Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘jena’

“ Jedem Anfang liegt ein Zauber inne“.
-Hermann Hesse.

Der Februar ist gerade eine Stunde jung. Draußen der nächtliche Himmel vom Mondlicht durchglüht, dazu noch die weiße Landschaft. Das ergibt eine besondere Stimmung, so dass die Nacht nicht mehr undurchdringlich schwarz erscheint.Da sind die Bilder von Anfang der 80iger Jahre, meine abendlichen und morgendlichen Pirschgänge in unser Hegegebiet zwischen Laasdorf und Zöllnitz. Bei Mondenschein war alles wunderbar hell und vertraut. Ich höre noch das murmelnde Fließgeräusch des kleinen Flusses Roda, mit den Wildenten die immer mal geschnattert haben. Ja so ein Mondaufgang ist auch etwas feines. Erst ist er ganz unscheinbar und dann gewinnt er immer mehr an Leuchtkraft. Wenn es lebendig wird im Wald, die Tiere ihre Schutzräume verlassen um auf den Wiesen zu grasen kann man sie gut beobachten. Und heute sitze ich beim Radio, diese Jagd ist aufgegeben vor 20 Jahren. Meine Freude auf kommendes läßt mich nicht schlafen. Heute kommt eine neue Straßenzeitung heraus. Wir Verkäufer werden mit einem leckeren Frühstück verköstigt und dann geht es hinaus damit. Unsere Kunden warten schon auf die Neuauflage. Holger mein lieber Kollege möchte 500 Stück verkaufen und dann auf Wanderschaft gehen den Jakobsweg nach Spanien. Dafür wünschen wir ihm alle Glück und Gottes Segen.Er ist ein guter Kerl. Viele interessante Gespräche hatte ich schon mit ihm vor dem Jenaer Kaufhaus C&A. Neue Ideen motivieren auch mich. Mir geht es oft so das mich Gedanken, Ideen und Kreativität beflügeln. Die Talfahrten des Januar lasse ich hinter mir und fliege dem Licht entgegen.

Euch allen auch einen schönen Neuanfang wünscht von Herzen Musesuse.

Advertisements

Read Full Post »

Ja, singe wem Gesang gegeben heute wieder im Kirchenchor. Wir üben an einem geistlichen Musical. Einige Sänger mehr als das gewöhnliche Bild. Werden sie auch noch da sein nach diesem Projekt? Nun warten wir es ab. Zum Abschluss gab es ein Gedicht von mir gesprochen zur Freude aller:

Erich Kästner
Keiner blickt dir hinter das Gesicht

Niemand weiß , wie reich du bist…..
Freilich mein ich keine Wertpapiere,
keine Villen, Autos und Klaviere,
und was sonst sehr teuer ist,
wenn ich hier von Reichtum referiere.

Nicht den Reichtum, den man sieht
und versteuert, will ich jetzt empfehlen.
Es gibt Werte die kann keiner zählen,
selbst wenn er die Wurzel zieht.
Und kein Dieb kann diesen Reichtum stehlen.

Die Geduld ist so ein Schatz,
oder der Humor, und auch die Güte,
und auch das übrige Gemüte.
Denn im Herzen ist viel Platz
Und es ist wie eine Wundertüte.

Arm ist nur, wer ganz vergisst,
welchen Reichtum das Gefühl verspricht.
Keiner blickt dir hinter das Gesicht.
Keiner weiß, wie reich du bist…..
( Und du weißt es manchmal selber nicht )

Findet ihr nicht auch? Es passt in diese Zeit. Ein großer Reichtum ist auch unsere Stimme.

Darum singt mal wieder wünscht sich Musesuse

Read Full Post »

