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Posts Tagged ‘Freude’

Vor mir liegen Fotos. Luise meine kleine Nichte, süß. Inzwischen ist sie fünf Wochen jung. Was wird sie alles erleben? Kleines Menschenkind entdeckt die Welt. Hell und dunkel, Farben, Konturen, Bewegungen. Unglaublich was so ein Säugling gerade im ersten Jahr für Fortschritte macht. Unserer Schwester Christiane ist diese Freude anzusehen. Eine wunderschöne Mutti, Blumengleich….Im November kommen die Drei mal nach Jena. Das wird bestimmt ein nettes Familientreffen….

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Liebeslyrik. In meinem Schatz fehlte so etwas ein wenig bisher. Hier nun zwei Gedicht die mir besonders gefallen:

Hermann Hesse

LIEBESLIED

Ich bin der Hirsch und du das Reh,
Der Vogel du und ich der Baum,
Die Sonne du und ich der Schnee,
Du bist der Tag und ich der Traum.

Nachts aus meinem schlafenden Mund
Fliegt ein Goldvogel zu dir,
Hell ist seine Stimme, sein Flügel bunt,
Der singt dir das Lied von der Liebe,
Der singt dir das Lied von mir.

LIEBESLIED

Ich wollt ich wär eine Blume,
Du kämest still gegangen,
Nähmst mich zum Eigentume
in deine Hand gefangen.

Auch wär ich gern ein roter Wein
Und flösse süß durch deinen Mund
Und ganz und gar in dich hinein
Und machte dich und mich gesund.

Hermann Hesse

Allen Liebenden wünsche ich Träume, Worte, Früchte, Geborgenheit und uns allen Frieden, im inneren+ äußeren.
Den Kindlein Wärme und Liebe.

Herzliche Grüße von Musesuse

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Herbstanfang. Die Vorboten leuchten schon seit einiger Zeit. Klingt nicht ein wenig Wehmut mit, wenn die Mähdrescher auf den Getreidefeldern unterwegs sind? Altweibersommer, Taukunst in Spinnennetzen Sonnendurchflutet, kürzere Tage, längere Morgennebel. Reife in Gärten, Feldern und an Bäumen. Brauner Acker, Erde vorbereitet für die nächste Saat. Zwiebelzöpfe Trockenblumen geschmückt, verführen zum Kauf. Vergnügungen, Stadtfeste, Karussell und Federweißer, Musik, Erntetanz…..

Herrliches Wetter, Ausflügler….Bahn fahren durch das Saaletal. Ortschaften, Burgen, Weinhänge….liebliche Landschaft. Goldrutengelb, Asternblau, von wilden Wein geflaggte Holunderbüsche, zarte Wolkenbilder…..Brot, Wein und Käse im Rucksack. Freude im Herzen, Gedichte, Ruhe, Betrachtungen….Bald werden wir wieder zusammensein… meine lieben Musenkinder. Möge es ein guter Tag werden in Halle…..

In der Regionalbahn geschrieben am 23. September 2010

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Am 8. September 2010, brachte meine Schwester Christiane mit 36 Jahren, in Dresden ihr erstes Kind zur Welt. Welche Freude….Ich glaube unsere Mutter war aufgeregter als das junge Paar. Der Papa kam mit dem Kinderwagen vor die Entbindungsstadion gefahren und holte klein Luise mit der überglücklichen Mutti nach Hause. Stellt euch vor 7 km wanderten sie zu dritt bis dahin.

Das erinnert mich an die Geburt meines Sohnes Johannes,am 10. Juli 1990. Abends davor noch um 20 Uhr, trug ich mein Fahrrad in den Keller. 22 Uhr fingen die Wehen an und früh um 3.31 Uhr hatte Jena einen neuen Bürger. Eine Bekannte unserer Schwester Fritzi, die am gleichen Tage entbunden hatte erzählte, das der Johannes so schön nach Knoblauch roch in seinem Glasbettchen. Knoblauch aß ich schon immer gern und am 9. Juli waren es 5 Zehen zum Mittag. Man muss sich doch gesund ernähren während der Schwangerschaft. Ich erinnere mich noch an den Versuch Kniebeuge nach der Geburt zu machen. So gut war mein Wohlbefinden.

