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Posts Tagged ‘engel’

Es ist doch immer wieder erstaunlich hier in Lobeda, also zwischen hohen Betonmauern Feldhasen und anderem Getier zu begegnen. Das belebt. Welch Freude. Vorhin sah ich einen grasen im Park vor unserer Tür, in Begleitung von einer Schar Elstern. Letztere hüpften neugierig herum. So gibt es doch oft Erlebnisse, Begegnungen, Bilder die fröhlich stimmen und das Herz erwärmen. Gestern offenbarte sich folgendes Bild. Ein schwarzes Luxusauto kunstvoll verziert mit goldenen Kastanienblättern. Bruder Baum hat wieder gute Arbeit geleistet. Oder war es Bruder Wind? Hatte keine Zeit zu fragen.

Meine Ärztin hatte mir am Freitag Medikamente mitgegeben, Antidepressiva für den Bedarfsfall. Folgende Nebenwirkungen Unruhe und Anregung der Milchproduktion. Der Hilfsgedanke ist gut gemeint aber….Muss denn auch immer gleich zur Pille gegriffen werden? Ein sonniges Wochenende stand bevor. Kleine Erfolgserlebnisse versüssten….So ein i Tüpfelchen war die Aktion offene Kirche am Samstag. "Nachtfieber" in der Katholischen Kirche von 20.15 Uhr- 23 Uhr. Kommen und gehen nach Wunsch. Kerzenschein, Gesang, Segen….Diese Stimmung atmen, ruhig werden, abgeben was belastet. Den Pfarrer wollte ich nicht in Verlegenheit bringen als Evangelisch getaufte Schwester. Leider gibt es da immer noch Barrieren…

Der Segen schwebte wie ein Engel durch die Bankreihen und schaute alle liebevoll an. Freue mich schon auf den 3.12.2011 da gibt es eine Wiederholung von Nachtfieber. Apropo Advent. Am 7.11.dieses Jahres zum Seniorentreffen wird schon zum Herbstlichen Teil adventliches gewünscht. Dieser Art Gedichte halte ich ja übers Jahr mit frisch. Aber die Lieder? Eigentlich erst kurz vor Ewigkeitssonntag…Ist doch immer eine kleine Umstellung von quer durchs Jahr in die Adventszeit und wieder zurück. Bin doch kein Automat.

Uns allen eine gute Woche. Liebe Grüße von Musesuse aus Jena.

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Gospelnacht in der Stadtkirche St. Michael. Baustellenflair nett hergerichtet. Benefiz zugunsten der großen alten Dame. Die Elektrik wird neu verlegt, Bankheizung erneuert. Ein Millionenprojekt. Spendenaufrufe hallen durch Jena. Später muss noch die Orgel überholt werden. Wo sonst die Bankreihen waren nackter Beton+ einige tiefe Gräben. Aufgestellte Stühle und Biergarten Sitzgruppen.

Mm das kühle Blonde mundet, Kerzen leuchten auf den Tischen, Stimmengewirr. Singender Einzug der Chöre. Mich begeistern die Rytmen…Zwar ist mir das Englisch nicht vertraut aber mal ganz erheiternd, nach diesen trüben seelischen Tieflagen so eine schöne Sache zu erleben, wie heute auf der Baustelle. Stadionatmosphäre für einen guten Zweck. Keybordsound, frohlockende Stimmen. Jetzt etwas ruhiges Deep River…Der Chorraum ist in einem warmen rot beleuchtet. Noch strahlen die Engel in den großen Glasfenstern. Wein gibt es, Würste…. An alles ist gedacht, spendiert von lieben Firmen. Dieser Abend ist für mich auch ein kleiner Nachtrag zum 50. Geburtstag, zusammen mit lieben Menschen das Besondere erleben. Rot, Grün, Lilanes leuchten vorn im Kirchenraum…Das fetzt und diese tollen Chorsätze…..

Ja Ideen sind gefragt um Spender zu begeistern oder einfach nur etwas gutes zu tun, mit großen Nutzen für alle. Kirchen sind nicht nur Andachtsorte sondern auch Kulturzeugnisse. Ich versuche mit Gedichtprogrammen Auftittsorte zu finden in Begegnungsstätten, Kirchen und anderes. Geldliche Erwartungen spielen keine Rolle. Natürlich wenns mal was gibt, ist die Freude groß aber für den guten Zweck…. Benefiz ist mir lieb. Letztens im Seniorenheim gab es einen guten Saft aus dem Reformhaus und die Einladung, doch jeden Monat Stimmung zu bringen. Schön gel…Hatte extra zwei lila Petunien mitgebracht und diese in die Mitte gestellt. Hatte so eine Freude mal einen kleinen Rock n roll in die Runde zu stellen…..Mir wars einfach so. In einem anderen Heim tanzen die jüngeren gern. Anders hier, mit den Volksliedern liegt man richtig+ Schunkellieder. Schneewalzer, Kufsteinlied, du, du liegst mir im Herzen….Zum Rennsteiglied im Kreis herum marschieren, die Senioren klatschen. Da kommt Freude auf….

