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Schmirn, Berge…..Ein Empfang mit Blitz, Donner und Starkregen….Ihr glaubt nicht welch Wassermassen da ausgeschüttet wurden. Wenn einen das am Berg wiederfährt…..Vollbad!!! Als ich zur Nachbarin eilte wohl beschirmt, die Straße ein Fluss. Freuen uns schon auf den Dienstag. “ Gedichtelesung für Herz und Gemüt.“ Gertraud Hörtnagl hat alles gut organisiert. Dank dir. Na bin schon gespannt. Heitere Gedichte für Klein und Groß…..Kinder von der Musikschule Steinach gestalten den Musikalischen Rahmen.

Ein Blick. Wolken fliegen tief. Nebelschwaden…Wie Zuckerwatte kleben sie am Tannengrün. Wie wird wohl das Wetter heute sein? Der Bach befördert braunes Wasser, gestern Abend fast schwarz. Und doch finden sich am Himmel blaue Momente und geben die Berggipfel frei. Interessante Bilder….Jetzt gibt es Frühstück. Monika Spieß hat alles lieb vorbereitet. Ferien im Fischerhaus, Schmirn, Alpen…..Hunger…!

Glocken läuten im Tal, laden ein zur Heiligen Messe. Der Pfarrer wir heute feierlich verabschiedet. Ein Aufgebot….Blaskapelle, Schützenverein, Chor alles in Tracht. Farbspiel zu grauer Regenstimmung….Leuchtend rote Jacken, schwarze Lederhosen, Dirndl, Federhüte. Bin gerührt solches zu erleben. Schöner Gottesdienst. Schützen stehen im Gang Spalier. Die Kirche prächtig geschmückt mit Deckengemälden. Gottes Herrlichkeit, Fegefeuer, Bibel kunstvoll dargestellt. So viel Bilder um und über uns herum. Kübelpflanzen an den Seiten des Altarraumes. Blumengebinde an den Bänken, Möglicherweise noch von einer Hochzeit…..Rote Begonien, weiße Hortensien auf den Altären. Richtig was für`s Auge….

Am Gemeindehaus ist aufgetafelt. Ein kleines Fest zu Ehren des Pfarrers.+ Natürlich Kanonenschüsse zum Abschied. Möge er gut behütet sein auf seinem neuen Weg. Ja vertraut den neuen Wegen…Dieser Gedichtgruß ihm gesprochen. Er freut sich. Mal sehen, wie der neue Pfarrer ist…?

Und der Bach rauscht, Nebel ziehen dahin, steigen, fallen…Werde diesem Schauspiel zu sehen….

Sonntag den 29. Juli 2012 Schmirn. Urlaubsimpressionen aus Tirol ( Österreich) von Musesuse

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Naturräume

Nachdem der gestrige Versuch doch von Erfolg gekrönt war, heute ein neuer. Auf dem oberen Bild seht ihr das Bergtheater bei schönem Wetter. Im Hintergrund ein Dreitausender Schneebedeckt, letztes Jahr im Juli aufgenommen. Mein Weg von Navis zur Seapenalm und Vögeleralm. Ja die Wege….In so einer wunderbaren Umgebung zu wandeln…..Buttermilch holen, singen, schauen, innehalten….

Hier seht ihr den Schmirner Gebirgsbach. Viele Quellen sind in ihm vereinigt. Über eine hab ich geschrieben in flüßterndes Wasser. Und die Blumen…Wunder am Wegesrand. Eine Welt die sich nur im Schritttempo erschließt. ZEIT!!!

Wie stand mal auf einer Bank, von mir gestiftet im Botanischen Garten Jena?

Die Besinnlichkeit des Augenblicks
stärkt uns für die Hektik des Alltags!

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Kontraste. Bunte Blumenvielfalt auf den Balkonen am Haus des Nachbarn. Mein Blick wandert höher….Schnee bis fast zur Baumregion. Landregen….mal stärker, mal schwächer…Wolkendunst steigt auf aus den Wäldern. Als Kinder haben wir dazu immer gesagt" Die Rehe kochen Kaffee." Nun liegt dieses Tal 1300- 1400 m hoch. Schmirn, eine Gemeinde mit verstreuten Ortsteilen. Heute vormittag bin ich wacker beschirmt losgezogen. In Bewegung, stören die 7 Grad über Null gar nicht. Laufen den Blick auf das Bergpanorama gerichtet, hüpsche Häuser am Straßenrand, Blumen am Bach….Lila-weiße Sonate dazu das quirlige Gebirgsflüsschen…

Sommer in den Bergen. Ein auf und ab mit den Wetterlaunen….Letztes Jahr waren hier im Juli 30 Grad und die Pferdebremsen flogen blutgierig herum. Ich empfand sie als Plage. In der schönsten Innigkeit meine Lieder anzustimmen, bissen sie ins Bein. Was mögen erst die Kühe draußen gefühlt haben….?

