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Posts Tagged ‘Blindenverband’

Schreibstunde zwischen blühenden Kamelien in der Gärtnerei. Ja der gestrige Donnerstag. Fahrt mit Rosi nach Sangerhausen. Hermann Hesse Programm beim Blindenverband im Ratskeller. Es ist erstaunlich, wie sicher sich stark sehbehinderte Menschen bewegen. Schon in der Eisenbahn, Aus und Einstieg. Kann euch sagen, da bleibt einem das Herz stehen als Gefahrensehender.

Aber schön war`s mit dir lieber Bernd+ Rosi. Zwei begnadete Musiker. Was auch so` ne schnöde Bahnhofshalle bieten kann. Tollster Nachhall, dreistimmiger Jodler, diverse Kanons…Wir wurden verwöhnt vom Blindenverband. Lecker Mittag, Kuchen…Aufmerksame, dankbare Zuhörer. Gutes Echo nach Hermann Hesse.

Ein wenig Zeit gehabt Stadtzentrum von Sangerhausen zu besehen. Auffällig, an fast jedem Haus eine Kletterrose mit Spalier. Sehr nett, liebe Stadtväter der Rosenstadt. Auch interessant die vielen Kneipen, Reiseläden…In der Information sagte man mir, das es durch den Bergbau viel gutbetuchte Senioren gäbe…Und außerdem das Rosarium, weit über die Region hinaus bekannt….

Haben noch unserem gemeinsamen Geburtstag gedacht im Ratskeller. Danke Rosi, das du die Spendierhosen anhattest. Und überhaupt mit den Verbindungen zu Sangerhausen, das nette musizieren gemeinsam…Na auf weiteres ihr beiden Freunde. Dank dir lieben Lutz vom Verband für die Einladung. Werden beim Pralinen schnabulieren und Kaffee trinken an diesen schönen Nachmittag denken.

Nun ab ins Wochenende. Noch zwei Osterglockentöpfchen an Land gezogen. Blickfang vom Tisch aus nach draußen. Meine kleine Windmühle, Geschenk von dir Donata, dreht emsig ihr Rädchen. Steckt in einem Veilchentopf. Nun blühende Gesellschaft dazu.

Muß wirklich sagen, sehr lieb zum Geburtstag bedacht worden zu sein. Danke an Nah und Fern. Die weitesten Grüße kamen aus China und Indien. Nun werd ich mit hoffentlich kräftigen Schritten im 54. Lebensjahr unterwegs sein….Gel ihr Kameliendamen, es ist schon gut losgegangen…

Hesseprogramm… Das nächste wird Frühlingsprogramm vor Ostern sein in Hermsdorf beim BdV. Dazwischen viel Unternehmungen, Spaziergänge, Gärtnerei, Gottesdienste auch Zeiten der Stille. Für alles braucht`s Kraft, Ideen, gute Gedanken+ Selbstsicherheit bei den Planungen für weiteres…Denkt mal an mich, das es gelingen möge…War manchmal so zerrissen….Freitag Nachmittag, Freizeit ich komme.

Uns allen ein schönes Wochenende, Zeitumstellung zu Anfang immer lästig aber dann doch ganz erfreulich, wenn Abends länger hell….Liebe Grüße von Musesuse.

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Ja Blumen…Tulpen, Rosen auf meinem Tisch. Wenn`s auch draußen gerad nicht so blumig ist….Die Erlebnisse, besonderen Stunden der letzten Woche erwärmen mein Herz. Nach dieser langen Krankheitsperiode durchstarten. Gärtnerei, Auftritte. Mache jeden Tag Stimmübungen. Unsere Stimme ist wie ein Instrument das neu eingestimmt werden muss.

Dienstag beim Blindenverband gewesen. Frühlingsprogramm, Gedichte, eigene Geschichten aus meinem Blog und mit den Leuten singen eine Stunde lang. Alles mit halber Stimme. Sehr anstrengend. Leute, ein gesundes Augenlicht ist ein Schatz. Sind wir reich beschenkt……Was natürlich interessant war, das diese Sehbehinderten Menschen auf hören ausgerichtet sind. Keiner stöhnte über die Länge des Dargebotenen. Alle waren glücklich. Wunderbare lila Tulpen für den Künstler. Fein.