Schade, das keiner bei diesem freudigen Ereignis der Entbindung dabei war, von meiner Familie. Solch große Momente…..Christianes Freund leistete Beistand. Jeder Frau wünsche ich wenigstens einmal ein Kind auszutragen. Schon die Schwangerschaft…..dieses Werden, die Entwicklung dieses kleinen Wesens im Bauch der Mutter. Mein Sohn hat immer am Tage geschlafen und Nachts begann er mit seinen Turnübungen. In der Schwangerschaftsberatung wurde ein klingelnder Wecker auf meinen Bauch gestellt, um ihn wach zu machen. Das gelang meist nur für kurze Zeit. Nach einigen schnelleren Herzschlägen des Fötus, stellte sich wieder ruhige Gleichförmigkeit ein. Johannes ist und war auch meist ein ruhiger Zeitgenosse.

Den glücklichen Eltern und Luischen wünschen wir alles Liebe von Herzen. Diese Entwicklung des Babys…. Das erste Lächeln, greifen, strampeln, die kleinen Händchen und Füsschen….wachsen, werden, Fortschritte…… Unsere Familie ist gewachsen. Mein 20 Jähriger Sohn hat eine Cousine und ich bin Tante. Hurra!!!

Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinder! ( Zitat nicht von mir )

Herzliche Grüße aus Jena von Musesuse

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Nun bin ich wieder in meiner Plattenbau Wohnung in Jena Lobeda. Im CD Player läuft die Hausmusik von der Familie Eller aus Schmirn, in der Besetzung Hackbrett, Querflöte, Gitarre, Akkordeon. Meine Gedanken sind voll von farbigen Urlaubsbildern. Am Mittwoch bin ich noch einmal zur Vögeler Alm hoch gewandert, Käse holen. Diesmal war die ganze Gegend in Sonne gebadet. Einige Bänke mag ich besonders an diesem Weg. Wasser trinken, Geistliche Lieder singen und den Blick schweifen lassen. Ein Dankeschön an unseren Herren auch mit bestimmt über 130 kg so gut beieinander zu sein. Und das hättet ihr sehen mögen, weiter oben die Aussicht auf Schnee bedeckte Bergketten. Das einzige was lästig war, die Pferdebremsen. Kaum blieb man stehen, da kamen sie gleich Blutgierig angeflogen. Erst in 2000 m Höhe hatte ich meine Ruhe.

Was denkt ihr, wie frische Buttermilch schmeckt? Ich war so begeistert gleich eine große Flasche voll mit ins Tal zu tragen. Es war wieder nett auf der Vögeler Alm sitzen vor dem Haus. Zur Begrüßung gibt es hier einen Obstler für den Wanderer. Dem 13 jährigen Sohn Lukas von der Almwirtschaftlern Freude bereitet mit Liedern und Gedichten. Später saß der Junge im Heu bei seinen kleinen Katzen, die in einem Karton untergebracht waren. Sie hatten schon die Äuglein auf und erkundeten die Welt. Mama Katze fauchte mich an, als ich ihr Kinderglück betrachtete. Ja das Bild zum Abschied Lukas und seine kleinen Freunde….

Mit meinem Käseschatz und der guten Buttermilch ging es zurück. Auf der tiefer gelegenen Seapen Alm noch etwas Camenbert gekauft für meine lieben daheim. Der Rucksack war tüchtig schwer. Eine dunkle Wolkenwand zog auf aber ich lief gemütlich den Weg hinunter. Über den Bergen war der Himmel schwarz. Zum Glück zog das Gewitter woanders hin. Wie froh waren auch die Bauern, ihre Heuwagen trocken in die Scheunen zu bringen, die von den Almen kamen.

