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Posts Tagged ‘Abschied’

Tälerwechsel

Gestern Abschiedsrunde im Schmirner Tal. Hatte Glück auf dem Weg nach Toldern zum Hofladen hielt Auto, gute Gerdi. Sie nahm mich ein Stück mit. Lieferte Butter aus, von Gertraud selbstgebuttert. Auf großen Platten lagen die Meisterwerke, goldgelb, köstlich anzuschauen. Eine Arbeit, Kühe oben auf der Alm…Man sah die Freude an, mit der diese Butterstücken geformt waren. Und Gerdi unternehmungslustig, 86 Lenze, weite Strecke allein im Auto vom Ruhrgebiet bis hierher. Schmirn, ihr Ferienort seit Jahrzehnten.

Abends hatte sie die Idee mich zum Friedhof mitzunehmen. Anschließend kleiner Abschied mit Liedern in der reichbemalten, Fahnengeschmückten Ortskirche. Ja konnte doch auch etwas zurückgeben. Schöne Lieder gesungen, Segen gesprochen. Wer weiß, was noch alles kommt? Genießen die Tage, ihr Motto. Wenn`s mal anders ist, Gesundheit nicht so mitspielt, bleiben die Erinnerungen an bessere Zeiten.

Bin schön den oberen Weg hinter dem Bergkirchlein, kalte Herberge gelaufen. Wunderbare Ausblicke an freien Stellen. Straßen im Tal wirkten wie graue Bänder, die sich auf dem Grün dahinschlängelten. Fernsicht, Berggipfel…Bänke die einluden zum verweilen. Nein, Weg ist noch lang, weiterziehen. Von schnelleren Wanderern überholt..Gemütlich. Linkes Knie brennt beim abwärtsgehen. Wie hatten doch die Chirurgen gemeint, nach Kniescheibenbruch Dezember 2014? “ Besser wär`s nicht geworden.“ Also Schongang.

Das müßtet ihr sehen, ein Wetter zieht heran. Inzwischen haben mich meine Verwandten nach Navis geholt. Sitze auf Balkon, in der Ferne regnet`s, Berge grau eingehüllt, dicke Wolken. Mal sehen, wie hier die Tage werden. Kleine Ziele, wie hoch zur Vögeleralm. Bloß Nachbartal von Schmirn und ganz anderes Aussehen. Hänge mehr besiedelt. Na mal schauen im Aufenthaltsraum. Bestimmt gibt`s wieder ein Schnäpschen vom Franzl. Brennt so feinen…Mm wohl bekomm`s. Gesundheit!

Auf Balkon geschrieben vor Zwetschkenzimmer, bei Maria und Franz Hörtnagl in Navis am Abend, 28.7.2016 von Musesuse.

www.haushoertnagl.at

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Vor`m Fenster der Vögeleralm flattert die Östrreichiche Fahne. Rot, Weiß in der Mitte Adler. Gut schaut`s aus. Heut klare Sicht, schroffe Berge begrünt, blauer Himmel. Gletscher vom Olperer leuchtet in der Ferne. Dieses Himmelsblau umwerfend. Pah, da wirste betrunken von der Tiefe über Bergkamm. Manchmal schiebt sich Wolke nach oben…

Hab vorhin schon gesungen, danke für diesen Morgen, danke für diesen Tag…Schon das Erwachen mit Blick in besonnte Berge. Da stehste ganz anders auf. Kirche im Morgenlicht. Gleich im Nachthemd zum Balkon raus Fotos machen.

Wettermäßig war der Urlaub durchwachsen. Na wenigstens kein Schnee. Marjo hat mich Stück gefahren zum oberen Parkplatz. Sonst wäre die Luft raus mit langem Anmarschweg, Straße rauf von unten bis Waldweg….

Gestern das erste mal Zirbelerlikör gekostet. Feines Gesöff. Schmeckt so wie der Wald hier oben riecht. Vielleicht gibt`s beim Spar noch ein Flascherl für Zuhause, den besonderen Moment. Im Enzianflascherl vom letzten Weihnachten ist kleiner Schluck darinnen. Außer meinen Notizen, den Erinnerungen, Fotos, Schnapserl kommt nichts mit nach Jena.

Jetzt laß ich mir die Brettljause erst mal schmecken. Runterwärts genießen, Fernsicht….Das ich das erleben darf kurz vor der Heimreise. Ein Geschenk. Abschied feiern…Hab noch das Alphorn im Ohr, das beim Aufstieg herrüberwehte. Laßt es euch gut gehen. Von meinen Wünschen vor allem Gesundheit, Gottes reicher Segen und Danke lieber Toni+ Luise von der Vögeleralm für alles.

Nun eine Liedstrophe: Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein. Sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein. Und bis wir uns wiedersehen halte Gott Dich/ Euch fest in seiner Hand….Ja Uns alle….

Vom 31. Juli 2015 auf Vögeleralm geschrieben, über Navis, (Tirol) von Musesuse.

