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Archive for Februar 2016

29. Februar 2016 am Morgen. Tag kriecht aus der Dämmerung, hüllt sich in schweres Grau. Was mag es geben, Regen, Schnee? Kerzen brennen, rote für mich, blaue für Johannes. Regenbogenkerze für`s Leben…Spenden Wärme…Wie vergangenes Wochenende….

Samstag lieben Mitsängerin aus meinem Singekreis Wunsch erfüllt an ihrem Grab, im schönsten Wiesengrunde, zu singen, Wöllnitzer Friedhof. Herrlichstes Wetter, Vogelgezwitscher…Erna Höffe.. Vermisse sie…93 jährig entschlafen… .Bis jetzt erst 5 mal bei einer Trauerfeier dabei gewesen. Und nun singender Weise….

Eigener Intuition folgen…Kanon, Ausgang und Eingang, Anfang und Ende, liegen bei dir Herr, füll du uns die Hände.
Weinende Leute. So klang die zweite Stimme in mir. Erni ihr letzter Weg, mitgegangen, Angehörige, Freunde, Bekannte. Für sie noch angestimmt, nun ade du mein lieb Heimatland….Wandervogel Abschiedslied. Trauergemeinde entfernte sich. Stand draußen am Eingang, lauschte. Sonnenschein, Vögel, Gesang verschmolz…Berührender Samstag. In mich versunken lief ich heimwärts…

Nachmittag Festmahl bei Ali Baba, Gaststätte eines syrischen Wirtes. Mit Pfarrer Tilman Krause und einigen Gemeindegliedern. Syrischer Landsmann erzählte von seiner Heimat….Ja unser Wunsch im Lied, Hevenu schalom alejchem. Wir wünschen Frieden euch allen, vor dem Essen. Fleischspieße, Teigtaschen mit herzhafter Füllung, Auberginen, Brot, Gemüse…Speisung unter Freunden. Solidarität. Übriggebliebenes bekam eine Flüchtlings WG….

Zum Gottesdienst in Zimmern neu gelerntes Lied gesungen in Besetzung, Gitarre, Geige, Gesang. Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer…. Tolle Melodie. In der dritten Stophe heißt es “ Und dennoch sind da Mauern zwischen Menschen,/ und nur durch Gitter sehen wir uns an./ Unser versklavtes Ich ist ein Gefängnis/ und ist gebaut aus Steinen unsere Angst.“

Manuel, das ist eine gute Idee mit unserem Zusammenspiel zu bereichern… Werd noch einiges lernen, was mich stark anspricht an geistlichen Liedern aus dem Gesangbuch. Gottesdienstbesucher waren sehr erfreut in Zimmern und in Stiebritz….

Ja , so gäbe es noch viel zu erzählen aber werd jetzt schließen. Uns allen eine gute Zeit. Liebe Grüße von Musesuse.

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Vorfreude auf Ostern

Hat zwar alles noch Zeit aber wir sehen es ja in den Regalen der Supermärkte…Es ostert schon gewaltig. Osterhasen, bunte Eier, süße Lustbarkeiten, die auch ihren Preis haben….Nun hab ich für euch ein interessantes Gedicht:

Ostern

Wenn die Schokolade keimt,
Wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
“ Glockenklingen“ sich auf “ Lenzesschwingen“
Endlich reimt
Und der Osterhase hinten auch schon preßt,
Dann kommt bald das Osterfest.

Und wenn wirklich dann mit Glockenklingen
Ostern naht auf Lenzesschwingen,-
Dann mit jenen Dichterlingen
Und mit deren jugendlichen Bräuten
Draußen schwelgen mit berauschten Händen-
Ach, das denk ich mir entsetzlich,
Außerdem – unter Umständen –
Ungesetzlich.

Aber morgens auf dem Frühstückstische
Fünf, sechs, sieben flaumweich gelbe frische
Eier. Und dann ganz hineingekniet!
Ha! Da spürt man, wie die Frühlingswärme
Durch geheime Gänge und Gedärme
in die Zukunft zieht
Und wie dankbar wir für solchen Segen
Sein müssen.
Ach, ich könnte alle Hennen küssen,
Die so langgezogene Kugeln legen.

