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Posts Tagged ‘erinnerungen’

Gleich fängt in Australien das neue Jahr an. Zuerst auf einer, von den Weihnachtsinseln um 12 Uhr unserer Zeit, dann Togo und um 14 Uhr in Australien. Bei MDR Figaro meinem Kultursender gibt es wissenswertes über das feiern und tanzen in verschiedenen Ländern. Vorhin ein Streifzug durch Moskaus Nobelbars und jetzt Argentinien. Tango….Auch an eine tolle Sängerin denke ich da, an Mercedes Sosa. Leider ist sie schon im Künstlerhimmel. Die Stimme Lateinamerikas.

Vor 10 Jahren haben wir an der Türkischen Rivera Silvester gefeiert. Internationales Publikum, gute Musik….Die Köche boten ihre Künste noch kunstvoller ,als man das im 5 Sterne Hotel schon gewohnt war. Am Mittelmeer waren es ungefähr 15 Grad Wärme. Nach Strandgängen saßen wir gern vor der Paradiesbar Tee und Rake trinkend. Das Meer rauschte und starke Winde zausten Lothar und mich. Einige Jahre später war ich mit meiner Cousine noch mal dort in der Bar. Stellt euch vor, sie haben nach Lothar gefragt. Ja unter Türkischen Sternen haben wir auch viel erlebt und gesehen. Wenn ich ganz, ganz sparsam lebe, reichts noch für kleine Reisen.

Letztes Jahr zum Jahreswechsel bei lieben Freunden in Halle gewesen. Nach dem 23 Uhr Gottesdienst anschließend im Kirchgarten, am Feuer gesungen mit einer lieben Chilenin. Das war sehr schön diese gemeinsame Begrüßung des noch jungen Jahres. In Chile singt man auch das Lied danke für diesen guten Morgen und natürlich Taize Lieder. Frischer Schnee, guter Morgen, erfüllte Herzen…

Und dieses Jahr sitze ich am Radio nach getaner Arbeit. Meerschweine ausgemistet, Wohnung gewischt, Wäsche gewaschen, Müll hinunter getragen…Mal ordentlich Knoblauch gegessen. Das muss auch mal sein. Außer Spaziergängen an frischer Luft, geht natürlich nichts nach dem Genuss von diesen guten Sachen. Probiert mal frisches Brot mit Leberwurst oder Butter und Knoblauch geschnitten darauf. Lecker!!! Mit gerösteten Brot wäre das noch besser, hab ich gehört. Aber mir reicht schon wieder, das ein Zahn aus meinem Gebiss gebrochen ist bei dem Genuss von einem Lachsbrot. Da gibt es einmal Lachs und dann….So liegt doch Freud und Leid oft ganz nahe zusammen.

Zum Glück hat die Wetterlage gestern einen Abstecher nach dem Ortsteil Wöllnitz zugelassen. Oma Erna feierte ihren 88. Geburtstag im Kreise ihrer Lieben. Sie ist eine meiner treuesten Sängerinnen bei unserem singen, in der DRK Begegnungsstätte Lobeda. Das war eine schöne Geburtstagsrunde. Gemeinsames singen zur Gitarre, erzählen, essen, trinken. Der Weihnachtsbaum war auch eine Pracht mit Bienenwachskerzen, gelben Scharfgarbenblüten, Alliumkugeln..Mutter Natur ließ grüßen….Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen, war unser erstes Lied. Ich denke, dieser schöne Nachmittag hat allen gut getan. Zum Abschied wurde noch Mangold aus dem Garten geholt…..

Ja das Jahr geht langsam zu Ende. Draußen knallts schon ein wenig. Für mich wird es ein ruhiger Abend. Radio hören, in Gedichtbänden blättern, das eine und andere Weinchen trinken, in den Erinnerungen kramen….
Und uns allen einen guten Jahreswechsel. Rutschen wir hinein in das noch unbekannte, geheimnisvolle neue Jahr……
Alles gute wünscht dabei Musesuse.