Spätlese

In meinem CD-Player läuft eine Aufnahme unseres Weihnachtskonzerts aus dem Jahre 2003. Vieles kommt mir bekannt vor. Natürlich ähneln sich die Lieder oft, denn so viel Chorliteratur gibt es für kleine Chöre nicht, aber ich entsinne mich daran, dass wir verschiedene Variationen von „Es ist ein Ros entsprungen“ gesungen haben. Gut, dass unser Kantor immer mal ein Konzert aufgenommen hat. Ist es doch eine schöne Erinnerung für uns Mitwirkende. Das Durchschnittsalter in unserem Chor ist 60 Jahre aufwärts. Bald wird uns ein Tenor verlassen und woanders weiter studieren. Dann bin ich wieder die Jüngste mit meinen nunmehr 48 Jahren. Junge, wie die Zeit doch vergeht. Eben grade mal wieder Weihnachten gefeiert. Nur in den Kirchen werden noch Lieder dieser Zeit gesungen. Unser Markt erstrahlt in einer beschaulichen Ruhe. Vor kurzem noch lag eine Glühweinduftwolke über ihm. Abends während des Turmblasens und danach war an den vielen trinkenden Besuchern vorbei kaum ein Durchkommen. Jetzt kann man es nur erahnen welches Leben sich rund um unseren schönen Weihnachtsbaum abgespielt haben muss. Die Festtagsgäste gehen wieder ihrer Wege, so wie mein Sohn einige Tage bei uns war – ein bisschen da und dort feiern, das Jenaer Nachtleben genießen, bei Opa und Oma vorbeischauen. Für mich bleibt der Aufwasch, das Wegräumen der Geschenke. Dieses Jahr gab es wunderbare Kräutertees, die hatte ich mir gewünscht. Nun zieht wieder Normalität ein. Weniger üppige Essereien, dem Tagwerk nachzugehen, Hauptsache in Bewegung bleiben. Seit ich so schwer bin mein innigster Wunsch, der mich immer begleitet: Wieder in die Berge steigen, so oft es möglich ist.

Liebe Grüße,

MuseSuse

Read Full Post »

Es wird wieder Winter. Die Natur zeigte sich bereift als hätte eine Winterfee alles verzaubert. Als ich heute mit der Straßenbahn in die Stadt fuhr, lag die Burgauer Flur bis zum Stadion weiß ummantelt. Wahrscheinlich tut auch der Dampf des Heizkraftwerks das übliche.  Durch die Wasserdampfschwaden, die aus dem hohen Schornstein hervorquollen, war die Natur märchenhaft, mit einer dicken weißen Raureifdecke, eingehüllt. Vorsichtshalber hatte ich mich heute etwas wärmer angezogen für den Straßenzeitungsverkauf. Und so stand ich an meinem Stammplatz in der Jenaer Johannisstraße und betrachtete das Leben um mich herum. Der Bratwurstmann freute sich über die Kundschaft, das ist nicht immer so. Manchmal läuft bei ihm kaum was, wenn da nicht so eine kleine Biertrinkerrunde jeden Tag vorbeikäme, hätte er kaum Abwechslung. Ich freue mich über liebe Bekannte die stehenbleiben. Hier und da ein Gedicht gesprochen oder ein paar nette Worte. Eine liebe Frau, die hier wohnt, beschenkt mich ganz rührend mit einem warmen Schal und Mütze sowie guten Dingen zum Naschen. Eine kleine Flasche Sekt ist dabei, die trinke ich auf ihr Wohl, dass sie schön gesund bleibt, mit ihrer Wandergruppe noch viele gute Erlebnisse hat und so aktiv und rüstig bleibt wie jetzt. Der Sekt perlt in meinem Glas mit den eingeschliffenen Fasanen darauf, zu DDR-Zeiten gekauft in dem Geraer Forst- und Jagdausstatter. Ich trinke auch auf die Wanderung durch das Leben. Bald offenbart sich wieder ein neues Jahr, ganz nah sind wir daran. Es liegt vor uns wie die Weite der Landschaft…

Wintergrüße von MuseSuse

Read Full Post »

Wer kennt sie nicht die gut gefüllten Kirchen in der Advents- und Weihnachtszeit? Unser Kantor hatte mit uns eine schöne festliche Weihnachtsmusik einstudiert. Und wo vor ich mich bis her immer gedrückt ,hatte im Quartett zu singen an dem 4. Advent, gleich mehrere Male. Zu erst diese Anspannung, ein zittern am ganzen Körper, die Stimme mit und der Gedanke:“Hoffentlich komme ich durch das Lied hin durch“. Bei jedem Chorsatz wurde es besser, das zittern ließ nach, ich hatte alles vorher geübt zu Hause. Es war mir als müsste ich durch dieses Nadelöhr gehen. Sich stellen den Ängsten, etwas wagen. Sonst singe ich immer mal auf dem Marktplatz zur Gitarre und außer einer kleinen Anspannung über meinen Wagemut ist nichts zu merken. Nun ist auch dieses Eis gebrochen im Quartett in der Kirche zu singen vor vollen Bänken. Wie bin ich glücklich darüber. Um 23. Uhr in der Christnacht war es wunderschön. Meine Suche nach dem Stern und dem Stall von Bethlehem hatte sich gelohnt. Hier ist es gewesen der Zauber der heiligen Nacht. Auch auf Bildern die auf eine Leinwand projiziert wurden, eingerahmt von Stimmungsvollen Liedern und Texten. Ein Teil davon unser kleines Quartett. Der Geist meiner Omi Margarete mit ihren 111 Jahren hat auf der rechten langen Spitze des Adventsstern gesessen, mit den Beinen gebaumelt und uns angelächelt. Unsere Muse Großmutter. Heute feiern wir ihren Geburtstag. Zum Wohl liebe Großmutter Margarete, zum Wohl liebe Maria und Josef, auf die Geburt Jesu, unser Leben, das schöne Singen und auf diese besondere Zeit.