Joachim Ringelnatz

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Manchmal versteh ich mich selber nicht. So eine Zerrissenheit, fast Wut im Bauch. Liegt`s am Wetter, Alkoholismus, nicht ausgelastet? Dabei letzte Woche drei schöne Veranstaltungen gehalten…

Gestern mal was getestet. Anrufsammeltaxi, auf Linie 16 um 7 Uhr in der Frühe. Leute toll, komme ich im Winter nicht zu spät zum 9 Uhr Gottesdienst. Mußt dich halt nur einige Zeit draußen aufhalten. Denn wer will schon Sonntag halb 8 gestört werden.

Also bei Regen meine Runde gedreht. Vierzehnheiligen, Krippendorf, Windmühle, Europaweg und zurück. Himmel lastete grau, schwer über der Landschaft. Wind sang im Duett mit mir. Ja neues Lied gelernt. Glockentöne wehten von Apolda herüber. Liebe ich. Unterwegs sein, freies Feld, Glockenklang….Inzwischen war Kirche in Vierzehnheiligen geöffnet. Dach über dem Kopf, Lieder perlten weiter…

Anneliese die Gute, kochte mir bei sich einen Tee. Sachen waren durch, Feuchtigkeit ließ einen frösteln. Dann noch die kühle Sakristei….Da stand mir nicht der Sinn nach Gottesdienstmarathon. Zuhause viel Vitamin C, einen gehoben und Nachmittag verschlafen….An für sich, etwas Nässe müßte man schon vertragen als Wandervogel….

Bei Hermann Hesse drei schöne Gedichte gefunden, die nicht so schwerer Toback sind. Mein Programm könnte noch ein paar stimmige Zugaben gebrauchen….Für Musikus Ingo neues Kästnerprogramm und Hesse abgeschrieben. Mensch gerad mit dem Kästner. So lang schon davon gesprochen…Und Freitag Abend endlich umgesetzt.

Könnte spätestens nächstes Jahr zu Erich K. Geburtstag am 23. Februar, wieder etwas werden. Benefiz in Rödigen. Kleine Herausforderung. Letztes Jahr insgesamt 11 neue Kästnerblüten gelernt. Muß mir selbst immer mal was beweisen. Eigenliebe oft kaum vorhanden. Bestimmt bei einigen so. Hinter strahlender Fassade, marodes Mauerwerk. Künstler inbegriffen…

Mir wurde vorhin eine segensreiche Woche gewünscht. Hoffentlich…Ah Sonne meldet sich. Dich gibt`s auch noch. Den Tag irgendwie rum kriegen, Ruhe finden… Gel, machen wir das Beste drauß…Herzliche Grüße von Musesuse.

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Hoch die Tassen! Seit einem Jahr wird der gute Tavernello aus der schönen Siebenbürgischen Keramik gebechert. Soll denn alles nur in der Vitrine stehen? Gebrauchsgeschirr, so hatte ich mir es eigentlich vorgestellt beim Kauf auf dem Hermannstädter Markt, damals nach unseren erlebnisreichen Karpatenwanderungen mit Onkel Orge und Freunde.

Nun heut die Seniorenrunde beglückt in Rödigen mit Heinz Erhardt. Als Zugabe noch von Otto Reutter den Blusenkauf. Gelernt letztens bei der Zahnsache. 80 Zeilen, 8 Strophen, das nunmehr längste Gedicht.

Mensch bin ich auch froh, den 16. Februar hinter mir zu haben. Irgendwie komischer Tag. So viel bewegt noch im Nachhinein…. Und irgendwie quält da immer noch was. Diese ganze familiäre Scheiße…Ist schon alles belastend.

War ich froh, am letzten Dienstag noch die Senioren im Kollwitzheim mit Heinz Erhardt erfreuen zu dürfen. Mikro war aufgebaut. Zwischen den Gedichtblöcken fröhliche Lieder. 20 € gab`s+ Kaffee und Wasser. Gleich die Boockchen Kalender finanziert für liebe Freunde. Eine Tüte Wein war auch dabei….

Kerzenschein, Wein bechern, in mich hineinlauschen….Musik im Kopf und wenn es nur der Organismus ist der rauscht. Nachbars Uhr schlägt neune. Lerne gerade mal wieder geistliche Lieder. Lang nicht getan. Angetrieben von ich will…Braucht alles Zeit aber es wird. Und der freundliche Nikolaus, Geschenk vom Pfarrer 6.12.15 Lützeroda lächelt mir zu.