Die schöne Schmirner Kirche mit einem Singebesuch gehuldigt. 2005 ist sie renoviert worden. Ein Schmuckkästchen….Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren…Und es regnet, die Wälder dampfen, der Bach rauscht am Haus vorbei. Der Winter sitzt auf den Bergen….Mag er da oben bleiben…Jetzt regiert der Sommer…!Blumen in den Gärten, grüne Wiesen, Frohsinn…Werd nochmal zur Nachbarin gehen….

Am Fenster geschrieben, im Gästehaus Fischer in Schmirn, am 20.7.2011
Grüße aus den Bergen von Musesuse

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Es ist Abend. Die Sonne lässt noch einige helle Strahlen durch den diesigen Horizont gleiten, bevor sie rot hinter den Bergen versinkt. Langsam hüllt sich die Natur in dunkles Schweigen. Die Nacht bricht herein. Zeit für mich hinaus zugehen und nach dem Wild zu sehen. Ruhig und gelassen ziehe ich meine grünen Sachen an und setze meinen Hut auf den Kopf. Dann gehe ich hinaus in die dunkle geheimnisvolle Nacht. Das Dorf mit den alltäglichen Eindrücken bleibt hinter mir. Meine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit. Sie sehen durch das schwarze Tuch hindurch, was zuerst so undurchdringlich schien.

Das Fernglas hilft noch etwas nach, die Konturen und Bestandteile dieser Umwelt genauer ansprechen zu können. Es ist still. Da und dort ein leises knacken oder ein Vogel der wohl an Schlafstörungen leidet. Der Nachtwind spielt mit den Blättern in den Bäumen. Sie knistern. Der nahe Wald rauscht mal leise, mal laut, wie der Wind seine Possen mit ihm treibt. Es klingt wie eine Melodie. Waldluft umgibt mich. Irgendwie bin ich glücklich. Auf meinem Weg steigen Gedanken zur Schönheit dieser Umwelt und Erhaltung derselben in mir hoch…..

Auf den Wiesen neben mir bewegen sich dunkle Schatten. Mein Fernglas offenbart ziehende Rehe, fünf an der Zahl. Langsam bewegen sie sich, die Ohren immer offen von Futterplatz zu Futterplatz. Der Wind steht gut. Sie bemerken mich nicht. Bei den Korbweiden spielen die Hasen. Mir scheint, das ich in der Nacht besser hören kann. Kein Geräusch entgeht mir. Nebelschwaden ziehen über den Erdboden hin. Sie benetzen die Gräser und alles was da steht und wächst mit einem feinen Wassertropfenschleier. Meine Stiefel sind nass.

Über der Natur der Sternenhimmel als Ergänzung und Abrundung der ganzen Schönheit. Große und kleine Sterne funkeln mir silbrig entgegen. Da die Milchstraße. Wie ein weißes Band zieht sie sich am schwarzen Himmel entlang. Mir einem Blick durch das Nachtglas entpuppt sich dieses über mir als ein mit vielen Punkten übersätes dunkles Tuch. Einmal die Augen oben, dann wieder in der Natur setze ich meinen Weg fort. Vor mir taucht der Schein Jenas auf. Das Lichtergemisch weißer und gelber Straßenlaternen gibt dem Himmel eine undefinierbare Farbe. Arme Stadtmenschen, sehen die Schönheit des nächtlichen Sternenhimmels kaum. Viele wollen gar nicht sehen. Sie betrachten ihre vier Wände als Festung und lassen nichts von außen heran. Der Fernseher ist ihr ein und alles.

Jetzt habe ich die hohen Bäume am Waldrand erreicht. Zwischen ihnen windet sich der Bach. Hier bleib ich stehen und höre was er mir erzählt. Murmelnd und gurgelnd fließt er über die Steine dahin. Hier und da ein Blatt oder ein Holz mitnehment, was von den Bäumen fällt. Er zieht mich in seinen Bann. Ich denke an meine verstorbene Kollegin. Der Tod ist etwas unfaßbares. Gestern lebendig und frisch mit mir gearbeitet und heute: Der Platz gegenüber am Mittagsstisch leer. Für immer leer. Ich denke an versprochenes ihr gegenüber, was ich nicht gehalten habe. Ärgere mich etwas und mache mir Vorwürfe. Hab sie doch recht gerne gehabt. Viel Not und Elend hat sie erlebt aber trotzdem doch recht fröhlich gewesen. 20 Jahre alt und schon Abschied von diesem Leben. Man kommt dazu über den Sinn des Lebens nachzudenken….