Im Latterer Hof war es auch schön. Die Valentina und der Helmut sind zwei ganz liebe. Den Frühstückstisch hättet ihr mal sehen sollen. Obst, selbstgemachte Butter, Marmelade, Joghurt. Abends gab es immer ein Schnapsel. Gottes Segen für euch alle und hoffentlich ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Geschrieben am 23. Juli 2010, Impressionen aus meiner Österreich Reise (Navis) von Musesuse

Was sagte einmal ein Tiroler Bischof: " Es gibt viele Wege um zu Gott zu kommen und einer führt über die Berge…"!

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Mm der Kaiserschmarrn war ein Genuss. Dazu Apfelmus, Preiselbeermarmelade und die gute Kuhmilch von hier oben. Vor mir auf dem Tisch stehen zwei Wiesenblumensträuße. Schön wieder einmal auf der Vögeler Alm einkehren, in 2178 m Höhe. Der gute Helmut vom Latterer Hof hat mich ein Stück gefahren. Geheimnisvoll. Im Tale schien schon die Sonne und weiter oben lag noch alles in den Wolken. Nebelschwaden zogen den Berg hinauf. Ab und zu lichtete sich dieser Vorhang und gab die Bergwelt frei. Ein besonderer Zauber. Himmelsbläue, Stückweise besonnte Almen, Kühe mit Glockengeläut, farbige Blumenwelt. Die Tautropfen haben mich erfreut an den Bäumen, Blumen, Gräsern. Mal sehen, wie die Fotos werden? Da und dort stehen bleiben, Wunder am Wegesrand bestaunen, etwas singen…Bin langsam wie eine Schnecke. Es treibt mich nichts, nur die Freude den lieben Blumen begegnen und auf den Almen auszuruhen.

Gestern war alles in den Wolken, es regnete leicht. Aber gleich 20 Grad kälter gewesen. Dieser Temperaturabfall, erst so warm und dann nur 10 Grad in Navis. Mir stand der Wunsch nach Jagatee. Trotzdem bin ich los gezogen zur Peer Alm. Da ein wenig gesungen. Am besten haben die Kühe vom Latterer Hof zugehört. Interessant, wie auch die Tiere sich freuen. Bestimmt haben sie Abends besser Milch gegeben.

Jetzt gibt es einen Tee mit Rum. Bin froh die Jacke mit zu haben. Im Teich springen die Forellen. Wolkenschwaden ziehen gemütlich vor mir die Bergsattel hinauf. Naturtheater pur. Herrlich hier draußen sitzen, dem Kuhglockengeläut lauschen, den Bergwassern. Am Hang leuchten die roten Alpenrosen. Bilder von unseren Karpatenwanderungen durch Rumänien, in den achziger Jahren werden lebendig. Mit Kraxe, Zelt und Schlafsack unterwegs. Ja, ja die Berge….Cousin Andre der immer so schön Feuer gemacht hatte am Abend, Sternenhimmel, Lieder….Was haben wir alles zusammen erlebt? Im Jahre 2000 hatte er sich das Leben genommen. Friede seiner Seele! Auf dich trinke ich jetzt noch einen Schnaps lieber Andre.

Geschrieben auf der Vögeler Alm über Navis (Österreich) am 19. Juli 2010 von Musesuse

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Mögest du in Frieden leben, mit dir und deinem Nächsten.

Mit kindlicher Freude die warme Jahreszeit genießen, die Ferien und die Wunder am Wegesrand.

Mögest du immer eine Quelle finden, um deinen Durst zu löschen.

Mögen Freibäder, Seen und Bäche dich wohltuend erfreuen.

Genieße die morgendliche Frische des neuen Tages.

Mögen Bäume an deinem Weg Schatten spenden und die warmen Sommerwinde dich streicheln.

Halte deine Träume fest, lass Kreativität und Ideen freien Raum.

Mögest du viele Sommer erleben im Wandel der Zeiten.

Sei gut behütet von den Engeln des Herrn und lieben Menschen.

Diese Wünsche sind im Juni des letzten Jahres entstanden. Geben wir die Hoffnung nicht auf, trotz kühler Witterung doch noch von warmen Winden gestreichelt zu werden.
Euch allen eine segensreiche Zeit wünscht von Herzen Musesuse

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Ich freu mich, daß am Himmel Wolken ziehen
Und das es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
– Das Amseln flöten und das Immen summen,
Das Mücken stechen und das Brummer brummen.
Das rote Luftballons ins Blaue steigen.
Das Spatzen schwatzen. Und das Fische schweigen.

