Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Buchhändler’

" Gib der Seele einen Sonntag und dem Sonntag eine Seele!" Peter Rossegger.
Ja genau das haben wir heute getan, meine Musenschwester Rosa und ich. Premiere für die Gedichte, die 13 Monate von Erich Kästner in der Öffentlichkeit. Als erster Aufführungsort hatte ich das Zentrum für Seelische Gesundheit von der Diakonie gewählt. Lustig zum 13.2.2011, im Kaffee 13, Neugasse 13 um 3 bzw. 15 Uhr, die 13 Monate…Hier ist ein sehr dankbares Publikum. Einmal im Monat findet das Sonntagskaffee statt. Erst zusammen sitzen bei Getränken und Kuchen im vertrauten Miteinander. Dann eine Lesung oder ein Diavortrag oder gemeinsames singen und sonstiges kulturelles.

Es ist gut, das die Besucher Ansprechmöglichkeiten haben, sich treffen, basteln, Karten spielen und anderes von Montag bis Freitag. Viele leben am Rand der Gesellschaft oft auch von Vorurteilen, Spott, Unwissenheit gedemütigt. Dabei sollten wir nicht vergessen, das jeder eine psychische Erkrankung bekommen kann. Gut das es solch rührige kirchlichen Einrichtungen gibt….Ein Netz das auffängt, trägt, schützt…

Rosa spielte phantastisch Altblockflöte. Sie ist im Blindenverband. Wie sie ihr Leben meistert fast blind…? Für uns Sehende kaum vorstellbar…Wir beide harmonieren gut zusammen. Das freie Sprechen ohne Buch der 13 Monate, ist ein Geschenk zu meinem 50. Geburtstag dieses Jahr. Halte deine Träume fest…Probieren geht über Studieren. Meine halbe Familie war heute unter den Zuhörern. Die fünf besorgten Kästner Bücher wurden gern mitgenommen. So hatte ich richtig gedacht, wem diese Gedichte gefallen, der kann ein Buch mitnehmen. Wird doch gleich mein Buchhändler von der Jenaer Bücherstube mit unterstützt.

Im April werden wir mit dem Kirchenchor und meiner Rezitation, zum Thema Jahreslauf in der Drackendorfer Kirche brillieren. Schön mal etwas anderes als Leidensgeschichte Christi musikalisch aufführen. Wie sonst üblich in der Passionszeit. Dieser Leidensweg zieht mich oft nach unten, macht traurig….Dieses Jahr nun Lyrik und Chormusik im sakralen Raum…..vermutlich zu Palmarum, eine Woche vor Ostern. Wird bestimmt ein Erlebnis für alle.

Read Full Post »

Der Juni

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so sehr wir es bedauern.

Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.

Es wird und war. Es war und wird.
Aus Kälbern werden Rinder
und, weil’s zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder.

Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten.
So ist’s bestellt in unsrer Welt,
der besten aller Welten.

Spät tritt der Abend in den Park,
mit Sternen auf der Weste.
Glühwürmchen ziehn mit Lampions
zu einem Gartenfeste.

Dort wird getrunken und gelacht.
In vorgerückter Stunde
tanzt dann der Abend mit der Nacht
die kurze Ehrenrunde.

Am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
ob’s Wunder oder keine gibt.
Und nächstens wird es Sommer.

ERICH KÄSTNER

Wer noch mehr Interesse hat für Gedichte von Erich Kästner, der möge sich die Bücher besorgen; Die 13 Monate und Dr. Erich Kästners Lyrische Hausapoteke. Beides im Buchhandel zu haben, nicht teuer, im dtv erschienen. Zum lesen, lernen oder in geselliger Runde vortragen. Die Atmosphärischen Konflikte sind aus der Lyrischen Hausapoteke. Da sind einige Gedichte darinnen, die ich gelernt habe. Die sogenannten Klassefrauen, Entwicklung der Menschheit, keiner blickt dir hinter das Gesicht und andere. In den 13 Monaten beschreibt er alles so farbig, das es eine Lust ist dieses Buch in die Hand zu nehmen. Lasst euch mal wieder bei eurem Buchhändler sehen.
Viel Freude beim blättern und lesen wünscht Musesuse.

Read Full Post »