Uns allen hoffentlich eine Zeit ohne Enge…Fastenzeit nichts für mich. Muß schon als Gebißträger auf so vieles verzichten. Leben muß noch schön sein…. Liebe Grüße von Musesuse.

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Begleiter seit dem 40. Wiegenfeste, erst nur die letzten vier Zeilen. Im Oktober 2015 nun im ganzen gelernt. Gerad heut am 16. Februar, ein Tag der 2007 mit Licht aber auch mit Schatten und Dunkelheit gefüllt war….

Gut um Texte und Lieder zu wissen, die wieder Ruhe in die aufgewühlte Seele bringen, Kraft geben, Geländer zum festhalten…Bei all diesen dunklen Erfahrungen in der Vergangenheit, wo Gras darüber wachsen muß…Sonst krankt man, Tiefs vorprogrammiert…verpaßt das Wachsen und Werden. Selbstdisziplin!!! Und liebe Freunde an meiner Seite, die aufbauen….Möge jeder etwas haben, was ihm Halt gibt. Liebe Grüße von Musesuse.

 

Dies sei mein Wappen…

Ein Falter, Sonne auf den Flügeln, taumelt
trunken
auf meine hingehaltene Hand.
Schimmernde Wege gehen – nach einem
Land,
das in den langen Nächten, weit vor Tag,
vergessen und versunken
in unserm Herzen lag.

Dies sei mein Wappen: ein grünender Baum
und eine schimmernde Straße im
unendlichen Raum –

Wandern und Werden –

Hildegard Jahn-Reinke

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Oh Leute bin hin und weg. Spontane Mugge mit Theologie Professor am Ende des Ehrenamtsabends in Altengönna. Der totale Wahnsinn, wie er sich mit der Geige auf meine Lieder eingelassen hat….

Also diese Stunden ein Geschenk. Danke lieber Pfarrer Tilman Krause+ Vorbereitungsteam. Feines Abendbrot gab`s. Bilder, Impressionen, fröhliche Runde…Lasse die Nacht mich einhüllen beim Weine..Sehe den Saal, höre Klänge, Worte…

Bin dankbar eine Frau gefunden zu haben, die uns am 1. April 2016 zu unserer Geburtstagsmatinee in Rödigen hilft. Dankbar über gute Gespräche, Angebot uns armen Künstlern köstliche Kuchen zu backen. Gedanken, Ideen…Dank auch der Küche. Wurden kulinarisch verwöhnt. Spätzle, Putengeschnetzeltes, Hochzeitsüppchen, Kompott.

Ja Leute in dieser Gemeinde erlebe ich viel und lebe mich als bunter Vogel…Freu mich schon am Sonntag über Land zu ziehen. Aber dieses spontane Geigenspiel…Darauf muß gleich noch der Becher, Siebenbürgische Keramik, gefüllt werden. Auf den Flügeln der Musik….

Nachbars Uhr schlägt zwölfe. Wein mundet. Der Vogel fliegt wieder….Fastenaktion bei der Evangelischen Kirche. 7 Wochen ohne Enge…Mögen die Wege uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein…

Uns allen eine gute Zeit. Liebe Grüße von Musesuse.

PS. Versuche gerade mal wieder ein schönes modernes Kirchenlied zu lernen. Ins Wasser fällt ein Stein…Auch angespornt durch dieses spontane Musizieren…Außerdem interessant, das mir schon allein die Melodie Andacht ist, Schutz vor Belastendem…

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Sonnenbaden in der Stube. Hyazinthenblau duftet. Bin froh, die Saubermacherei gestern hinter mich gebracht zu haben bei Boock- Gartenkultur. Heut Vormittag Literaturfrühstück ausgestaltet, Winzerla. Aber wißt ihr, wenn man kaum die Augen aufbekommt…Naja ging so leidlich und keine Ziehung gemacht am Vorabend…Nicht so gut geschlafen nachts…

Faschingsdienstag war ich besser drauf. Heiteres Februarprogramm+ nette Lieder, Seniorentreff Jahresringe, Jena. Das hättet ihr mal erleben müssen, eine Begeisterung. Mein erstes Programm in dieser Hinsicht, Premiere. Frauen wollten alles hören. Dachte schon sie nicht zu überfordern. Haben zum Schluß für mich gesammelt, die Lieben…Im Gegensatz zu heute war dort mehr Stimmung.