Danke lieber Gott für dieses wunderbare Geschenk. Halleluja!

Frohe Weihnachten euch allen wünscht von Herzen Musesuse

Read Full Post »

Dieser Tag war wieder ein schwarzer für mich, zumindestens einige Stunden. Da stehen meine Wecker schon in der Stube und ich laufe hin und drücke sie aus und lege mich wieder ins Bett, das seit Tagen. Dem folgt immer mehr eine innere Zerrissenheit, Verlorenheit, ein unsichtbares Gefängnis in dem das eigene Sein gefangen ist. Schon folgen Gedanken nicht an der geliebten Betriebsweihnachtsfeier teilnehmen zu wollen. Nur verkriechen in das Schneckenhaus, weg vom frohen Plaudern der Kollegen, weg von den guten Speisen aus Töpfen und Pfannen. Es könnte ja alles zu viel sein, zu laut, ich reise vor mir selbst aus. Dann kommt nur WARUM? Warum diese Gedanken, diese Schwere, diese viele Schlaferei? HÄTTE ich nicht genug zu tun? KÖNNTE dem Tag viel LEBEN GEBEN von früh bis Abend mit sinnvollen Beschäftigungen……..
Na wenigstens war es im Seniorenheim ein ausgefüllter Nachmittag. Rege Gespräche waren im Gange, der Kuchen schmeckte, mein mit gebrachter Wein war ein Volltreffer. Am Schluss blieben einige sitzen und sangen die alten Lieder mit. So bekam der Tag doch noch Farbe. Alle Gemütsäußerungen hängen von unseren Gedanken ab. Das weiß ich schon lange und probiere einen Neuanfang.

Leben, Frieden und Farbe wünscht Musesuse.

Read Full Post »

Feierliche Momente

Die Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach laufen schon das zweite mal in meinem CD-Player. Im Radio war neue konzertante Musik zu hören, wie an jedem Donnerstagabend. Nur heute wollte bei der Disharmonie nicht die richtige Schreiblust aufkommen. Endlich kann ich auch  meinen 8. Kalender fertig beschrieben weglegen. „Nur gut schon den November dafür genutzt zu haben“ denke ich “ So etwas braucht Zeit“. Sollte es doch wieder etwas besonderes sein für die Lieben. Hinten eigene Texte und vorn Fotos mit meiner alten Spiegelreflexkamera EXA aufgenommen. Außer unserer Kalenderverschenkaktion wollen wir uns in der Familie nichts schenken, jedenfalls nichts Konsummäßiges. Den Heilig Abend bitten meine Eltern zu sich nach Hause, ganz den familiären Traditionen entsprechend. Die Betonung liegt auf familiären Traditionen. Gemeinsam singen, essen, zuhören. Früher ist in der Schlacht des Geschenkeauspackens viel untergegangen von der eigentlichen Besinnlichkeit des Heiligen Abends. Diesen Abend könnte ich mir auch draußen vorstellen. Ein Bäumchen geschmückt in der freien Natur, heiße Getränke mit genommen oben die Weite des Sternenhimmels. Da fallen mir Impressionen eines 24. Dezembers ein vor einigen Jahren. Mit der Gitarre sang ich Weihnachtslieder auf der Wagnergasse in Jena. Um 18 Uhr läuteten die Glocken der Stadtkirche und mit dem Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ umgab mich ein feierliches tiefes inniges Gefühl erlebt in diesem Moment, später nie wieder nur das eine Mal. Meine Angehörigen waren traurig, das ich nicht gleich da war wie sonst immer. Aber solche außergewöhnlichen Momente wünsche ich jedem mal….

Grüße von Herzen von Musesuse

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »