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Archive for November 2016

Heut nicht über Land zum Gottesdienst. Hatte mich schon so auf Zimmern und Hainichen gefreut. Tauchstation. Warnschuss mit Grippesymtomen. Komisch, ob das jetzt durch neuerliche Trinkerei kam? Ganz ehrlich, mit Schnaps gleich aus dem Rennen und Wein schmeckt mir nicht mehr. Etwas Leerlauf gehabt und kommst auf dumme Gedanken….Langeweile treibt seltsame Blüten.

Freitag beim Napoleonstein aufgeräumt. Papier, Kippen, Bierdeckel, Glas. Und Flasche Schnaps gefunden unversehrt, kleiner Feigling. Wer weiß, wie lange die dort schon so halb versteckt gelegen hat? Kollegen wollten sie nicht, Müll. Mich hat`s erheitert. Gute Sicht am Berg, Erfolgserlebnis. Rückweg füllte auch noch meine Mülltüte.

An Pferden und Ziegen erfreut. Ist doch kleines Wunder, was aus der Liebe hervorsprießt, wenn sich winziges Ei mit winzigen Samen verschmilzt. Betrachtungen unterwegs. Wunder der Welt…Ob Tiere, Menschen…Oder kleine Wunder Samen, gesät, gesteckt, ob Radieschen oder Mammutbäume…Diese Informationen, Anlagen im Saatgut…+ noch soviel Nahrung, das Keimling, zartes Pflänzchen über erste Zeit gut kommt….Mit Jungfrau Marias unbefleckten Empfängnis…Vieles ist auf geistigem Wege möglich…Gab es denn nochmal so was in der Welt? Die netten alten Geschichten.

Nun muss ich mal sehen, wie weiter geht. Soviel Anfragen. Na wenigstens das Oktoberfestbier alle geworden von lieben Freunden. Irgendwo was eingefangen. Dienstag Abend ging`s schlecht nach Monatsgeburtstag. Neben vollen Kuchenplatte gesessen und Angst gehabt, Zahn könnte wieder schmerzen nach Genuss von Süßem, also Verzicht. Danach wie Entzugserscheinungen….Seit Donnerstag Unwohlsein. Noch Dienst getan in Gärtnerei, Pflichterfüllung….

Ach wer weiß, öfters etwas. Mal Psychosomatisch, mal kein Geld, Familienscheiß, sonst was…und so vergeht die Zeit. Haste mal selber nüscht, haben andere wieder was….Glück kommt und geht. Es rinnt durch die Finger..Hoffentlich kann ich mir wenigstens meine Stimme erhalten, somit noch singen, rezitieren und lesen…

Leute, Sonne zeigt sich. Blick wandert zum Fenster hinaus. Uniklinikum, Gärten, Natur mit Lobdeburg. 1. Advent. Mir ist noch gar nicht Adventlich. Neutrale Zone Daheim. Kerzen brennen, so wie kalte Jahreszeit beginnt. Wärmen noch ein wenig, wenn man da sitzt. Alten Traditionen schwingen in Liedern und Gedichten. Engel, Krippe leisten mir ganze Jahr Gesellschaft. Vom Kompost kleines Tannengrün mitgebracht. Quitten beduften die Stube….

Uns allen eine lichte Adventszeit, Genesung wer krank ist, und um das für sich zu finden, was eigentlich der Advent ausmachen soll. Liebe Grüße von Musesuse.

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Volle Straßenbahn, eiliges gehen Ziel orientiert. Mitschwimmen. Kleinen Traum verwirklichen solange Witterung noch zulässt. Temperaturen über Null. Lichter schieben sich durch die Dämmerung. Rote Rückleuchten, grelle Scheinwerfer, Motoren, Abgase, Kreuzung. Bremsen, halten, anfahren, Gestank, Dunst, Straße im Berufsverkehr…Hoffentlich bringt mich der Bus bald auf die Alm…Flaues Gefühl in Magengegend. Raus, Flucht mit Busvogel, geborgen, Stadt ade. Dankbar…,bequem hinaus tragen lassen nach Cospeda.

Mir ist es schlecht….Dicker Nebel hier oben. Elster schackert, fast Stille, Hühner gaggern in Stallungen. Gehe Weg an alten Linden vorbei. Den vertrauten von Frühsommermorgen, hin zum Napoleonstein. Übelkeit weicht. Nebel liegt schwer auf der Landschaft. Einsames Flugzeug tönt Schleifen am Himmel. Wieder so dunkler Novembertag. Leuchtende Farbtupfer im Grau. Rote Hagebutten, gelb- grünes Herbstlaub, Flechten am Gehölz….Hundegebell bleibt zurück.