Ich freu mich, das der Mond am Himmel steht
Und das die Sonne täglich neu aufgeht.
Das Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
Gefällt mir wohl. da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmal klugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn !
Ich freu mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freu mich vor allem, das ich bin.

In mir ist alles aufgeräumt und heiter:
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.
An solchem Tag erklettert man die Leiter,
Die von der Erde in den Himmel führt.

Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
– Weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.
Ich freue mich, das ich mich an das Schöne
Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.
Das alles so erstaunlich bleibt, und neu !
Ich freu mich, das ich….Das ich mich freu.
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MASCHA KALEKO

Dieses Gedicht hat mir im letzten Jahr eine jung gebliebene Achtzigerin in der Gärtnerei rezitiert. Ebenso wie ein anderes mal den Mai von Erich Kästner als sie merkte, das ich auch Gedichte gern lerne. So geht das öfters. Ich höre oder lese ein schönes Gedicht oder Lied und denke dann, das könnte man lernen. Zuletzt waren es zwei heitere Gedichte von Heinz Erhardt. Da geht dann immer ein scharfer Wind durch das Gehirnstübchen und fegt die Spinnweben hinweg der Stagnation. Altes frisch halten und neues dazu lernen ein Lebenselexier.
Seid alle ganz lieb gegrüßt von Musesuse

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Nun wieder grünes Licht für mich, meine Leistungen zu steigern. Die Ärztin war zufrieden mit mir. Einige Multivitaminpräparate holte sie aus ihrem Schrank. Werde ihr auch mit ein paar Fotokarten eine Freude bereiten. Nun sitze ich in der sonnigen Gärtnerei und lasse es ruhig angehen. Die Kollegen haben viel zu tun. Allerlei Pflanzen sind geliefert worden. Nächste Woche beginnt mein Dienst wieder. Heute nochmal das WC reinigen und Abends das Büro. Wenigstens etwas die Kollegen unterstützen. Dieses grün und die vielen Blüten, sind ein Vorgeschmack auf den Wonnemonat Mai. Wie heißt es doch bei Erich Kästner, der Mai:" Im Galarock des heiteren Verschwenders, ein Blumenzepter in der schmalen Hand…."Dazu später mehr. Meine Schwächezustände nehmen von Tag zu Tag ab. Mit kleinen Freuden und viel Ruhe gewinnt alles an Farbe. Gestern war wieder einmal so eine gute Andacht in der Jenaer Stadtkirche. Wir sprachen gemeinsam den Psalm 104, meinen Lieblingspsalm. Danach folgte der weltbekannte Text Spuren im Sand, gelesen von Theologie Studentin Nicole Pusch. Ein Moment des innehaltens, träumens im Anschluss untermalt von dem sphärisch klingenden Orgelspiel einer anderen lieben Theologie Studentin. Balsam für die Seele. Schon bevor diese kleine Mittags Andacht begann, waren die heiligen Hallen von Orgelmusik erfüllt. Unsere große Orgel wird auch zu Übungszwecken genutzt. Das ist schon etwas. Die Kirchentür steht offen am Tag und lädt ein zur Ruhe zu kommen, in sich zu gehen oder einfach nur sich die Architektur anzuschauen. Wer gut zu Fuß ist, kann die vielen Stufen zum Turm erklimmen. Die wunderbare Aussicht belohnt diese Anstrengung. Jena eine Stadt, eingebettet im grünen und von Höhenzügen umsäumt. Die ersten Kunden haben ihre Einkaufswagen beladen mit leuchtenden Pelargonien, einigen Porreepflanzen und Petersilie. Da werden sich die noch leeren Beete dieser Hobbygärtner aber freuen. Und ich mich auf meine kommenden Tätigkeiten, die mir schon von ferne winken.
Alles Liebe wünscht Musesuse

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