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Der 22. November 2010 zeigt sich grau, Schneeregen vermischt. Es soll kälter werden. Heute ist der Tag der Hausmusik. Ja in einigen Familien noch gepflegt. Musizieren miteinander, füreinander. Und das hoffentlich in Harmonie. In meiner Kindheit erlebte ich oft das Gegenteil. Die Erinnerung an unsere Hausmusik, hat nicht nur einen positiven Anstrich. Freud und Leid eines kleinen Mädchens…Ja das Leben schreibt Geschichten….

Schade das so ein nasser Tag ist, sonst wäre wieder Raum für Straßenmusik. Aber dieses wird in der Adventszeit nachgeholt. Außerdem zwischen Ewigkeitssonntag und ersten Advent, was will man da singen?

Mit Lothar sitze ich beim Italiener in der Jenaer Johannisstraße, Tiramisu probieren und einem Cappucino dazu. Der Gute strahlt wie ein kleiner König. Bilder vom Gardasee, Navene, Malcesine, Limone, Olivenhaine, pulsierende Gardesana, Leben in den engen Gassen, Spaziergänge, Singereien, werden lebendig. Mediterranes Flair und Hochgebirge zu finden in Malcesine, mit dem Gebirgszug Monte Baldo. Werden wir da nochmal hinkommen? In der Art mit Halbpension, Busfahrt und Zeit zur eigenen Verfügung, zu erschwinglichen Preisen?

Nun ja, das nächste Jahr ist nicht mehr gar zu weit. Die Urlaubsziele gesteckt. Hoffentlich macht die Gesundheit auch mit. Die Wünsche sind da, Hoffnungen, Sehnsüchte…..Darauf hin arbeiten, ein Ziel vor Augen, Träume greifbar und doch so weit entfernt. Wir kennen das alle. Geduld haben, warten, einen Tee trinken….Und draußen gibt der Herbst dem Winter die Hand.

Euch allen ein warmes Zuhause wünscht von Herzen Musesuse

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Der September neigt sich. In der Gärtnerei sind die ersten Wurzelnackten Beerensträucher geliefert worden. Vorbereitungen laufen auf Hochtouren um allen Obstgehölzen und Rosen eine Fachgerechte Unterbringung zu gewährleisten. Herbstzeit- Pflanzzeit. Meine Aufgabe war heute Erdbeerpflanzen zu topfen. Ein gutes Werk die verpackten Pflänzchen aus den Kartons zu befreien, ihnen Liebe, Licht und Erde geben….Gottes Segen durfte auch nicht fehlen. Handgriffe gelernt in den 80 iger Jahren, wo wir in der LPG Gärtnerei in Zöllnitz tausende Pflanzen getopft haben. Links den Topf genommen, dann die Pelargonie, Erde in den Topf, Pflanze rein, andrücken, rechts wegstellen…..

Die Erdbeeren, die ich vor einiger Zeit versorgt habe, sind wunderbar am wachsen mit frischen grünen Blättern. Ja der Lohn meiner Arbeit….In Anbetracht der Notwendigkeit dieser Handreichungen, schob ich heute eine Sonderschicht von 9- 15 Uhr. Gedanken gingen mir durch den Kopf…Eine liebe Musenschwester ist vor kurzer Zeit entschlafen. Ich höre ihre Stimme, sehe sie lachen….Sigrid ging mit ihrem Schicksal um. Die Kunst des Malens beseelte sie. Ausstellungen waren ihr eigen. Aus den Abgründen des Menschlichen Dasein Farben finden, Auswege, Darstellungen suchen. Ihr Jetzt und Hier ausfüllen trotz vieler Klinikaufendhalte, der Nebenwirkungsreichen Medikamente. Leben, Seiltänzerin am Strom der Zeit, Worte, Bilder, Verzweiflung, Träume….Friede deiner Seele du gutes Mädel….Deine Kunstwerke bleiben, Kompositionen im Farbfeuerwerk….Erinnerungen…

Die Nacht birgt alles unter ihrem Mantel. Radio, heißer Tee, Heimat, Kreativzeit, Erde unter den Fingernägeln….Fühlt euch wohl ihr Erdbeerpflänzchen in eurem neuen Zuhause…

Fragen bleiben unbeantwortet, Schleier umhüllen das Wie….Wir leben weiter, gehen unseren Weg….
Herzliche Grüße von Musesuse und kommt gut in den Oktober.