Hermann Hesse hatte alles in seinem melancholischen Gedicht Nebel festgehalten. Eines, was ich nicht gelernt habe. Schon genügend in solch Nebelzuständen unterwegs. Wo`s nicht gut geht. Gestern erst so erbärmlich gewesen. Hatte schon Dienstagabend gedacht im Entzug zu sein. Unruhe, fast Aggression…Oder war`s tatsächlich der fehlende Zucker, oder zuwenig ausgelastet, mangelnde Harmonie? Weißbrot gekauft, wurde nicht besser. Kästnergedichte laut geübt auf der Landstraße. Und siehe da, Beschwerden verflüchteten sich. Vom Kopf geht doch viel aus…Muss nicht organisch sein…

Zum Glück auch köstlichen Apfel probiert am Lutherweg, kein Zahnweh. Theas Plätzchen genascht in Altengönna, Zahn blieb friedlich. Au fein, brauch ich mich nicht mehr allen guten gebackenen Dingen dieser Zeit verwehren. Macht echt kein Spaß zusehen müssen, wie`s anderen schmeckt….Unwirklich am Napoleonstein, wie auf`m Mond. Kalte Winde, Feuchtigkeit..Leute erzählen von Wetteränderung. Ja dieser milde Frühlingsgruß wird nicht ewig nachklingen.

Seit Sonntag mundet Prozentiges wieder in Maßen. Muss nichts übertreiben. Abends kleiner Schluck. Lieder und Gedichte sind wiederholt, ein Lied gelernt. Kirchliches Adventslied. Wir sagen euch an den lieben Advent….Noch etwas Zeit, bis Marathon der Advents- und Weihnachtsfeiern beginnt. Für mich so richtig nach 2. Advent.

Mmh November duftet. Na, ob das heut noch mal richtig hell wird? Vögel nicht in Singelaune. Geflügelpest auch in Jena schon angelangt, von Stettin kommend. Wassergeflügel vor allem betroffen. Amtlicher Aushang an Cospedaer Bushaltestelle. Weiß nicht, ob das alle Vögel heimsucht?

Absteigen, fahren vom Berg hinab ins Tal. Kikeriki, die Nebelmarie ist wieder hie. Kälter geworden oder scheint es nur…Meine Schreiberei vor der Brust, klamme Finger, Gedanken wärmen, trotz in Sachen kriechende, unangenehme Nebelhauch….Heut letzter Tag Ruhe im Jenaer Stadtzentrum. Morgen beginnt der Weihnachtsmarkt…1. Advent vor der Tür. " Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet die erste Kerze brennt…."

Unterwegs zum Napoleonstein notiert 24. November 2016. Mensch in einem Monat ist Heilig Abend. Lasst es euch gut gehen bei heißen Getränken, angenehmen Runden, hoffentlich ohne Hektik, Stress. Bleibt gesund und munter. Liebe Grüße von Musesuse.

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Geld…

Wieder einmal fällig, die leidigen Rundfunkgebühren. Schon im Haushaltsbuch vermerkt als Sonderausgabe. Aber ganz ehrlich….Vorhin nochmal nachgelesen im Brief von der Gebührenzentrale. Taubblinde brauchen nicht, wäre ja auch ein Ding. Behinderte Menschen mit besonderen Merkmal. Hoffentlich schwer geistig Behinderte…von Zahlung ausgeschlossen. Soziale Fälle können Antrag stellen, dann vielleicht Erlass oder Zahlung eines Drittels an Gebühren….

Es trifft doch viele, die wie ich kein Fernseher haben. Na und Rundfunk nervt mich seit einiger Zeit. Also gar nicht erst eingeschaltet. Zahlung für die Katz. Gesetz. Gehste noch in Kahn bei Auflehnung. Natürlich schmerzhaft für nüscht und wiedernüscht zu blechen. Geld, was ich lieber noch zum Überleben hätte….

Aber was mich doch erheiterte, in letzten Tage nach Zahlungsaufforderung der Allianz, Hausratversicherung, mit angebotener Erhöhung der Versicherungssumme. Gedanke: Das einzig wertvolle in meinem Hausrat bin ich… Angebot wandert ins Altpapier. Grit heut in der Gärtnerei meinte schmunzelnd " Das ist ne gute Einstellung!"