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Schöner Abschied mit Gitarrenmusik auf malerischen Platz Caffees umrundet, Limone. Meine sieben Sachen dabei. Friedi holt Wein im Tetrapack. Süffig, preiswert. Letzte Geschenke noch gekauft. Hab nur das Jesusbild…Das reicht und natürlich die Aufzeichnungen + 4 Filme. Werden erst Abends abgeholt vom Bus. Jenaer Bekannte getroffen.

Nun sitzen wir am Strand und lassen es uns gut gehen. Stehtoilette in der Nähe. Segler fahren vorbei, Mittagsglocken läuten, kleine Wellen bewegen hörbar Steinchen. Die Geräuschkulisse. Schiffsbrummen, Schritte über den Kieselstrand, Entenschnattern, Sprachgemisch Italienisch, Deutsch, Englisch. Wellenrauschen, Spatzentschilpen, Motorräder, Autos Berg hoch + hinunter…Und vor uns trohnt der Monte Baldo Schneebemützt.

Wer weiß, wann wir mal wieder herfahren. Oft vergehn Jahre zwischendurch, Lebensumstände wandeln sich…Na Hauptsache gesund. Alles andere findet sich irgendwie. Etwas Gewicht ist auch dazu gekommen. Na Zuhaus gibt`s dann wieder Schmalhans. Ehrlich, ich freue mich auf Jena. Der kleine Bilderwechsel hat gut getan. Hoffentlich klappt alles auf der Rückfahrt. Morgen ruft die Gärtnerei wieder. Arrivederci liebes Limone, lieber Gardasee…

Am 2. Juni 2014 geschrieben in Limone vor der Heimfahrt. War ein schöner Gardaseeurlaub. Viel unternommen…Und jetzt steht Pfingsten vor der Tür. Uns allen erfüllte, bunte Feiertage im Kreise von lieben Menschen…Werd wieder an der Bockwindmühle in Krippendorf singen zum Mühlentag, Pfingstmontag…

Herzliche Grüße von Musesuse

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Eine letzte Runde durch die Heide….Mm dieser Pappelduft…Sommerliche Wärme umgibt. Schöner Abschied. Meine sieben Sachen stehen im Flur. Warten mitgenommen zu werden…Später…Erst noch ein wenig genießen. Sonnenduft auf dem Haff. Goldenes Glitzern…Harald Kressmann holt die Heuballen von den Wiesen. Ja das schöne Wetter muß genutzt werden…Wie schnell ist es anders. Wanderrast am Karberg…

Gestern noch im Stolper Schloss gesungen. Das war Freude pur. Gute Akustik…Bekam Kaffee und Kuchen spendiert…Tag des offenen Denkmals….Die Genossen der SED hatten früher kaum was für Schlösser übrig. Zweckentfremdet, heruntergewirtschaftet, dem Verfall preis gegeben. Es bedarf immer großen Initiativen solche Projekte neu zu beleben. Dank dem Schlossverein+ dem rührigen Gunter Mlynski steht jetzt ein Schmuckstück. Konzerte werden zu gunsten des Bauwerkes abgehalten. Und was für Größen hier auftreten, alle ohne Gage…

Möge diese Ecke weiter erblühen, die Landschaft naturbelassen bleiben mit ihren Koppeln, Feldern, Wassergräben, Baumgruppen…Altes saniert. Mal sehen, was mich in Jena erwartet? Zum Seniorennachmittag lese ich meine Berichte, sonst gemeinsames singen..

Ihr lieben in Stolpe kommt gut durch den Winter. Hoffentlich bis nächstes Jahr….Mir ist es, als ob eine Formation Kraniche am Himmel einen letzten Gruß zu ruft…Lebe wohl. Danke euch lieben…In V- Form fliegen sie. Ein wehendes Band in Himmelsbläue….Möge mir diese schöne Woche eine Weile Kraft geben…. Inselglück, Sonnenduft, Erinnerungen, Bilder….

Stolpe 10. September 2012 geschrieben…
Allen die auf der Reise sind, möchte ich ermutigen doch Impressionen aufzuschreiben. Schriftliche Bilder, Momente sind intensiver als nur Fotos. Aber jeder tickt anders….
Herzliche Grüße und viel Schönes uns allen….
Musesuse

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LEBE WOHL liebe JULIA. ABSCHIED nehmen am KELETI PU.
DANKE für alles….JA es war eine gelungene AUSZEIT, KULISSENWECHSEL…..
Davon FLIEGEN MIT RUCKSACK und GITARRE. Einfach und ZWECKMÄßIG….

JULIA der SCHAFSQUARK war wieder ein Gedicht auf DEINEM GEBACKENEM BROT.
KASTANIENPÜREE, RETEZ- STRUDEL, WEIN..….ZUSAMMEN sein, REDEN, SINGEN,
COMPUTER, SPAZIERGÄNGE... BLEIBT alle schön GESUND….

Nun FAHRE ich dem ALLTAG entgegen. Eine TURBULENTE WOCHE erwartet mich…..
JA auf ein WIEDERSEHEN ihr LIEBEN ungarischen FREUNDE bis vielleicht
NÄCHSTES JAHR.