Donnerstag beim Bund der Vertriebenen in Hermsdorf gleiche Sache, hatte ich den Eindruck das 45 Minuten zuhören ausreichend war. Dazwischen gab es noch Kaffee und herrlich selbst gebackenen Kuchen. Die Leute wollten sich unterhalten. Möglicherweise gibt es doch Unterschiede zwischen Menschen die mehr hören wie Radio, Hörbücher und denen die auf das Sehen fixiert sind. Naja Konzentration hin und her, das war auch eine gemütliche Runde. Zwei Rosen gab es in Anbetracht des nahen Frauentages am 8.3.13 und 30 € Aufwandsentschädigung. Toll. Ist nicht selbstverständlich auch etwas Geld zu sehen für eine Veranstaltung. Für Kaffee+Kuchen, Blumen, Wein, Pralinen, Freude…..mein Lohn.

Unser Gärtnerchef hat sich nicht lumpen lassen jeder Mitarbeiterin ein klasse Rosengebinde zu überreichen und Wellnessbadezusatz. Ist doch nett. So eine schöne Woche. Werd weiter die Stimme trainieren. Auf jeden Fall wird im Frühling wieder eine Salbei auf den Balkon gepflanzt. So ein Blatt kauen wirkt Wunder. Nun harren wir halt noch etwas aus. Der Frühling muss ja irgendwann mal kommen….

Laßt euch nicht verdrießen beim warten. Einen kleinen warmen Vorgeschmack gab es ja schon mit satten 15 Grad+ und Sonne….
Liebe Grüße von Musesuse

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" Gib der Seele einen Sonntag und dem Sonntag eine Seele!" Peter Rossegger.
Ja genau das haben wir heute getan, meine Musenschwester Rosa und ich. Premiere für die Gedichte, die 13 Monate von Erich Kästner in der Öffentlichkeit. Als erster Aufführungsort hatte ich das Zentrum für Seelische Gesundheit von der Diakonie gewählt. Lustig zum 13.2.2011, im Kaffee 13, Neugasse 13 um 3 bzw. 15 Uhr, die 13 Monate…Hier ist ein sehr dankbares Publikum. Einmal im Monat findet das Sonntagskaffee statt. Erst zusammen sitzen bei Getränken und Kuchen im vertrauten Miteinander. Dann eine Lesung oder ein Diavortrag oder gemeinsames singen und sonstiges kulturelles.

Es ist gut, das die Besucher Ansprechmöglichkeiten haben, sich treffen, basteln, Karten spielen und anderes von Montag bis Freitag. Viele leben am Rand der Gesellschaft oft auch von Vorurteilen, Spott, Unwissenheit gedemütigt. Dabei sollten wir nicht vergessen, das jeder eine psychische Erkrankung bekommen kann. Gut das es solch rührige kirchlichen Einrichtungen gibt….Ein Netz das auffängt, trägt, schützt…

Rosa spielte phantastisch Altblockflöte. Sie ist im Blindenverband. Wie sie ihr Leben meistert fast blind…? Für uns Sehende kaum vorstellbar…Wir beide harmonieren gut zusammen. Das freie Sprechen ohne Buch der 13 Monate, ist ein Geschenk zu meinem 50. Geburtstag dieses Jahr. Halte deine Träume fest…Probieren geht über Studieren. Meine halbe Familie war heute unter den Zuhörern. Die fünf besorgten Kästner Bücher wurden gern mitgenommen. So hatte ich richtig gedacht, wem diese Gedichte gefallen, der kann ein Buch mitnehmen. Wird doch gleich mein Buchhändler von der Jenaer Bücherstube mit unterstützt.

Im April werden wir mit dem Kirchenchor und meiner Rezitation, zum Thema Jahreslauf in der Drackendorfer Kirche brillieren. Schön mal etwas anderes als Leidensgeschichte Christi musikalisch aufführen. Wie sonst üblich in der Passionszeit. Dieser Leidensweg zieht mich oft nach unten, macht traurig….Dieses Jahr nun Lyrik und Chormusik im sakralen Raum…..vermutlich zu Palmarum, eine Woche vor Ostern. Wird bestimmt ein Erlebnis für alle.

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