Und später in der Stadt, wollte eigentlich zum Bus auf`s Land, Fallobst. Treffe Kollegen mit neuer Straßenzeitung. Gleich 10 Stück geholt und an liebe Stammkunden verkauft….Der Herr lässt die Seinen nicht im Stich. Trinkgelder bekommen, Einkauf gesichert. Schaue sowieso bei REWE immer erst, ob mich was anspricht, von den Lebensmitteln am Verfallsdatum….Marke Lebenskünstler…Hauptsache gesund bleiben…"Gesund und Stuhlgang." Onkel Orges Spruch auch Künstler und Lebenskünstler….

Kommt alle gut über die Runden, mit immer etwas Geld für`s Nötigste und darüber hinaus, kleine Träume leben…Liebe Grüße von Musesuse.

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Novemberabend, Cospedaer Scheunenbühne Junior mit ihrer Produktion: Schein der Welten.

Heißes Thema: Was die Welt im Inneren zusammenhält. Frage sucht Antworten. Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren spielen, mimen, suchen, finden ihre Versionen. Wer hier nur Unterhaltung vermutet, ist fehl am Platz.

Alter Stoff in Ansätzen, Faust- Mephisto- teuflisches Vergnügen. Moderne Fortsetzung. Figuren aus Romanen, möglicherweise Film- und Lesewelt der Theaterjunioren, interessantes Hinterfragen, spiegeln von Wünschen, Träumen, Hoffnungen, sowie negativer Zeitgeist, serviert im Hauptgericht mit offenem Schluss.

Begrüßenswert wäre, draußen vor`m Tor bei Glühwein weiter zu diskutieren. Oder zumindestens Abend nachwirken zu lassen, so fern das in unserer doch auch einlullenden, erschlagenden Welt noch geht….

Dem jungen Ensemble weiterhin viel Spielfreude, dran sein am Pulsschlag der Zeit, gute Ideen beim erarbeiten von ansprechenden Eigenproduktionen. Hab euch das erste Mal erlebt. Bin überrascht!!! Herzlichen Dank Spielleiterin Iris König, für die gute Pflege der beiden Bühnenpflanzen im Theaterbeet zu Cospeda. ( Scheunenbühne KulturGut alter Pfarrhof)

Heimwärts unter Laternen zu Papier gebracht. 16. November 2016. Liebe Grüße von Musesuse.

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Gestern früh notiert. " Hab den Eindruck, bin gerade im Überlebenstraining." Innerliche Reinigung fortlaufend seit dem 13. Oktober 16… Kann nicht mehr zu süß, zu sauer, kalte Speisen essen. Den letzten Zahn oben noch erhalten. Zahnhälse liegen frei, Zahnfleisch zurückgegangen. Naja mit Blick auf anstehende süße Zeit Plätzchen, Marzipan, Blätterkrokant, Elisenlebkuchen, Stollen ade. Nimmste wenigstens nicht zu. Weißbrot, Bananen guter annehmbarer Ersatz. Muss ja irgendwo etwas Zucker her, Gehirn braucht Nahrung.

Wo ich gerad gute Erfahrungen mache, mit Nahrungsergänzungsmitteln. Vitamin E. Wohlsein, Kraft, Leistungssteigerung. Was vorher roter Traubensaft bewirkte, nun gleich als Vitaltablette eingeworfen. Vitamin B immer dabei einmal täglich. Großen Programme, Gedächtnisleistung, Konzentration. Längeres lustiges Gedicht gelernt von Ringelnatz, Fußball, 62 Zeilen. Wiederholtes laut lesen, bringt den gewünschten Erfolg. Kollwitz Seniorenheim freut sich im Januar auf eine akustische Begegnung mit Ringelnatz bzw. mir.

Fallobst wieder hoch im Kurs. Heiße Suppe ohne Zucker. Leute die wärmt durch. Letzten Dienstag bei Closewitz gewesen, Beutel griffbereit. Ein Wetterchen. Schneite wie verrückt. Leise rieselt der Schnee auf der Zunge, frohgemut auf Landstraße, Feldweg mich treiben lassen. Advents- und Weihnachtsgedichte laut wiederholt. Muss ja irgendwann damit beginnen. Nach dem kommenden Ewigkeitssonntag geht es los. Bunte, stimmige Adventsnachmittage, zahlreiche Weihnachtsfeiern…Da biste gefragt. Vorhin mein schönes Weihnachtsliederbuch aus dem Schrank gefischt. 33 Lieder müssen wieder aufgefrischt werden. Vorbereitungen musischer Art.

