Leben gegriffen…Zaubert auch ein Lächeln auf die Gesichter…Eine angenehme Zeit uns allen. Liebe Grüße von Musesuse.

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Eine blühende Kastanie auf dem Jenaer Marktplatz. Rote Blütenkerzen über frischen grünen Laub. Daneben ihre herbstlich geflaggten Schwestern. Aufleben, feiern, neben Vergänglichkeit. Wie das Leben gestrickt ist.

Mich hat`s seit dem letzten Sonntag leicht erkältungsmäßig erwischt. Na wenigstens nur beim Schnupfen geblieben. Mein geldliches Budget in Medikamente angelegt. Zahlt die Kasse nicht. Hausärztin hat mich auch nicht gesehen. Soviel Muggen jetzt. Zum Glück geht`s singen und sprechen. Gott sei Dank!!!

Vaters Festlichkeiten ausgelassen. Möge er mir verzeihen. Am Ende gedacht wer weiß, wozu es gut war? Familientheater oft aufreibend. Von meinem Sohn Johannes nur am Telefon gehört, das es ihm gut geht. Kämpfe jeder an seinem Platz. Sohni meinte früher immer gern“ Das Leben ist kein Ponnyhof .“ Ja Johannes, angekommen. Viel Glück auf deinem Weg. Uns geht`s oft wie der blühenden Kastanie auf dem Markt. Wechsel von Freuden und Traurigkeit. Mensch sein in allen Schattierungen…

O Leute, schöne Muggen erlebt. Singen mit meinen Lieben am Dienstag in der Altenburgerstraße. Frau Härtel, Berliner Urgestein sang olle Kamellen, Zickenschulzes aus Bernau…Wir haben fast flach gelegen vor lachen. Und alles ohne Prozentiges.

Mittwoch Herbstprogramm in Eisenberg beim Bund der Vertriebenen. Gleich kleine Vorübung für gestrige Veranstaltung in Lützerodaer Kirche. Sehr gut angekommen. Stimmige Gedichte zum gemeinsamen singen oder Harmoniumspiel. Liebe Kräuterfee hatte Kirche wunderbar dekoriert mit allem, was der Garten her gab. Schmaus für Seele, Augen, Ohr, Zunge. Ursel hatte köstlichen Zwiebelkuchen gebacken. Mm lecker, Blech ist alle geworden. Lob der Bäckerin…

Mittwoch frug mich eine Frau, ob ich meine Veranstaltungen als Arbeit sehe? Nein als Seelentherapie. Gestern war ja auch der Tag der Seelischen Gesundheit. Zur Woche der Seelischen Gesundheit in Jena, am 22.10.15 um 15 Uhr in der Neugasse 13, gestalte ich eine Lesung zum Thema bunt sind schon die Wälder. Eigene Texte, gemeinsames singen, passende Lyrik. Damit am Freitag das Literaturfrühstück gefüllt in Winzerla, bei der Volkssolidarität. Zuhörer waren ganz Ohr…

Nun nutze ich die Morgensonne zum schreiben neben Cospedaer Kirche. Etwas Wärme in einer kühlen zugigen Ecke. Gemeinde strömt…Orgeleinweihung. Das für unmöglich gehaltene ist Wirklichkeit. Gleicht einem Wunder. Ca. 76 Tausend Euro teuere Projekt dank vieler Spenden, Eigeninitiativen vom Freundeskreis Cospedaer Kirche, Förderern…Dran bleiben, Visionen haben, hat sich gelohnt. Das ist ein Fest…. Uns allen einen erfüllten Sonntag…

Ja leben wir unsere Träume. Allen eine gute Zeit. Liebe Grüße von Musesuse.

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Premiere

Hab meine gute alte Gitarre aus DDR Zeiten wieder im Gebrauch. Heut schon zum zweiten Male seit dem Ewigkeitssonntag. Schöner voller Klang. Zwar zeigen Risse, das ihre besten Tage vorbei sind. Weiß gar nicht wobei das passieren konnte,,,Aber 16 Jahre sind eine lange Zeit. Die Hülle geklebt mit Rollenpflaster an zwei Stellen…Auslaufmodell DDR Gitarre mit eigener Geschichte….

Ja auch die alten Dinge haben Wert. Mein altes Radio läuft heute noch, meine alte EXA, die alten Stühle…wir, Ich….Zeitung, Fernsehen uninteressant…Zu viel Wissen was runterzieht, was krank macht. Neuer Anlauf in gezählte Nachmittage, Ein Stück mit an unserem Haus bauen…Ein Wohl auf meine Insel. Kraft tanken, Ruhe genießen in dieser quirligen Zeit. Weihnachtsmärkte haben geöffnet. Ohne mich. Werd nur kurz vorbeihuschen. Neutrale Zohnen erhalten….

Für alle, lebt euer Leben und laßt euch nicht leben…Allen Idealisten einen lieben Gruß von Musesuse.

