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Posts Tagged ‘Beruhigungsmittel’

Die Ruhe scheint vorbei. Außer dem täglichen Wahnsinn, wenn Leuten die Sicherung durchgeht, nun noch offener Terror auch hier in Deutschland….Ich will nicht in das Horn der Medien blasen, die nur noch dosiert angeschaut werden sollten von, vor allem sensiblen, schwachen, alten, Menschen, um einer zusätzlichen Traumatisierung zu entgehen durch diese aufrührende Berichterstattung… Systheme, Extreme, Wiedersprüche, Gesellschaft, Religionen, Auslegungen…Wer weiß, was noch alles auf uns zukommt?

Vielen sensiblen Zeitgenossen geht`s gerad nicht gut. Eine Alternative, Griff zu Beruhigungsmitteln. Verpackt werden, abgeschirmt, Gelassenheit.. Nehme auch seit gestern etwas  zusätzlich. Promethazinneuraxpharm 10 mg. Altes, gutes, leichtes Mittel. Verschreibungspflichtig. Nebenwirkungen unter anderem Blutdrucksenkend, schwitzen, erhöhter Herzschlag, trockene Schleimhäute, beeinträchtigte Fahrtauglichkeit.. Bei geringer Dosis paßt`s. Pflanzliches könnte auch gehen bei Erstprobierern…

So ein wenig “ unter Stoff stehen“ hat auch seine Berechtigung in turbulenten Zeiten. Und vor allem sich nicht zusätzlich zum eigenen Päckchen, was fast jeder zutragen hat, noch das Leid der ganzen Welt auf den Schirm ziehen…Versuchen bei Kräften zu bleiben…

Draußen regnet`s, Natur freut`s. Werd im Anschluß mein Rucksack packen. Auf in die Tiroler Berge nach Schmirn und Navis. ( Österreich) Schöne Mitfahrgelegenheit..
Seid und Bleibt alle lieb behütet. Herzliche Grüße von Musesuse.

PS. Eine bittere Geschichte gestern in München. In 18 Uhr Nachrichten bei MDR Kultur hieß es, das der Täter öffentlich auf facebook Amoklauf gelebt hätte. Das Spiel mit dem Tod…Also nicht ernst genommen wurden…Tragisch. War früher so, das erst Handhabe zum eingreifen war, wenn Tat vorlag…

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Im Januar 1989 war ich das erste Mal wegen einer Psychose in der Jenaer Psychiatrie. Vollgepumt mit starken Beruhigungsmittel, das Gehirn fast eingegipst, die Bewegung mechanisch, stierender Blick….Und trotz allen Widrigkeiten gelang es mir zu schreiben…Eine interessante Radiosendung auf dem Rias Berlin über Musik, als Ausgangspunkt, die mich nicht mehr losließ und zu diesen Gedanken beflügelte….

Musik, alles ist Klang
Der Hauch meiner Stimme,
Gesang des Vorfrühlings.
Amsel, Meisen, vielstimmiges Vogelkonzert.
Unvergessene Melodien klingen im Körperinneren aus früheren Zeiten.
Erinnerung an Musik,
erleben von Tönen, Waldesrauschen. Der Blumenvielfalt.
Sie nicken mit dem Köpfchen im Wechsel der Zeiten.
Der Wind streicht mit Sanftmut,
manchmal auch in forte durch alle Lebensräume.
Alles ist Musik, alles ist Ton.
Egal Gras, Baum, Mensch, Instrument.
Töne laut, leise, abschwellend, anschwellend,
geflüstert, geschrien.
Musik. Das höchste alles sein.
Melodie, Töne, Klang, immer wieder unser größtes Erleben.
Musik, alles ist Klang
Weltall, Erde, Sonne, Mond. Überall Lebensraum.

Hoffnungen in der Welt der verschlossenen Türen, Fesseln, nebenwirkungsreichen Medikamenten, Schlafsälen, Leidenswege, Menschen….

Frühling
Hoffnung, langes warten hier drinnen,
endlich küssen des Gartens, sanftes herumtreten im Beet.
Wann wird es wieder sein…
Knospen springen schon sichtbar am Wegesrand.
Grün sprießt und blüht schon wieder
Hartriegel, Rosensprosse,
Schneeglöckchen bimmeln zusammen mit Krokus und Winterling.
Zwei Wochen vielleicht noch.
Dann riechen des Frühlings außerhalb daheim vielleicht.
O das wäre wunderschön. Erleben, aufatmen.
Mm, wie Sebastian der Kleine, mm, wie es gut riecht und klingelt.
Meise, Amsel musizieren schon ständig.
Hoffnung auf bessere Zeiten außerhalb dieses jetzt sein.
Frühling Mendelsohnscher Lieder,
sanft, laut, leise,
Frühling

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