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Posts Tagged ‘Autobahn’

Ab in den Urlaub

Früh aufstehen lohnt. 4.30 Uhr ging es los mit Sabine und Marjo aus Gera. Und was denkt ihr kein Stau auf der Autobahn. Flüssiges rollen auch um das gefürchtete München herum. Wie oft schob sich die Autolawine gerade hier langsam vorwärts. Marjo fuhr wie ein junger Gott. Fein. Vormittags schon am Ziel in Navis.

Erster Besuch auf der Peeralm. Speckknödel mit Kraut. Etwas kühler als bei uns ist es. Aber immer noch 28 Grad Wärme. Klärchen meint es gut. Lästige Bremsen sind auch unterwegs. Sie beißen sehr schmerzhaft. Aber sonst schön. Endlich Urlaub. Berge, Wasser, Kühe…das so liebgewonnene ländliche Idyll.

Nach einem Schläfchen, ja das Schlafdefizit nachholen der letzten kurzen Nacht, hats mich in die Aue gezogen. Hohe Fichten, Wiese und Bergwasser im Bergrondell. Familien nutzen diesen netten Ort. Sonntagsvergnügen. Spielen, baden, ausruhen. Kühe bimmeln und grasen gleichfalls herum. Na wirds noch ein Schauerchen geben? Bezieht sich so dunkel über dem Tal. Werd weiter ziehen, die Klampfe in Sicherheit bringen.

Am 28. Juli 2013 geschrieben in der Aue hinter Navis.

Urlaubsimpressionen von Musesuse

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Die schöne Zeit in Schmirn nahm ein jähes Ende. Es sollte die Abschiedstour sein. Kalter Brunnen, kalte Herberge…..Hier im Kirchlein noch zwei Kerzen angezündet für meinen Sohn und mich. Draußen geistliche Lieder gesungen zur Gitarre. Pilzsucher haben zugehört. Aussicht inhalliert, Waldesduft…..Unterwegs über Michas Teich beschlich so eine leise Vorahnung von heutiger Abreise…..Meiner Cousine war das Quartier oben am Sattel ein paar Spuren zu urig. Kein Strom, Wasser vor`m Haus, Ofen….Bei trüben Wetter nur Nebel, Kälte, Feuchtigkeit, Winterkleidung….

Hungrig, etwas kaputt, freue mich auf`s Bier, steig ich den Berg hinab und richtig. Sabine steht vor`m Haus.“ Susi wir fahren heute nach Hause“
Gong!! Kleiner Schock. Flugs meine sieben Sachen gepackt….Zum Glück nicht viel mit gehabt. Wasche lieber mal etwas durch. Ganz schlecht war mir`s als der Marjo noch auf die Blasigler Alm gefahren ist heimwärts. Das große Auto, der schmale Weg, die Abgründe….Wahnsinn….Noch liebe Freunde getroffen vom Lattererhof aus Navis. Nettes Zusammensein….

Die Rückfahrt gestaltete sich sonst angenehm. Leere Straßen, wenig Betrieb auf der Autobahn, kein Stau. Nächstes Jahr wollen wir auch wieder nachts fahren und früh in Tirol ankommen. Dieses war unsere Testfahrt, 22 Uhr los und ca 3.30 daheim. Neue Wanderstiefel hab ich mir gekauft vom übrig gebliebenen Feriengeld. Kaum etwas gebraucht. Ja das ist gerade schön im Gästehaus Fischer. Monika stellt zum Frühstück so viel auf den Tisch, das man sich noch Proviant für die Wanderung mitnehmen kann. Außerdem gibt`s einen Sparladen in Schmirn. Buttermilch, Landjäger…was das Herz begehrt.

Allerdings der Preis für ein paar ordentliche Schuhe ist hoch. Utopische Summe in DM ungerechnet. 1,95583 der Kurs DM zu einem Euro. Da sieht man doch, wie die Leute beschissen werden. Vor allem die Kleinen bekommen es zu spüren…Leben ist teurer geworden….Na hoffentlich halten die Meindl Stiefel Preis 189.95,- € auch das, was sie versprechen….Werd sie langsam einlaufen. Erst zu Hause in der Wohnung, später am Berg. Die nächste größere Wanderung in Sichtweite. Sonntag 12.8.2012 gehts nach Beulbar Onkel Orje besuchen+ den Kunst und Könnermarkt….Freue mich schon. Im Training bleiben. Hab schon ein wenig abgenommen. 134,500 kg war`n es gestern.( Zu Anfang 142 kg)

Geschrieben am 5. August 2012 wieder in Jena von Musesuse

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Es ist Abend. Die Sonne lässt noch einige helle Strahlen durch den diesigen Horizont gleiten, bevor sie rot hinter den Bergen versinkt. Langsam hüllt sich die Natur in dunkles Schweigen. Die Nacht bricht herein. Zeit für mich hinaus zugehen und nach dem Wild zu sehen. Ruhig und gelassen ziehe ich meine grünen Sachen an und setze meinen Hut auf den Kopf. Dann gehe ich hinaus in die dunkle geheimnisvolle Nacht. Das Dorf mit den alltäglichen Eindrücken bleibt hinter mir. Meine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit. Sie sehen durch das schwarze Tuch hindurch, was zuerst so undurchdringlich schien.