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Mensch, diese Geschichte vom letzten Sonntag hat mich ganz schön gebeutelt. Irgendwie kamen da auch Gedanken an die eignen schwachen Stunden im März. Dank dem Bruno Gröning Freundeskreis hatte ich da die Kurve gekriegt. Außerdem fühlt Frau sich noch im nachhinein beschissen bei der Überlegung, welcher Aufgaben man dann nicht mehr nachkommen kann im Falle…Gerad zu erleben, die Freude der Senioren in den Einrichtungen…Kollwitzheim, anderes..Diese Tiefs…blöd…

Aber wißt ihr was, die freiwillige Feuerwehr Nerkewitz bekommt einen netten Brief von mir, mit einer kleinen Spende am Sonntag. Zwar verschwinden die schrecklichen Bilder damit nicht vom letzten Sonnabend aber die Kameraden soll`n sich was gutes tun. Wichtig ist auch der Nachsatz Musesuse aus der Liga der psychisch Kranken, Genesenden+ Labilen. Sowas geht einem doch nicht am Arsch vorbei. Jemand aus unseren Reihen ist gekentert auf schlimme Weise. Wenn schon, was ruhigeres hätte sich besser gemacht….

Das ist aber auch schwer den Kopf oben zu behalten in Krisenzeiten. Leben kann Kampf bedeuten. Merke selbst nur über negatives gesprochen und Kraftverlust. Ungutes zieht herunter. Reicht falsch zu denken…Aktion Schwebebalken…Total verrückt, kleine Auslöser, große Wirkung. Na das Personal von der Notaufnahme hier im Klinikum, hat gestern gleich noch was bekommen. Bei REWE gekauft guten Kaffee, Jakobs Krönung mit dem Verwöhnaroma + 5 Liter Apfelsaft. An die Leute, die, die “ Drecksarbeit“ machen muss gedacht werden. Bin zwar nur Geringverdiener aber was man im Herzen hat…Allen helfen geht nur im Gebet.

Jetzt ist Wochenende. Bei Boock- Gartenkultur in Jena- Lobeda Herbstfest von 9-16 Uhr. 18.10.14 Viele nette Aktionen sind geplant. Suppe, Kuchen, Apfelsaft, Pizza, Obstsortenbestimmung und, und. Werd Innendienst machen. Heut nicht geschafft wegen zwei Veranstaltungen.

Na uns allen hoffentlich Leichtigkeit, gute Gedanken, Zuversicht wacker vorwärts zu schreiten….Liebe Grüße von Musesuse

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Zs, kr fegt der Wind die Blätter auf der Straße. Wirbelt sie in der Luft herum wie Vogelschwärme. Kz, kr, hui Blätterballett.. Heut ein warmer Ewigkeitssonntag. Hui, fauch orgelt der Wind in der Stromleitung. Bss..Novembermusik….Sitze auf meiner Bank in Cospeda, gerad die Brotbüchse leer gefuttert. Wurstbrot, Mispeln, saure Gurken zum Mittag. Um mich herum spielt das Leben…

In der Straßenbahn schminkten sich jüngere Mädchen…Ausgehen…Party, Tanz, Caffee, Liebster….? Wobei zu bemerken wäre ohne Schminke sehen sie auch reizend aus. Na wer weiß, wem sie gefallen wollen? Schwarze Augen, roter Kussmund….In froher Erwartung…Lebensfacetten. Trauer um Verstorbene und da pralle Fröhlichkeit….Der Weihnachtsmarkt scharrt schon mit den Hufen. Ab morgen ist`s vorbei mit der Städtischen Ruhe bis zum 23. Dezember….

Geh noch in die Closewitzer Kirche, wo auch den, in diesem Jahr Entschlafenden gedacht wird im Gottesdienst. Und ein Kerzlein entzündet wird für jeden von ihnen. Hinterher fragte mich der Pfarrer, was wohl hängen geblieben wäre…Ja die schönen Lieder, einzelne Fragmente der Predigt. Dies ist ein Themenreicher gebündelter Vortrag. Man müßte sich Stichpunkte notieren….So fließen die Worte durch einen durch. Lebensnahe Gebete vom Pfarrer stellvertretend für alle formuliert.

Eine gute besinnliche Stunde…Gemeinsames erleben, hören, singen, Brot und Wein teilen. Wir sind fast alle beladen mit Dingen, die uns gerade beschäftigen. Aber ich denke, die anderen haben auch was mit genommen, sei es nur Bilder, Begegnungen mit den Nachbarn, ruhige Momente, wieder einmal im Kirchlein gewesen zu sein, den Segen….Ewigkeitssonntag, noch ein wenig innehalten….Ja das Leben…Nun noch mal dieses tolle Gedicht von Rilke, heut auch in Lobedaer Peterskirche gesprochen:

ICH LEBE MEIN LEBEN

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

RAINER MARIA RILKE

Uns allen einen guten Start in die Woche…
Liebe Grüße von Musesuse

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