Bei Nervenärztin am Donnerstag war`s interessant. Angeregtes Gespräch im Wartezimmer. Zwar nicht zur Freude aller. Frau neben mir floh, um Ruhe zu haben, in ihre Lektüre. Naja was willste machen. Gibt halt Leute, die einem Löcher in den Bauch fragen und kaum zu bremsen sind. Ärztin nahm sich als erstes den Fliehenden an. Selbsthilfegruppe von 4 Wartenden alle gleiche Symtomatik. "Könnte ein Film drehen, Buch schreiben über meine Schübe", einer aus Isserstedt. Ja könnt ich auch. Manch einer hat Glück, weiß nichts mehr danach. Was erlebt, gesehen, gehört, beschäftigt ein Leben lang.

Große Persönlichkeiten in Vergangenheit, hätten auch diese Krankheit gehabt. Das mag vielleicht auch die junge Frau, Psychologin beruhigt haben, die so gar nicht damit klar kam, Betroffene zu sein. Ja sogar schon psychich kranke Nervenärztin erlebt als Patienten in Klinik. Gibt schlimmeres. Gliedmaßen verlieren, wie einer aus meinem Haus, amputierte Füße….

Mann, blauer Himmel, Sonnenschein. Wie haben wir uns danach gesehnt. Gestern schon zum Sonntag. Hatte mir Mitfahrgelegenheit besorgt nach Rödigen zur Kirche. Anschließende Musi mit Manuel dem Theologengeiger. Beim Saubermachen in Gärtnerei Samstag diese gute Idee bekommen. Struktur gerettet, Andacht, Besinnung, Klang statt faul rumhängen zu Haus.

Nachmittag in Neugasse 13 schönes Sonntagscafe gestaltet. Gute Stunde. Liebes Thema in Variation 2016, "Wohl auf in Gottes schöne Welt." Lesung eigener Texte vom Berg und Usedomurlaub. Gemeinsames singen, hören, Dinge betrachten, ins Gespräch kommen….Neues probieren, wachsen, weiter kommen in der Gestaltung von stimmigen Veranstaltungen im kleineren Rahmen. Dank auch guten Anregungen von anderen Künstlern….

Uns allen Klang, Licht, Kraft, Mut ob auf dem täglichen Weg, Überlebenstraining, Krankheit, Trauer, Sonstiges… Vorbeisegelnder Falke nickt mir zu. Liebe Grüße von Musesuse.

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Neuland

Hab mich rar gemacht im Internet. Gab viel zu schreiben, schauen, nach innen horchen, Eingebungen Raum geben…Vor einiger Zeit kleinen Impuls bekommen von Musikus Ingo auch etwas zum Lutherjahr beizutragen. Ja gut, ein Anfang ergab sich beim durchblättern des Gesangbuches von vorn bis hinten. Idee reihte sich an Idee, füllte Heftchen, was findige Geschäftsfrau aus Papierrestern im Kopierladen zusammengeheftet hatte. Derer drei Stück nun vollgeschrieben sind.

Luthertexte geistlicher Natur, sowie Lutherlieder, zu Weisheiten von Martin Luther, verpackt in einem ansprechenden Miteinander. War mal was neues für mich als Künstler und Quereinsteiger, solch Programm zu schreiben. Wie zu Luthers Zeiten, Bücher gewälzt, handschriftlich festgehalten…Das Resultat nennt sich: Martin Luther- Ein Versuch. Was er uns heut zu sagen hat. Ingo übernimmt den Biographischen Teil, paar Eckdaten, Lebensstationen des Reformators und natürlich das Orgelspiel. Musikalische Umrahmung mit Lutherliedern bzw. Liedern wo Luther getextet hat. Gemeindegesang…

Zwei Veranstaltungstermine stehen schon im Kirchlichen Rahmen, am 6.1.2017 und 18.2.2017. Letzteres der Todestag, gestorben in Eisleben 18.Februar 1546, Beisetzung zu Wittenberg am 22.Februar 1546. Aber diese zeitlose Aussagekraft, Jahrhunderte alt und doch aktuell….Lesung, Musik, gemeinsames singen und am Ende beten….

Uns allen gute Ideen, Glücksmomente, Licht, Frieden. Liebe Grüße von Musesuse.

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