HERZLICHE GRÜße von MUSESUSE

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Dienstag. Der Himmel ist grau. Es nieselt leicht. Im Betrieb herrscht betretenes Schweigen. Warum? Eine Arbeitskollegin ist verstorben. Um 14 Uhr ist die Trauerfeier. Wir wollen dabei sein. Kirche und Friedhof liegen auf dem Berg dem Himmel ein Stück näher. Züge trauernder Menschen mit herrlichen Blumengebinden schlängeln sich langsam hinauf. In der Totenkammer im offenen Sarg auf weißen Tüchern die Verstorbene. Irgendwie hat sie etwas unwirkliches an sich. Das Gesicht blau-grau getönt. In den gefalteten Händen ein Veilchenstrauß.

Was ist das? Tod sein. Eindrücke im Familienverband. Ein leerer Stuhl. Ein Raum der nicht mehr ausgefüllt ist. Den Tod kann man nicht erklären. Er ist überall gegenwärtig. Jeden von uns verfolgt er einmal. Es ist gut, das wir ihn nicht im voraus berechnen können.

Die Angehörigen kommen und nehmen Abschied. Tiefe Trauer, Tränen stehen in den Augen. Einfach unfassbar, das dieses Leben schon so früh aufgehört hat. …Tiefer Frieden und ewige Ruhe gehen von der Toten aus. Eine Ruhe die nie gestört werden kann.

Erinnerungen kommen hoch. Viel Not und Krankheit hat sie überschattet. Aber trotzdem recht lebensfreudig gewesen. Eigentlich hatte sie einen schönen Tod. Eingeschlafen abends und über Nacht in den ewigen Schlaf gesunken…. Die Kirche ist randvoll. Eine Seitentür öffnet sich und der blumenbekränzte Sarg wird in den Altarraum gefahren. Jetzt beginnt der Trauergottesdienst. Immer wieder kommen Gedanken hoch und gleichzeitig Tränen. Ich möchte die Lieder mitsingen aber die Stimme versagt. Andere sind verlegen. Der Pfarrer findet gute Worte um die Leidtragenden zu trösten. Die Totenfeier hat ein sehr dörflichen Charakter wie man es in alten Büchern findet.

An der Spitze das Kreuz und der Pfarrer….

Leider habe ich hier nicht fertig geschrieben damals irgendwann im Jahre 1983. Nachdem mich eine Kollegin ermuntert hatte meine Eindrücke, die mich sehr beschäftigten doch aufzuschreiben. Meine Eltern haben mich nie zu Beerdigungen mitgenommen in Kindheit und Jugend. Das war ein Tabu und der Welt der Großen vorbehalten. Da könnt ihr euch bestimmt vorstellen, welche Tiefenwirkung dieses alles auf mich hatte. Carmen war 20 jahre jung als sie entschlief Zuhause in Stadtroda. Lebenslustig trotz Epilepsieerkrankung. Seit diesem Moment hat mich das Schreiben nicht mehr losgelassen……

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Der Morgen schließt mich wieder in seine lichten Arme. War doch mein letzter Traum ein suchen, hasten, rennen mit Verzweiflung durch Häuser Labyrinthe….Nun sitze ich am Fenster und streichle zärtlich die große alte Pappel. An ihrer groben rissigen Rinden Haut ruhen Flechten und Pilze. Und wisst ihr die Luft klingt immer noch vom Brunftgeschrei der Hirsche. Ja, ja die Liebe….Die ganze Nacht tönte von den orgelnden Rufen. Geschenke und so zahlreich wieder empfangen in diesen 7 Tagen hier. Wunderbare Augenblicke, Bilder, schöne Abende, musizieren, traute Dreisamkeit mit meinen lieben Musenkindern. Familie die mir ans Herz gewachsen ist.

Der Apfelbaum vor mir wirkt wie ein Sinnbild des Lebens. Am Stamm ausgehöhlt, knorrig, alt aber auf seinem grünblättrigen Kopf leuchten rote Äpfelchen. Von einander lernen heißt Hoffnung bewahren auch in trüben Tagen, Zeiten voll Schwermut und Lebensüberdruß….Heute fliegen wir wieder los mit dem grünen Vogel. So heißt das Auto meiner lieben Kinder. Die Erinnerung im Gepäck, Idee, Träume…..

Nebel liegt über der Landschaft. Abschied…..Die Hirsche schweigen, dafür erklimmen Vögel jubilierend das Himmelsblau. Und wieder haben wir Spuren hinter lassen….Mal sehen was in der großen Überaschungstüte noch versteckt ist…Leben…A- O, Anfang- Ende, Abschied- Wiederkehr….Die ewigen Elemente unseres Dasein, Gesundheit, offene Fragen, Wünsche, Träume, hoffendes warten, sparen….Auf ein wieder sehen bis zum nächsten Mal…..Gottes Segen und alles Liebe, kommt gut durch den Winter….Flieg grüner Vogel flieg, bringe uns wieder zurück…..

Stolpe den 11. September 2010, Gedanken und Bilder von Musesuse ( Insel Usedom )

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