Das Fernglas hilft noch etwas nach, die Konturen und Bestandteile dieser Umwelt genauer ansprechen zu können. Es ist still. Da und dort ein leises knacken oder ein Vogel der wohl an Schlafstörungen leidet. Der Nachtwind spielt mit den Blättern in den Bäumen. Sie knistern. Der nahe Wald rauscht mal leise, mal laut, wie der Wind seine Possen mit ihm treibt. Es klingt wie eine Melodie. Waldluft umgibt mich. Irgendwie bin ich glücklich. Auf meinem Weg steigen Gedanken zur Schönheit dieser Umwelt und Erhaltung derselben in mir hoch…..

Auf den Wiesen neben mir bewegen sich dunkle Schatten. Mein Fernglas offenbart ziehende Rehe, fünf an der Zahl. Langsam bewegen sie sich, die Ohren immer offen von Futterplatz zu Futterplatz. Der Wind steht gut. Sie bemerken mich nicht. Bei den Korbweiden spielen die Hasen. Mir scheint, das ich in der Nacht besser hören kann. Kein Geräusch entgeht mir. Nebelschwaden ziehen über den Erdboden hin. Sie benetzen die Gräser und alles was da steht und wächst mit einem feinen Wassertropfenschleier. Meine Stiefel sind nass.

Über der Natur der Sternenhimmel als Ergänzung und Abrundung der ganzen Schönheit. Große und kleine Sterne funkeln mir silbrig entgegen. Da die Milchstraße. Wie ein weißes Band zieht sie sich am schwarzen Himmel entlang. Mir einem Blick durch das Nachtglas entpuppt sich dieses über mir als ein mit vielen Punkten übersätes dunkles Tuch. Einmal die Augen oben, dann wieder in der Natur setze ich meinen Weg fort. Vor mir taucht der Schein Jenas auf. Das Lichtergemisch weißer und gelber Straßenlaternen gibt dem Himmel eine undefinierbare Farbe. Arme Stadtmenschen, sehen die Schönheit des nächtlichen Sternenhimmels kaum. Viele wollen gar nicht sehen. Sie betrachten ihre vier Wände als Festung und lassen nichts von außen heran. Der Fernseher ist ihr ein und alles.

Jetzt habe ich die hohen Bäume am Waldrand erreicht. Zwischen ihnen windet sich der Bach. Hier bleib ich stehen und höre was er mir erzählt. Murmelnd und gurgelnd fließt er über die Steine dahin. Hier und da ein Blatt oder ein Holz mitnehment, was von den Bäumen fällt. Er zieht mich in seinen Bann. Ich denke an meine verstorbene Kollegin. Der Tod ist etwas unfaßbares. Gestern lebendig und frisch mit mir gearbeitet und heute: Der Platz gegenüber am Mittagsstisch leer. Für immer leer. Ich denke an versprochenes ihr gegenüber, was ich nicht gehalten habe. Ärgere mich etwas und mache mir Vorwürfe. Hab sie doch recht gerne gehabt. Viel Not und Elend hat sie erlebt aber trotzdem doch recht fröhlich gewesen. 20 Jahre alt und schon Abschied von diesem Leben. Man kommt dazu über den Sinn des Lebens nachzudenken….

Es ist kalt geworden. Meine Hände sind steif. Gut, das die Handschuhe in der Jacke sind. Langsam gehe ich über die Felder. In der Ferne vor mir liegt die Autobahn. Lichter huschen vorbei. Lastzüge donnern mit hoher Geschwindigkeit in der Ferne vorbei. Die Luft ist plötzlich angereichert mit ihren Abgasen. Ich sehne mich etwas nach der Stille am Bach zurück. Der Geruch der nahen Autobahn lässt mich schneller gehen. 30 m vor mir ist die Landstraße. Zwei Autos kommen mir entgegen. Ihr grelles Scheinwerferlicht macht mich fast blind. Der Boden unter meinen Füßen gibt plötzlich nach. Ich stehe in einer Schlammpfütze." Glück gehabt" denke ich, fast wäre ich hinein gefallen. Weiter geht es. Die Scheinwerfer sind weg. Fluche noch etwas über sie….

Neben der Landstraße auf dem kleinen Teich erzählen die Wildenten sich noch etwas vor dem Einschlafen. Es ist halb zwölf. Unten im Tal ist das Dorf mit seinen Gewächshausanlagen. Aus dem Schornstein kommt eine Rauchwolke die noch schwärzer ist, als die Nacht. In den Häusern brennt nur noch vereinzelt ein Licht. Ich überlege was die Menschen in den beleuchteten Stuben noch so anstellen. Aus irgendeinem Stall trägt der Wind mir leises Muhen und Kettenklirren an mein Ohr. Im Walde schreckt ein Rehbock. Es klingt etwas gespenstisch. Das Echo hilft noch ein bisschen nach…..

Die Eindrücke ringsherum haben mich müde gemacht. Unser Haus ist fast dunkel. Nur die Neonbeleuchtung in der Pflanzenvitrine vom Nachbarn, leuchtet mir kalt entgegen. Ich gehe in mein Zimmer und zünde die Kerzen an, dem kalten Licht der Straßenlaternen zum Trotz. Aus dem Radio tönt Kammermusik. Einfach herrlich dieses ausruhen und überdenken. Aber ich muss mich in acht nehmen. Die Müdigkeit versucht mit allen Tricks mich zu überrumpeln." Schade" denke ich" das die Nächte immer so kurz sind" und blase die Kerzen aus. Dann kommt ein langer Traum….

Im Herbst 1983 geschrieben in Laasdorf, während meiner Jagdhelferzeit.

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