Es ist kalt geworden. Meine Hände sind steif. Gut, das die Handschuhe in der Jacke sind. Langsam gehe ich über die Felder. In der Ferne vor mir liegt die Autobahn. Lichter huschen vorbei. Lastzüge donnern mit hoher Geschwindigkeit in der Ferne vorbei. Die Luft ist plötzlich angereichert mit ihren Abgasen. Ich sehne mich etwas nach der Stille am Bach zurück. Der Geruch der nahen Autobahn lässt mich schneller gehen. 30 m vor mir ist die Landstraße. Zwei Autos kommen mir entgegen. Ihr grelles Scheinwerferlicht macht mich fast blind. Der Boden unter meinen Füßen gibt plötzlich nach. Ich stehe in einer Schlammpfütze." Glück gehabt" denke ich, fast wäre ich hinein gefallen. Weiter geht es. Die Scheinwerfer sind weg. Fluche noch etwas über sie….

Neben der Landstraße auf dem kleinen Teich erzählen die Wildenten sich noch etwas vor dem Einschlafen. Es ist halb zwölf. Unten im Tal ist das Dorf mit seinen Gewächshausanlagen. Aus dem Schornstein kommt eine Rauchwolke die noch schwärzer ist, als die Nacht. In den Häusern brennt nur noch vereinzelt ein Licht. Ich überlege was die Menschen in den beleuchteten Stuben noch so anstellen. Aus irgendeinem Stall trägt der Wind mir leises Muhen und Kettenklirren an mein Ohr. Im Walde schreckt ein Rehbock. Es klingt etwas gespenstisch. Das Echo hilft noch ein bisschen nach…..

Die Eindrücke ringsherum haben mich müde gemacht. Unser Haus ist fast dunkel. Nur die Neonbeleuchtung in der Pflanzenvitrine vom Nachbarn, leuchtet mir kalt entgegen. Ich gehe in mein Zimmer und zünde die Kerzen an, dem kalten Licht der Straßenlaternen zum Trotz. Aus dem Radio tönt Kammermusik. Einfach herrlich dieses ausruhen und überdenken. Aber ich muss mich in acht nehmen. Die Müdigkeit versucht mit allen Tricks mich zu überrumpeln." Schade" denke ich" das die Nächte immer so kurz sind" und blase die Kerzen aus. Dann kommt ein langer Traum….

Im Herbst 1983 geschrieben in Laasdorf, während meiner Jagdhelferzeit.

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Feierliche Momente

Die Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach laufen schon das zweite mal in meinem CD-Player. Im Radio war neue konzertante Musik zu hören, wie an jedem Donnerstagabend. Nur heute wollte bei der Disharmonie nicht die richtige Schreiblust aufkommen. Endlich kann ich auch  meinen 8. Kalender fertig beschrieben weglegen. „Nur gut schon den November dafür genutzt zu haben“ denke ich “ So etwas braucht Zeit“. Sollte es doch wieder etwas besonderes sein für die Lieben. Hinten eigene Texte und vorn Fotos mit meiner alten Spiegelreflexkamera EXA aufgenommen. Außer unserer Kalenderverschenkaktion wollen wir uns in der Familie nichts schenken, jedenfalls nichts Konsummäßiges. Den Heilig Abend bitten meine Eltern zu sich nach Hause, ganz den familiären Traditionen entsprechend. Die Betonung liegt auf familiären Traditionen. Gemeinsam singen, essen, zuhören. Früher ist in der Schlacht des Geschenkeauspackens viel untergegangen von der eigentlichen Besinnlichkeit des Heiligen Abends. Diesen Abend könnte ich mir auch draußen vorstellen. Ein Bäumchen geschmückt in der freien Natur, heiße Getränke mit genommen oben die Weite des Sternenhimmels. Da fallen mir Impressionen eines 24. Dezembers ein vor einigen Jahren. Mit der Gitarre sang ich Weihnachtslieder auf der Wagnergasse in Jena. Um 18 Uhr läuteten die Glocken der Stadtkirche und mit dem Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ umgab mich ein feierliches tiefes inniges Gefühl erlebt in diesem Moment, später nie wieder nur das eine Mal. Meine Angehörigen waren traurig, das ich nicht gleich da war wie sonst immer. Aber solche außergewöhnlichen Momente wünsche ich jedem mal….

Grüße von Herzen von Musesuse

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