Bilderwechsel. Die Engel verblassen in den Fenstern. Nur noch Konturen getragen von der Dunkelheit. Irischer Segenswunsch….Die kostbare alte Kanzel ist in Folie gehüllt. Ein geheimnisvolles leuchten geht von ihr aus. Wann wird da wieder jemand predigen? Bestimmt erst Anfang des nächsten Jahres, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Bis dahin haben wir Geduld. Danke für diese klingenden Bilder heute Abend….Danke allen Mitwirkenden und fleißigen Helfern, die dieses Konzert erst möglich gemacht haben…. Danke den Spendern…

Liebe Grüße aus Jena von Musesuse

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Der gestrige Sonnabend hatte etwas besonderes. Viel Licht…..Sonniger Markt mit seinen bunten Verkaufsständen, verweilende Passanten….Marktflair behütet vom Hanfried, wie er im Volksmund genannt wird. Johann Friedrich, Gründer unserer Universität. Unter einer Kastanie stehend mit Straßenzeitungen, sah ich diesem Treiben zu. Manche blieben stehen um ein Gedicht zu hören. Was wäre die Welt ohne liebe Gönner? Eine Engelkarte wollten sie nicht. Schade, die verschenke ich so gern. Von Engeln behütet, ist doch eine schöne Sache. Der Erlös dieser vormittäglichen Beschäftigung wurde zum Gemüsestand getragen. Meine vier Engel auch. Alle fanden einen dankbaren Menschen. Ja ihr lieben geflügelten Wesen, euch bestelle ich nach bei Foto Michel. Die Filme herausgesucht…

Nun zurück zum Licht. Es strahlte auch auf der Dankeschön Veranstaltung des Kirchkreises Jena für alle Ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie der Diakonie. Die Kirchenchöre zählen dazu, + alle die unser Zusammenleben und Wirken unter dem Dach der Kirchen verschönern. Miteinander- Füreinander. In der Einladung steht….." Ist es wahrhaft unverzichtbar, dass sich Menschen mit ihrer Lebenszeit und Kraft, mit Ideen und Ausdauer einbringen, oder wie es heute heißt: ehrenamtlich engagieren." Was wären wir ohne Lektoren, Orgelspieler, Kirchenblattverteiler, rührigen Frauen, Männern, helfende Hände bei Seniorennachmittagen, Besuchsdienst….und mehr?

Unter einem Bibelzitat aus Prediger 3,13 trafen wir uns alle zum gemeinsamen Miteinander in der Mensa.
" Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinen Mühen, der ist eine Gabe Gottes."

Genuss für alle Sinne. Heiteres Kirchenkabarett….wusste gar nicht, das es auch sowas gibt. Lieb umsorgt mit Gtränken, die Gläser gefüllt, kullinarische Spezialitäten gekostet…Keiner wird hungrig nach Haus gegangen sein. Danke ihr guten alle, die ihr so schön gekocht habt, vorbereitet….Danke dem Einkaufszentrum Globus Isserstedt für seine Unterstützung. Danke für diese Idee, den vielen Ehrenamtlichen einige schöne Stunden beschert zu haben. Meiner Meinung nach macht sich das am besten mit solch einem geistvollen, kullinarischen Zusammensein, wie gestern gehabt. Besser noch als Urkunde oder Medallie. So gewürdigt und gestärkt schauen wir in die Zukunft.

Freuen wir uns alle auf weiteres, gehen in unseren Aufgaben auf…Wie heißt es im Kanon: Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen, Gesundheit und Frohsinn sei auch mit dabei.
Liebe Grüße von Musesuse

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Ein Wetter zieht auf. Das müsstet ihr sehen, wie schnell sich der Himmel bewölkt und die Gipfel in den Wolken verschwinden. Durch all diese dunklen Himmelsschiffe versucht die Sonne immer mal ein paar Strahlen hindurch zu schicken. Die Valentina vom Latterer Hof sagte gerade, es hätt in Innsbruck so schlimm gehagelt. Hoffentlich kommen meine Leute wieder gut den Berg hinunter. Mich hat es heuer zum Naviser Kirchlein gezogen, umgeben vom Friedhof. Jetzt finden dort immer die Bestattungsandachten statt. Ein mit Engeln ausgeschmückter Altarraum zur rechten und zur linken. Bilder mit Biblischen Szenen an der Wand. Die Kirchgemeinde Navis verfügt über einen neueren Kirchenbau. Hier traf ich auch den Pfarrer. Mein Urlaub ist für mich Pilgerweg als Pilgerin zwischen den Welten.