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Sich Zeit nehmen, die Augen schließen, Musik ein atmen. Bilder des Tages ziehen vorbei wie Schneeflocken im Wind. Mir tut diese Meditation gut. Eine wunderbare Ruhe legt sich auf mein Inneres. Nur bewusst atmen, die Musik inhalieren, sich lösen von Verkrampfungen. Ich sehe die Schattenspiele der Büsche und Bäume im Schein der Straßenlaternen auf dem Heimweg. Schmecke noch den guten Kuchen von Gudruns Geburtstagstafel. Fühle das Glück unserer kleinen Singegemeinschaft. Und jetzt in mich hinein hören, all die Gespräche, die Sonnenstunden, die Farben des Tages, die Studentische Andacht in der Jenaer Stadtkirche, die Erinnerungen….Fragen und Ängste bleiben weit hinter mir. Es wird hoffentlich alles wieder auch mit meiner Stimme. Werde jeden Tag mit Olivenöl gurgeln, das soll helfen. Immer mal einige Singeübungen probieren.

Die Musik tut gut. Zum Abendbrot gab es Knoblauch und Kefir. Seit bestimmt 8 Jahren kultivieren wir einen Sauermilchpilz mit guten Eigenschaften. Ob am Essen oder so getrunken immer eine Wohltat. An einen lieben Bekannten muss ich denken der schon 50 Jahre mit Meditation beste Erfahrungen macht. Er sagte “ So wie sie sich helfen können, kann ihnen keine Psychotherapie helfen“. Und so schließe ich wieder meine Augen,höre meinen Atem, spüre in mich hinein begleitet im Rhythmus des Weckers, untermalt von Flöte und Gitarre. Auf der Straße vor dem Haus Geräusche von vorbei fahrenden Autos. Ich sehe mich stehen im Poncho auf der Gasse. Große Schneeflocken im Wechsel mit Sonnenschein. Irgentwie roch es schon nach Frühlingserwachen in der Luft. Den freundlichen Bratwurstmann, sein heißer Kaffee, sein lachen, bunte Menschen, Bewegungen…..Sich Zeit nehmen…

Alles Liebe und Gute wünscht von Herzen Musesuse

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Erster Advent Anno Domini 2009.

(c) Peter Becker

Vor mir der frisch gebrühte Kaffee. Advent kommt von adventare, das heißt: Ankunft. Die Freude des Wartens, wie wir Christen sagen, auf den Herrn. Abseits von dem Schneegestöber der Musikberieselung auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten mit ihren süßen Verlockungen. Ein Warten auf das, was kommen wird – jeden Tag. Kerzen brennen, geben der Stimmung Raum, die uns berührt. Halle-Süd schläft noch. Ein beleuchteter Schwippbogen im Fenster des Hauses nebenan. Grauer Himmel gibt Novemberstimmung wieder. Die Katzen meiner Freunde warten auch neben blühenden Pellargonien. Hier hat der Frost noch nicht gewirkt. Es ist schön am Frühstückstisch zu sitzen und zu philosophieren. Was braucht der Mensch? Eine gute Frage in dieser konsum- und verbraucherorientierten Zeit.

Jetzt fängt sie wieder an, die Zeit der zahlreichen Weihnachtsfeiern. Einladungen flatter ins Haus, da und dort zu singen. Am meisten freue ich mich auf meine Straßenmusiken auf dem Jenaer Kirchplatz. Die Bilder des letzten Jahres schwingen noch in mir. Der schöne Adventsstern am Eingangsportal der Stadtkirche, sein Leuchten in der Dämmerung, vorbeilaufende Menschen, meine Lieder, die den Platz erfüllen. Wie glücklich war ich im letzten Jahr über den ersungenen 5-Liter-Karton mit Apfelsaft. Ja, diese Zeit hat etwas geheimnisvolles. Im Herzen spüre ich dieses, in den dunklen Ecken, verlassenen Winkeln, unterwegs, in den Traditionen, Erinnerungen. Freuen wir uns auf diese Zeit.

Ein besinnliches Miteinander wünscht von Herzen MuseSuse

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