Nachher noch Ehrenamtsabend in Altengönna von der Kirche. Sollen Instrumente mitbringen. Sicher gibt`s wieder eine Bildpräsentation, was so los war im Kirchspiel. Vielleicht bin ich da auch irgendwo mit zu sehn…Bestimmt feines Abendbrot…

Ganz ehrlich die Zahnsache hatte nebenbei was positives. Paar Kilos sind weg, Weihnachtsfeiernspeck. So ein Gebiß ist nur für die Schönheit. Müßte fast rausgenommen werden beim Essen, das es ganz bleibt. Geriebene Äpfel, Banane, körniger Frischkäse, Jogurt, ab und zu Nudeln…Hält auch lange an. Gebißreparatur brauch ich zum Glück nicht bezahlen, weil Brutto unter 1162 €, laufender Monatsverdienst.

Was im Januar dazuverdient, reicht gerade für die fälligen Rundfunkgebühren…Muggengeld ist ganz wenig. Erfreue dort, wo`s nicht viel gibt. Aufwandsentschädigung. Obwohl Geld manchmal ganz brauchbar ist, Lebensunterhalt, sonstiges. Idielles Ansinnen genauso von Nutzen. Irgendwie komm ich schon klar…Hauptsache, es geht gemütsmäßig halbwegs gut…

Schön die Sonne. Freitag Nachmittag, Ruhe, keine Radiobeschallung. Straße brummt dumpf hier hoch. Freu mich auf heut Abend…Ein schönes Wochenende. Herzliche Grüße von Musesuse.

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Nun ist der Zahn doch raus, nachdem er am Montag immer noch schmerzte. Wurzel total entzündet, stark gewackelt. Ärzte haben alles versucht. Aber bin froh, das im Mund endlich wieder Ruhe einzieht. Obwohl so eine Geschichte zu keiner Zeit brauchbar ist aber jetzt hat`s gerade gepaßt. Außer zweimal Singen keine weiteren Veranstaltungen. Schmerztabletten einige Stunden wirksam. Die Wunde muß noch verheilen…

Sogar mein Gebiß ist wieder vervollständigt. Prima Sitz. Saugt sich fest am Gaumen. Bräuchte dann nur zu Vorträgen mit Haftcreme nachgeholfen werden. Vor lauter Dankbarkeit gestern gleich Zahnärztin und Schwester umarmt….

Hatte doch vorher so sorgenvoll in die Zukunft geschaut. Banges fragen. Geht das Sprechen wieder ordentlich, wie wird alles? Kann ich weiterhin meinem Hobby fröhnen, vielen Menschen eine Freude sein mit schönen literarisch- musikalischen Nachmittagen…?

Ein Glück!! Fühlte mich schon so gottverlassen…Ja komisch als alles losging, erst mal Zweifel. Wo ist Gott? Haste denn das verdient? Biste schnell dabei zu sagen “ Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.“ Am Ende haut`s vielleicht hin. Will nicht ketzerisch sein, denn Glauben hat was. Und wenn`s ein selbstgebastelter ist. Geht ja jeder seinen individuellen Weg….

Interessant wie doch Kräfte fließen, bei guter Ablenkung im Leid. Motivation trotzt Schmerzen. Längeres Gedicht gelernt, heiteres Februarprogramm gesprochen. Dabei ging`s mir zwar erbärmlich, danach gleich ins Bett. Kreislauf oder was. Aber auf Dauer mit Schmerzmittel Ibuprofem auch belastend. Na aber jetzt haben wir`s hoffentlich hinter uns….

Die Ärztin in der Mund, Kiefer, Gesichtschirurgie nach dem Zahn ziehen umarmt. Eine heitere Ziehung. Tolles Bild an der Wand, Blickrichtung. Bergsee in Kanada. Erinnerte mich sehr an den Oberbergerer See in Tirol ( Östereich) An dessen Ufern ich schon singend gewandert bin.

Auf zu neuen Ufern, so könnte es jetzt weiter für mich heißen. Osterglockengold flaggt meine Stube. Gärtnerei wartet mit Aufgaben. Die schönen Blumen…Und kaum ein Kunde läßt sich sehen…Dafür Bienenbesuch. Hoffentlich jetzt wieder eine unbeschwerte Zeit, wenigstens eine Weile…

Uns allen Zuversicht, baldige Genesung wer krank, Kraft genug im Leid. Herzliche Grüße von Musesuse.

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