Ein wunderbares Erlebnis hatte ich mit zwei lieben Schwestern aus Dresden, an einer Kreuzung. Als sie mich mit Gitarre bepackt sahen, war ihre Freude groß und wollten gern, das ich etwas singe. Wacker in die Saiten der Gitarre gegriffen und geträllert. Stellt euch vor, eine von den beiden tanzte ganz unbeschwert auf der Straße. Lebensfreude, feiert die Feste wie sie fallen! In der Türkei hatte ich mit Cousine Jana solch Erlebnis in einem Dorf. Sie tanzte zu meiner Musik auf der Dorfstraße. Frauen bedachten uns mit Mandelzweigen als Geschenk. Selten erlebt man so viel Spontanität. Dieses erleben war ein großes Bonbon für mich.

Anschließend ging es noch am Gebirgsbach entlang in die Aue. Eine Freude zu sehen, wie das Wasser über die Steine springt. " Munter rauscht das Bächlein silberhell, Vöglein es pfeift so hell. Fohlen ( Kühe) springen lustig übers Feld, schön ist die Welt….." Aus dem Böhmischen Lied Frühlingszeit.

Frisch ist es geworden. Wolkenfetzen hängen am Berg. Vorhin noch recht warm gewesen und jetzt kann man die Jacke anziehen. Dieses Erlebnis mit der tanzenden Schwester geht mir nicht aus dem Sinn….

Geschrieben am 17. Juli auf der Veranda vom Latterer Hof in Navis (Österreich), von Musesuse.

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Mögest du in Frieden leben, mit dir und deinem Nächsten.

Mit kindlicher Freude die warme Jahreszeit genießen, die Ferien und die Wunder am Wegesrand.

Mögest du immer eine Quelle finden, um deinen Durst zu löschen.

Mögen Freibäder, Seen und Bäche dich wohltuend erfreuen.

Genieße die morgendliche Frische des neuen Tages.

Mögen Bäume an deinem Weg Schatten spenden und die warmen Sommerwinde dich streicheln.

Halte deine Träume fest, lass Kreativität und Ideen freien Raum.

Mögest du viele Sommer erleben im Wandel der Zeiten.

Sei gut behütet von den Engeln des Herrn und lieben Menschen.

Diese Wünsche sind im Juni des letzten Jahres entstanden. Geben wir die Hoffnung nicht auf, trotz kühler Witterung doch noch von warmen Winden gestreichelt zu werden.
Euch allen eine segensreiche Zeit wünscht von Herzen Musesuse

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Nur noch einige Meter zu meinem Hauseingang an diesem lauen Novemberabend. Ein Vogel erfüllt mit seinem Lied das Dunkel. Ich lasse den Tag Revue passieren, die letzten Stunden. Die Klaviermusik von der CD klingt nach, und in mir steigt die Frage auf: „Kommt mein Sohn ordentlich zum Bahnhof, während ich im Seniorenheim singe?“

Nach einer herzlichen Umarmung geht es mit der Gitarre in das Phönix-Seniorenheim. Ganz wohl ist mir nicht dabei und doch gehe ich hin. Habe es schließlich versprochen. Mein Unwohlsein verstärkt sich auf der Demenzstation. Ein undefinierbarer Geruch schlägt mir entgegen und löst Übelkeit in mir aus. Dazu die Menschen, vom Verfall geprägt, auch Junge in meinen Alter.

Die Schwestern und einige Bewohner freuen sich über mein Erscheinen. Hier habe ich eigentlich schon öfter gesungen und für Stimmung gesorgt. Heute ist es anders, es kostet Überwindung zu singen. Da sehe ich einen Engel, der mich ganz lieb anschaut und einer Frau die Hände salbt. Er bzw. sie schaut und lächelt, meine Übelkeit löst sich in Freude auf, ich singe wie eine Heidelerche. Die Leute tanzen, singen, klatschen in die Hände zum Takt der Musik.

Meine Idee eine Polonaise durch die Station zu bilden, wird gern angenommen, der Engel schwebt als Letzter hinterher. Wir laufen singend durch alle Gänge. Die Bewohner sind zufrieden, ich auch. Und mein Sohn ist gut zum Bahnhof gekommen. Zwar einiges vergessen mitzunehmen, aber das bringen wir ihm am Freitag nach. Vielleicht sehe ich den Engel mal wieder im Trubel der Stadt.

Euch allen einen Engel wünscht Musesuse

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