Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘ausbrechen’

Ja Leute, mir wird`s nicht langweilig. In den letzten 14 Tagen 20 Gedichte gelernt. Was doch so eine intensive Beschäftigung bewirkt. Und es warten immer noch welche…Bei Erich Kästner so eine herrliche Blüte gefunden aus dem Bordellmilieu.. Wortmusik, Buchstabenklang…

Gestern doch mal sinniert, über die Wurzeln meiner Liebe zur Lyrik. Richtig Onkel Orge in Beulbar, studierter Sänger und Schauspieler. Inselaußenstelle in einer verrückten Welt. Gern war ich dort, half mit, war dabei als stiller Gast, wurde akzeptiert. Erlebte so manche schöne Feier, lernte interessante Menschen kennen. Und die Bücher…Eva Strittmatter und andere.

Erinnere mich an eine Woche Urlaub am Hohenwarte Stausee, LPG Bungalow Portenschmiede. 1988 muß das gewesen sein. Im Gepäck von Orge geliehene Gedichte, E. Strittmatter, Mondschnee liegt auf den Wiesen. Das waren innige Tage. Natur, wandern und sprachliche Schönheit aufsaugen. Solch Erfüllung, wie ich sie auch jetzt wieder spüre, auf meiner Aussichtsplattform im sechsten Stock.

Goldene Achziger Jahre. Neuland unter dem Pflug. Ausbrechen aus den Gefängnissen der eigenen Geschichte, Vergangenheit. Ein Stück heil werden. Mein Ding machen…Aus den zarten Plänzchen sind Bäume geworden…Dank dir lieber Onkel Orge als wichtiger Grundstein in meinem neuen Leben. Du mit deinem ganzen Freundesumfeld. Beulbar…

Ein sonniger 1. November. Na der Monat fängt gut an. Rückblicke, hier und jetzt, arbeiten am Kommenden, so weit man das in der Hand hat. Wie geht es gesundheitlich weiter? Genaueres wird morgen die Untersuchung beim Chirurgen ergeben…Aber so ein paar freie Tage wären noch ganz schön. In Texten schwelgen. E. Kästner, M. Kaleko verinnerlichen, lernen, festigen…Futter für die Seele…

Spätestens in zwei Wochen muß die Wiederholung beginnen der gelernten Advents-, Weihnachtslieder und Gedichte. Vorarbeiten für zahlreiche stimmige Nachmittage, sprich Weihnachtsfeiern. Kalender füllt sich schon mit Einladungen. Musesuse, hast zu tun…

Uns allen eine erfüllte Zeit. Liebe Grüße von Musesuse

Read Full Post »

Erich Kästner bezieht sich in seinem Gedicht November sehr auf`s sterben. Eigentlich fast verdrängt von der Gesellschaft gehört`s dazu. Findet am Rand statt. Wenn ich dieses Gedicht spreche gibt es neben Betroffenheit gelegentlich Protest. Spätestens bei der Zeile:“ Wer noch nicht starb, dem steht es noch bevor…“ Im Radio MDR Figaro ist Themenwoche. Leben mit dem Tod. Anfangen…Aufhören….

Für meine Chorschwestern, die jetzt Geburtstag haben die Wünsche zum November in die Post geschrieben. Manche sind doch Seelisch nicht ganz auf der Höhe. Freude pur bei ihnen über meine Zeilen….10 Jahre Chorgeburtstagsdienst. Anruf, Brief, kleines Geschenk. Werden ab nächstes Jahr neue Formen finden. Ständchen reicht auch.

Irgendwie könnt ich wieder was verrücktes machen. Ausbrechen….Wer kennt das nicht, im Glashaus sitzen und mit Steinen schmeißen….Wir befinden uns alle in Abhängigkeiten und gerade das nervt manchmal. Keiner ist frei. Je mehr Einengungen umso lauter der Schrei nach Ausbruch. Ohne diese Gelder und die Hilfe der Kollegen funktioniert`s leider nicht. Vielleicht geht mir die lange Durststrecke auch auf den Geist keine Auftritte gehabt zu haben. Erfolg macht süchtig. Beim Zeitungsverkauf hat sich meine Verzweiflung gegeben. Wieder Gedichte rezitiert und stellt euch vor, eine Studentin erzählte, mich in Portugal im Radio gehört zu haben beim Hörerforum von MDR Figaro.

Bald geht`s in die Vollen. 14 Auftritte in der Adventszeit. Leider ist solches Glück in der übrigen Zeit des Jahres immer dünn gesät. Aber freu mich schon auf diese Rumreisezeit. Möglicherweise ergeben sich dadurch weitere Gelegenheiten irgendwo zu landen….

Uns allen Frieden im Herzen und alles Liebe und Gute….
Grüße von Musesuse

Read Full Post »